Welcome

⌊ Est. 2011 ⌉ Willkomen im New Golden Days, ehemals bekannt als Those Golden Days. Wir nutzen historisch die Grundlage des HP-Fandoms, haben uns bewusst von der offiziellen Erzählung und deren diskriminierenden Grundhaltungen gelöst. Das Setting spielt 1997 in einer von Krieg, Chaos und Rebellion zerrütteten magischen Gesellschaft, die um Stabilität kämpft.
discord

Erste Schritte

Wir empfehlen den Leitfaden zu lesen. Darin haben wir alle Dinge notiert, die du für den Einstieg benötigst. Schau gerne in die Gesuche oder besuch uns doch gleich im Discord und lass dir von uns einen Charakter andrehen.


Aynima Macmillan
Black Widow


18.06.2023, 20:57 |
#1
AYNIMA MACMILLAN
The eyes do not see
what the mind does not want to realize.
personal information
"WELCOME TO THE MINISTRY OF MAGIC, VISITOR. PLEASE LEAVE YOUR PERSONAL INFORMATION HERE."

FULL NAME
Aynima Lihuén Macmillan, geb. Reevis
Wie viele Nachnamen kann man im Laufe eines Lebens wohl haben? Nun, Aynima würde antworten, dass dies auf die Anzahl der Ehemänner ankommt. Sie selbst hat aktuell den vierten Nachnamen in ihrem Leben, aktuell lautet er Macmillan. Die Familie mit Ursprung in Schottland ist in Großbritannien nicht unbekannt, zählt sie doch zu den Reinblutfamilien, die schon vor Jahrzehnten in der berühmten Liste der Unantastbaren 28 aufgeführt wurde. Davor trug sie den Namen Wilkinson, der eine amerikanische Magier-Familie bezeichnet, die durch den Aufbau einer magischen Apothekenkette in den USA reich wurde. Oliveira ist wohl der Name, den Aynima am ehesten vergessen möchte, wurde er ihr doch von ihrem ersten Ehemann brasilianischer Herkunft aufgezwungen. An ihren Mädchennamen Reevis denkt sie hingegen gerne zurück, ist er doch ein Symbol zu ihren indianischen Wurzeln und wird von mehreren Familien getragen, die ihre Ursprünge bei der First Nation des Blackfoot-Stammes sehen. Aus dieser Tradition kommt auch ihr etwas ungewöhnlicher Vorname Aynima, eine mögliche Schreibweise des Blackfoot-Wortes für sehen. Ihren Zweitnamen Lihuén verdankt Aynima ihrer Mutter, die diesen Namen aus ihrem eigenen Sprache, jener des Mapuche-Stammes aus Südamerika, wählte. Er bedeutet Morgen.

NICKNAMES
keine
Auch wenn sich viele mit dem ungewöhnlichen Vornamen der Macmillan schwer tun, hat sie immer auf die Verwendung des kompletten Namens bestanden. Abkürzungen wie Amy oder dergleichen trat sie immer vehement entgegen.

BIRTHDAY AND AGE
30. April 1946 . 51 Jahre alt . Stier
Dass Aynima gerade in der Walpurgisnacht des Jahres 1946 auf die Welt kam, spielte für die Familie kaum eine Rolle, da dieses Fest nicht in der Kultur ihres Volkes verortet ist. Es fiel ihr erst auf, als sie in der Schule auf ihr Geburtsdatum angesprochen worden war. Wichtiger war vielmehr der Ort, ein kleines Dorf im Siksika Indian Reserve, gelegen an einem kleinen Flüsschen namens Bow River, nicht weit entfernt von der kanadischen Stadt Calgary. Auf Land, dass dem Stamm der First Nation der Blackfoot gehörte, und das für sie Heimat bedeutete.

DOMICILE
Montrose, Schottland
In der beschaulichen, kleinen Hafenstadt Montrose, Heimat der Montrose Magpies, steht das Anwesen der Macmillans schon seit vielen Generationen. Zu finden ist es am langgezogenen Strand der Stadt, etwas zurückgesetzt hinter den Dünen. Es ist nicht vor den neugierigen Augen der Muggel versteckt, jedoch von einem hohen und dichten Hag umgeben, die die Sicht auf das Innere größtenteils versperrt, wenigstens bis zum 2. Stockwerk. Dass die Hecke vor allem aus Hagedorn, auch bekannt als Weißdorn, besteht, hält die meisten Neugierigen bereits vom Betreten des Geländes ab, denn jenes Rosengewächs wirkt durch die vielen Dornen dieser speziellen Züchtung bereits abschreckend. Dennoch liegt ein Schutzzauber um das Grundstück, der aber nur dazu dient, bei Muggeln das Interesse an dem Gebäude zu verringern. In Montrose erzählt man sich, dass das Anwesen von Nachfahren eines wohlhabenden schottischen Clans bewohnt wird, was im Grunde auch der Wahrheit entspricht. Dass jener Clan aber schon seit jeher magische Fähigkeiten hat, ist nicht im kollektiven Gedächtnis überliefert worden, denn es wurde mit dem Abkommen zur Geheimhaltung der Zauberei im 17. Jahrhundert aus eben jenem gelöscht.

magical details
"YOU KNOW, THE ONLY UNIQUE THING ABOUT YOU IS YOUR WAND. IT'S NOT LIKE YOU'RE HARRY WITH A SILLY SCAR ON YOUR FOREHEAD AND SOME SILLY SKILLS LIKE TALKING TO SNAKES. SO LET'S STICK TO THAT BORING STUFF THAT TONS OF PEOPLE SHARE WITH YOU."

ATTITUDE
Opportunistin
Aynimas großes Ziel ist es, in ihrem Leben voranzukommen, was für sie gleichbedeutend ist mit einem Streben nach Macht und Selbstständigkeit. Alles, was ihr dabei hilft, ist für sie im Bereich des Möglichen. Deshalb achtet sie auch darauf, ihre Reinblütigkeit an ihre Kinder weiterzugeben. An sich findet sie die Ideologie, die viele extremistisch anmutende Reinblüter verbreiten, nicht unbedingt unterstützenswert. Schließlich hatte sie selbst auch nicht selten das Gefühl, stark davon eingeschränkt zu sein, sie wurde ja nicht nur einmal in eine reinblütige Ehe gezwungen. Aber sie weiß, dass sie am ehesten vorankommt, wenn sie sich alle Optionen offenhält. Dazu gehört dann eben auch, dass sie je nach politischer Lage die Dominanz der Reinblüter favorisiert. Mit diesem Blutstatus stehen ihr eben alle Türen offen, egal in welcher Regierungsform oder Ideologie.

BLOOD TYPE
reinblütig
Dass es innerhalb der First Nations so etwas wie Medizinmänner gab, ist selbst bis in die Muggelkultur hinein bekannt. Wobei gerade Muggel es in ihrer Unkenntnis heute für irgendeinen spirituellen Hokuspokus halten, der keinen wirklichen Effekt hat. Doch es gibt tatsächlich Familien, die seit dem Beginn der mündlichen Überlieferung magische Fähigkeiten haben, darunter fällt unter anderem die Familie ihres Vaters, heute bekannt unter dem Familiennamen Reevis. Der Reinblutstatus wurde innerhalb der amerikanischen Zaubergesellschaft anerkannt, sowohl bei den First Nations im Norden als auch im Süden Amerikas.

FORMER SCHOOL
Castelbruxo
So gut wie alle Magier Kanadas verschlägt es zu Schulzeiten nach Ilvermorny, doch ihre Mutter bestand darauf, dass Aynima auch den südamerikanischen Teil ihrer Herkunft kennenlernen sollte. Also wurde sie nach Castelbruxo geschickt, wo es ihr inmitten des brasilianischen Regenwalds sehr gut gefiel. Von 1957-1964 wohnte sie während der Unterrichtszeit in der imposanten Stufenpyramide und erwarb sich schnell einen Ruf als intelligente, soziale und ehrgeizge Schülerin. Nach der 5. Klasse wählte sie die Profilklasse Zoologia mágica und ging im Feld der Magischen Zoologie wirklich auf. Außerdem arbeitete sie weiterhin an ihrer Stellung innerhalb der Schülerschaft und wurde so gegen Ende ihrer Schulzeit sogar zur Schulsprecherin gewählt.

NEWT
Zoologia mágica na práctica – Ohnegleichen
Teoria da transformação – Ohnegleichen
Teoria das poções – Ohnegleichen
Zoologia mágica na teoria – Erwartungen übertroffen
Feitiços para ataque e defesa – Erwartungen übertroffen
Estória mágica e não-mágica - Annehmbar

CAREER
Leiterin der Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe
Schon zu Schulzeiten war der Macmillan klar gewesen, dass sie keinesfalls als Hausfrau und Mutter enden wollte. Und auch wenn der Weg sehr steinig war, um diesem Schicksal zu entgehen, so hat sie sich heute doch an einer Position eingefunden, mit der sie recht zufrieden ist. Mehr geht natürlich immer, aber als Leiterin einer Abteilung im britischen Zaubereiministerium sollte sie endlich zufrieden sein, was ihr viele immer wieder einreden wollen, gerade als Frau. Dabei gibt es ja noch einige Positionen, die sie erreichen könnte. Aynima findet jedenfalls nicht, dass das zwangsläufig das Ende ihrer Karriere sein muss. Denn die wirkliche Macht findet doch in den obersten Etagen der Macht statt, nicht wahr?

WAND
Lapacho, Herzfaser Peruanischer Viperzahn, 8 ½ Zoll
Für europäische Verhältnisse besteht Aynimas Zauberstab aus einem recht ungewöhnlichem Holz, nämlich dem des gelbblühenden Lapacho-Baums. In Südamerika ist diese Baumart allerdings alles andere als selten, weshalb der brasilianische Zauberstabmacher immer einige im Angebot hat. Das Holz ist sehr hart und schwer, weshalb die Stäbe oft recht kurz sind, um das Gewicht durch die geringe Länge auszugleichen, in diesem Fall lediglich 8 ½ Zoll. Im Kern dieses Zauberstabs sitzt eine Herzfaser einer Peruanischen Viperzahn-Dame.

PET
Eule Persephone . Matagots Nyx & Gaia
Eine Eule zu halten, ist in der Zauberwelt keine außergewöhnliche Besonderheit. So besitzt auch die Macmillan ein Tier dieser Art, genauer gesagt eine Dame der Gattung Weißer Kanada-Uhu, die auf den Namen Persephone hört. Aynima hat eine besondere Beziehung zu ihr aufgebaut, da sie das Tier zu ihrer ersten Hochzeit geschenkt bekam und der Uhu sie somit schon mehr als die Hälfte ihres Lebens begleitet. Im Vergleich dazu sind ihre beiden Matagots Nyx und Gaia eher neue Begleiterinnen, die aber nun auch schon seit mehr als zehn Jahren in den Gärten des Anwesens ihre Runden ziehen. Aynima liebt die Eleganz dieser katzenartigen Wesen und insgeheim auch die Tatsache, dass diese nur auf sie hören und nie ihren nun verstorbenen Ehemann als Herren anerkannten.

SPECIAL POSITION
VEREINIGUNG DER MAGISCHE INDIGENEN VÖLKER AMERIKAS
Diese Vereinigung ist ein eher loses Bündnis von Zauberern, deren Wurzeln bei den indigenen Völkern des amerikanischen Kontinents liegen. Als es im 19. Jahrhundert gegründet wurde, war es ein Zeichen des Selbstbewusstseins aller indigener Magier, doch über die Jahrzehnte hat sich die Vereinigung doch vor allem zu einer der elitären Sorte gewandelt, in der beinahe nur noch Reinblüter Mitglied sind. Nicht umsonst hatte sich diese Vereinigung damals für die Anerkennung des Reinblut-Status für gewisse Familien eingesetzt. Aynima ist dort aktuell im Vorstand als Herrin über die Finanzen tätig.

your family tree
"SOMEBODY TOLD ME YOUR FAMILY TREE WOULD BE A CIRCLE. IS THAT TRUE?!"

MUTTER
Catarina Reevis, geb. Teixera {*1919 . 78 Jahre alt
Aynima würde gerne das Bild einer liebenden Mutter zeichnen, aber das wäre gelogen. Fragt man sie danach, würde sie das natürlich niemals zugeben. Catarina Reevis, die ursprünglich aus dem Norden Chiles stammt, hatte sich auch wirklich alle Mühe gegeben, ihren Kindern nichts als Liebe entgegenzubringen. Nur war das etwas schwierig, denn schon bei der Geburt der Zwillinge stellte die Reinblüterin fest, dass ihr bisheriges Leben sich in eine Richtung veränderte, die sie so nicht vorhergesehen hatte. Ihre Intelligenz, die so noch bei ihrem exzellenten Schulabschluss in Castelbruxo gezeigt hatte, schien kaum mehr eine Rolle zu spielen. Alle Gespräche drehten sich nur noch um die Kinder und vielleicht noch ihren Ehemann und dessen berufliche Erfolge. Dabei hatte Catarina schon früh den Wunsch gehegt, Schriftstellerin zu werden. Erste Kurzgeschichten konnte sie nach der Schulzeit auch schon in renommierten Verlagen platzieren. Doch als sie Mutter wurde, wollte niemand mehr ihre psychologisch tiefgründigen Essays oder Erzählungen lesen. Sie sollte doch jetzt lieber nette Romane für Frauen und deren Problemchen schreiben, nicht wahr? Ohne jeglichen Rückhalt von dem Mann, in den sie sich Hals über Kopf bei einem Treffen der Vereinigung der magischen indigenen Völker Amerikas verliebt hatte, sah die frustrierte Hexe keine Chance, ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Ihre Verbitterung konnte sie immer seltener verbergen, sie ging immer gereizter mit ihren Kindern um. Aynima bekam dies schon im Kleinkindalter mit, weshalb sie schnell lernte, mögliche Wutausbrüche ihrer Mutter zu vermeiden. Erst im Jugendalter begriff sie, woher der Frust Catarinas herrührte. Eigentlich sind sie sich in dem Wunsch nach Freiheit und Verwirklichung sehr ähnlich, aber durch den schlechten Start in der Kindheit gelang es den beiden nicht, im Erwachsenenalter zu einem guten Verhältnis zu finden. So tauschen sie bei Begegnungen meistens nur ein paar Nettigkeiten aus, ohne sich über das auszutauschen, was sie doch eigentlich beide beschäftigt.

VATER
Ahanu Reevis {*1915 . 82 Jahre alt
Ahanu Reevis hätte durchaus den Platz des liebenden Elternteils einnehmen können, was seiner Frau nicht gelang. Wenn er denn zuhause gewesen wäre. Ahanu liebt sein Zuhause im Reservat, das für die First Nation eingerichtet wurde, der er angehört. Nur war er während seiner Berufstätigkeit so eingebunden, dass er selten dort war. Direkt nach seiner Schulzeit in Inverness, wo er dem Haus Wampus angehörte, fing er eine Ausbildung im kanadischen Zaubereiministerium an. Dort stieg er immer weiter auf und es war für ihn selbstverständlich, dass er auch nach der Geburt der Kinder seine Karriere nicht zurückstellen würde. Das war zu dieser Zeit sowieso noch hochgradig ungewöhnlich. Er begriff nie wirklich, was diese Tatsache mit seiner Frau machte, auch wenn er sie über alles liebte. Dennoch musste er, wenn er ehrlich war, auch zugeben, dass er sie nicht nur aus reiner Liebe geheiratet hat. Schließlich galt es auch, die reinblütige Linie seiner Familie fortzuführen, auch wenn Ahanu kein allzu extremer Verteidiger jener Ideologie ist, so empfand er das dennoch als Verpflichtung. Dass Catarina damit die Rolle der Hausfrau und Mutter zufiel, war für ihn nur logisch. So nahm seine Karriere weiter Fahrt auf. Mit jedem Wechsel in einer höhere Position war er weniger bei seiner Familie, wenn er es aber war, verbrachten alle Kinder sehr viel Zeit mit ihm. Aynima nahm ihn sich als Vorbild, auch wenn ihn das zugegeben etwas irritiert. Wäre sie sein Sohn, würde er das ja begreifen, aber als Frau? Immerhin hat sie drei reinblütige Kinder zur Welt gebracht, was Ahanu mit den beruflichen Ambitionen seiner Jüngsten versöhnt. Den Wunsch nach mehr Macht kann er durchaus verstehen, nicht umsonst hatte er vor seiner Pensionierung noch den Posten des stellvertretenden magischen Ministers in Kanada inne.

GESCHWISTER . ZWILLINGE
Mingan Afonso Reevis & Synopa Iolanda Abernathy, geb. Reevis{*1942 . 55 Jahre alt
Mingan und Synopa waren von Anfang an eine verschworene Gemeinschaft, zu der Aynima nur bedingt Zugang hatte. Vielleicht kam es daher, dass sie Zwillinge waren, ihre Geburt nur wenige Minuten auseinander lag, dass sie sich so gut verstehen. Sie waren nie besonders gemein zu ihrer kleinen Schwester, aber sie wurden nie so richtig warm miteinander. Beide sind verheiratet und haben jeweils drei Kinder, jeweils das Älteste ist Aynimas Patenkind. Zu Tupaq Reevis (30 Jahre alt) und Kathleen Abernathy (31 Jahre alt) hat sie deshalb ein etwas engeres Verhältnis. Grundsätzlich sind Begegnungen mit ihren Geschwistern und deren Familien eher positiv, niemand hegt einen Groll gegenüber dem anderen. Es ist wohl hilfreich, dass die Zwillinge ihrer kleinen Schwester zwar einen gewissen Ehrgeiz zugestehen, ihr aber deshalb nicht zutrauen würden, was sie alles für ihre Karriere tun würde. Oder schon getan hat.

EHEMANN Nr. 1
Jacó Oliveira {1945-1967}
Männer sind in Aynimas Leben – bis auf ihren Vater und den Bruder – ein großes Reizthema. Schuld daran hat nicht nur, aber doch zu einem großen Teil, ihr erster Ehemann Jacó. Sie hatte ihn noch zu Schulzeiten kennengelernt, er war ein Jahr über ihr und der große Schwarm der meisten Schülerinnen. Dass er gerade Aynima als Freundin auswählte, empfand sie fast schon als Privileg und in ihrem eitlen Stolz darüber ließ sie sich von ihm blenden. Dabei ließ Jacó schon damals besitzergreifende Tendenzen durchscheinen, vor denen sie ihr Vater sogar noch warnte. Wie schlimm es war, begriff Aynima allerdings erst nach ihrer Heirat im Jahre 1965. Jacó entstammte einer reichen, reinblütigen Familie aus Brasilien und war in einer sehr patriarchalen Struktur aufgewachsen, die er genauso umsetzen wollte. Aynimas Widerstand irritierte ihn, weshalb er mit deutlicher Missbilligung reagierte. Physische Gewalt fand zwar nie statt, aber die psychische Gewalt schmerzte die junge Aynima dennoch körperlich. Kurz nach der Ehe bekam sie erst mit, dass die Oliveiras ihren Reichtum dem Drogenhandel zu verdanken hatten. Das einzig gute daran war, dass Jacó kaum zuhause war, da er ständig in ganz Südamerika herumreiste, um den Anbau, die Lieferung und die Herstellung aller möglicher illegaler Substanzen zu kontrollieren. Dass es dabei zu Interessenskonflikten mit anderen kriminellen Familien kam, war unausweichlich. Von einer dieser Auseinandersetzungen kehrte Jacó nicht mehr zurück und auch wenn Aynima nach außen hin trauerte, so weinte sie ihrem ersten Ehemann in Wahrheit doch keine Träne nach.

EHEMANN Nr. 2
Maximus Wilkinson {*1940 . 57 Jahre alt
Eine junge Frau mit einem kleinen Baby kann nicht wirklich alleine bleiben, nicht wahr? Das fand jedenfalls Aynimas Vater, und so ließ er seine Beziehungen spielen, um einen zweiten Ehemann aufzutreiben. Maximus Wilkinson war schnell von Aynima fasziniert. Sein Vater arbeitete damals mit Ahanu zusammen, da sie beide im jeweiligen Büro für internationale Zusammenarbeit tätig waren, Ahanu in Kanada, Maximus‘ Vater im MACUSA. Auch Maximus arbeitete dort und hatte eine vielversprechende Karriere vor sich, die ihn heute bis zum Leiter der Justizabteilung des MACUSA gebracht hat. Aynima konnte allerdings nicht mit dem schmierigen Typen anfangen und hatte nach ihrer ersten Ehe sowieso genug von Männern. Maximus hatte wenig Verständnis für die seelischen Verletzungen seiner Frau, weshalb die Ehe nur nach außen hin perfekt war. Dass keine Kinder aus ihr hervorgingen, war sicherlich nicht Maximus‘ Schuld, er bemühte sich redlich, ganz zu Aynimas Verdruss. Sie hatte nicht vor, sich noch einmal in die Rolle der Mutter drängen zu lassen, weshalb sie heimlich die nötigen magischen Kräuter zu sich nahm, die eine Empfängnis verhinderten. Maximus‘ Familie wurde langsam ungeduldig, doch da Aynima bereits eine Tochter hatte, musste es wohl an ihrem Sohn liegen, das war nur logisch. So einigte man sich letztendlich auf eine Scheidung, um zu großen Wirbel zu verursachen oder gar eine Untersuchung zur möglichen Unfruchtbarkeit Maximus‘ anstoßen zu müssen. Letztlich heiratete der einige Jahre später wieder und ist nun Vater von drei Kindern.

EHEMANN Nr. 3
Finlay Macmillan {1943-1996}
Eine weitere Ehe hätte Aynima gerne vermieden. Doch immer noch war die Gesellschaft nicht so weit, eine alleinerziehende Frau ernst zu nehmen. Also fügte sie sich letztendlich der Notwendigkeit eines weiteren Ehemanns. Aber dieses Mal würde sie mit Bedacht auswählen! Die Wahl traf Finlay Macmillan, den sie bei einem Empfang des MACUSA traf, für den sie zu diesem Zeitpunkt in der Abteilung für internationale Zusammenarbeit tätig war. Der Brite war etwa in ihrem Alter und ganz anders als die Männer, die sie bisher in Amerika kennengelernt hatte. Er interessierte sich tatsächlich für sie und war der Meinung, dass der Unterschied der Geschlechter an sich der Vergangenheit angehörte. Ebenso Ideologien wie die der Reinblüter, auch wenn er selbst zu diesen zählte. Aynima konnte es nicht leugnen, sie verliebte sich in diesen charmanten, modernen Mann und heiratete ihn bald darauf, um mit ihm in Schottland zu wohnen. Finlay, der damals in Hogwarts im Hause Hufflepuff gewesen war, arbeitete bis zu seinem Tod auf derselben Position im Ministerium und fand die Ambitionen seiner Ehefrau immer zu ehrgeizig, aber er ließ sie an sich gewähren. Denn er trug sie auf Händen, nicht zuletzt deshalb, da sie seinem Wunsch nach Kindern in ihrer Verliebtheit nachgegeben hatte. Dafür hatte er ihr gern das Zugeständnis gemacht, dass sie ihre Karriere dennoch weiter verfolgen konnte. Warum sie ihn im Endeffekt dennoch beseitigte? Nun, die Zeiten ändern sich eben. Seine freundliche Art kam ihr über die Jahre immer oberflächlicher vor, er ließ im Ministerium alles mit sich machen und kam einfach nicht voran. Das einzige Thema, bei dem er sich zu Wort meldete, war das Wiedererstarken der Todesser, das er vehement verurteilte. Das könnte ihr und ihren Ambitionen je nach Entwicklung der Geschehnisse gefährlich werden. Als er sie dann auch noch fragte, warum sie jetzt auch noch unbedingt die Leitung einer Abteilung übernehmen musste, war sie seiner endgültig überdrüssig gewesen. Allerdings würde sie sich nie die Hände schmutzig machen, für so etwas gab es andere Personen. So wurde Finlay Macmillan beim Angriff auf das St. Mungo’s, wo er gerade eine Verwandte besuchte, getötet.

ÄLTESTE TOCHTER
Márcia Oliveira {1966 . 31 Jahre alt}
Es gibt nur einen Mensch auf dieser Welt, dem Aynima bedingungslose Liebe entgegenbringt, und das ist ihre Tochter Márcia. Sie denkt sehr oft, dass Márcia das einzig Gute ist, das sie aus ihrer ersten Ehe mitgenommen hat. Zuerst hatte sie eigentlich vorgehabt, dieses kleine Wesen zu hassen, dass ihr unmöglicher Ehemann ihr in den Bauch gepflanzt hatte, doch als sie es dann vor sich sah, in den Armen hielt, war jeglicher Widerstand wie weggewischt. Die beiden Frauen überstanden einige Schwierigkeiten gemeinsam und sie sind nicht nur Mutter und Tochter, sondern auch engste Vertraute. Márcia ist blind gegenüber den charakterlichen Schwächen und der Skrupellosigkeit ihrer Mutter, so beruht die bedingungslose Liebe auf Gegenseitigkeit. Da Aynima zum Zeitpunkt der Einschulung mit Márcia bereits in Großbritannien wohnte, wurde die junge Hexe nach Hogwarts geschickt, wo sie eine Ravenclaw wurde. Ihre Intelligenz, die sie – so findet Aynima – zweifellos von ihrer Mutter hat, zeigte sich auch in ihrer Berufswahl, denn ihre Tochter entschied sich für eine Ausbildung zur Heilerin. Aktuell arbeitet sie in der Abteilung für ansteckende Krankheiten. Ihr Verhältnis zu Männern ist eher schwierig, ihre Mutter hat sie in dieser Hinsicht leider eher negativ beeinflusst. Denn auch wenn Márcia an sich eine freundliche und aufgeschlossene Person ist, so ist sie allen engeren Beziehungen gegenüber eher misstrauisch eingestellt und hatte deshalb bisher eher sporadische Bekanntschaften mit dem anderen Geschlecht.

ZWILLINGE
Ramsay & Rhona Macmillan {1978 . 19 Jahre alt}
Es ist nicht so, dass Aynima es bereut, Finlay zuliebe noch einmal schwanger geworden zu sein. Aber es war schon eher etwas wie eine Gefälligkeit, für sie beinahe schon eine Nebensächlichkeit. Zwillinge liegen offenbar in den Genen der Familie Reevis, so brachte auch Aynima im Sommer 1975 gleich zwei Kinder zur Welt. Wie bei Márcia empfand sie durchaus ebenfalls Zuneigung gegenüber diesen kleinen Wesen, aber wie abgemacht blieb sie nicht lange bei ihnen zuhause. So baute sich keine ganz so enge Verbindung auf wie bei ihrer ersten Tochter, auch wenn das Verhältnis grundsätzlich gut ist. Beide Kinder kamen nach Hogwarts, Ramsay wurde ein Gryffindor, Rhona wie ihr Vater ein Hufflepuff. Nun sind die beiden gerade damit beschäftigt, ihren eigenen Weg nach der Schulzeit zu finden, wobei sich Aynima nur bedingt einmischt. Beide machen ihr allerdings etwas Sorge. Ramsay vor allem wegen seiner wenig ernsthaften Art und der Tatsache, dass er sich gerade ganz schön die Hörner abstößt und sein Umgang mit Frauen bei Aynima auf wenig Gegenliebe stößt. Rhona hingegen ist viel vernünftiger und sanftmütiger, aber sie ist nicht auf den Kopf gefallen. Woher genau ihre Skepsis zum Tod ihres Vaters kommt, kann Aynima nicht nachvollziehen. Aber sie spürt, dass Rhona ihr gegenüber zurückhaltender geworden ist, obwohl es doch unmöglich ist, dass sie etwas ahnt. Eigentlich.

your characteristics
"TO BE HONEST: WE'RE ALL COMPLETELY MAD HERE. I THINK WE ALL WOULD NEED A THERAPIST. ESPECIALLY HARRY POTTER AND DUMBLEDORE. BUT ENOUGH OF THEM - LIE DOWN ON OUR COUCH AND TELL US SOMETHING ABOUT YOUR CRAZY HABITS."

CHARACTER
Wenn ein Kind in der First Nation auf die Welt kommt, der die Familie Reevis angehört, wird ihm ein Totemtier zugeordnet. Aynimas Totemtier ist Wanbli, der Adler. Ob man nun daran glaubt, dass dieses Tier die Persönlichkeit wirklich beeinflusst, hat Ähnlichkeit mit dem Glauben an die Auswirkung von Sternzeichen. In der Familie, der die Macmillan entstammt, spielen diese spirituellen Tiere durchaus eine große Rolle. Auch Aynima glaubt durchaus daran, womöglich gerade deshalb, weil die Eigenschaft ihres Totemtieres ihren eigenen so nahe kommen. Der Adler steht zuallererst für Aufstieg, was in seiner Natur als einer der Vögel liegt, die gerne hoch in den Himmel steigen. Aynimas Ehrgeiz und der Verlauf ihrer Karriere ist ebenfalls eindeutig ein Aufstieg. Allerdings zeigt sich hier auch sofort die bedeutendste negative Aufstieg dieses Totemtieres: der Hunger nach Macht. So glaubte auch Aynima, dass Macht etwas ist, von dem man nie genug bekommen kann. Hat sie eine hohe Position erreicht, so ist sie mit dieser zu Beginn immer sehr zufrieden, doch das hält nie lange an. Sie findet, es steht ihr zu, jegliche Möglichkeit zu nutzen, um weiter voranzukommen. Das behält sie allerdings oft für sich, denn sie merkte schon früh in ihrem erwachsenen Leben, dass andere solcherlei Aussagen überaus irritierend finden. Vor allem Männer, aber nicht nur. Auch Frauen finden, sie sollte langsam mit dem zufrieden sein, was sie erreicht hat. Gerade als Frau, nicht wahr? Aynima hat gelernt, auf solche Nachfragen äußerst diplomatisch zu reagieren, auch wenn sie es anders sieht. Dass sie nicht gerade Skrupel hat, um ihre Ziele zu erreichen, verbirgt sie deshalb bisher sehr gekonnt. Es würde schließlich eben jenen Zielen nicht gerade förderlich sein. Doch ihre Bereitschaft, für Dinge von Bedeutung zu kämpfen, ist deshalb ungebrochen. Man kann durchaus sagen, dass sich gerade jene Bereitschaft über die Jahre schon zu einer Art Besessenheit ausgewachsen.

Eine weitere Fähigkeit ihres Totemtiers ist Schnelligkeit, die sich sehr oft in den Trägern dieses Tieres in einer hohen Intelligenz zeigt. Auch Aynima verfügt über eine schnelle Auffassungsgabe, die ihr bereits in Castelbruxo zu ausgezeichneten Noten verhalfen. Doch nicht nur in dem alten Zeugnis zeigt sich ihre Intelligenz, auch in anspruchsvollen Gespräch, die sie heutzutage als Leiterin einer Ministeriumsabteilung nicht selten führen muss, besticht sie durch ihr großes Wissen und ihre Logik. Mit weniger intelligenten Menschen sprechen zu müssen, findet sie sehr anstrengend. Nicht immer schafft sie es, diese Tatsache ausreichend zu verbergen, so dass sie hin und wieder herablassend wirken kann. Oft gelingt es ihr, dies durch ihre diplomatische Art wieder auszugleichen, aber manchmal fehlt ihr dazu die Kraft. Die Ungeduld mit Personen, die nicht ihren Vorstellungen entsprechen, hat über die vergangenen Jahre zugenommen, auch wenn sie sich darüber ärgert. Sich dieser Schwäche hinzugeben, bedeutet doch, dass das scheinbar makellose Bild Risse annimmt. Und das im Übrigen auch wortwörtlich. Aynima hasst das Älterwerden, das nicht nur ihre charakterlichen Schwächen etwas offener zu Tage fördert, sondern vor allem auch die offensichtlichen, äußerlichen. Die gewöhnlichen Zeichen einer älter werdenden Haut zum Beispiel, die ihr zuwider sind. Schon in den Mittdreißigern begann sie deshalb, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um ihr Äußeres konservieren zu können. Sie investiert eine beträchtliche Zeit ihres nicht beruflichen Lebens in die Erhaltung ihrer Schönheit, der sie, dessen ist sie sich bewusst, einiges verdankt. Besonders Männer lassen sich damit so wunderbar täuschen, manipulieren und letztendlich ausnutzen. Sie scheute sich nie davor, die sogenannten Waffen einer Frau zu benutzen, wenn sie sich davon einen Vorteil versprach. Nur wird es langsam schwieriger, jene Waffen in dem einwandfreien Zustand zu halten, die dafür unerlässlich sind. Die Angst vorm Älterwerden nimmt bei ihr zeitweise schon paranoide Züge an, so dass sie jungen Frauen ihr Aussehen bisweilen neidet. Jenen Mitarbeiterinnen gegenüber kann sie manchmal etwas ungerecht sein, auch wenn sie ansonsten zwar als fordernde, aber durchaus umgängliche Chefin gilt. Ihre Führungsqualitäten werden selten in Frage gestellt, sie strahlt eine natürliche Autorität aus. Dabei wird oft übersehen, dass sie einige Kompromisse einging und das auch noch tut, um ihre Position zu halten. Aynima ist eine pragmatische und opportunistische Frau, die nur einem Grundsatz treu bleibt: ihre persönliche Freiheit und Karriere voranzutreiben. Die Mittel dazu müssen eben je nach aktueller Situation angepasst werden, was sie ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf nimmt. Dass sie dafür hin und wieder mit dem von ihr fast grundsätzlich verhassten anderen Geschlecht kooperieren muss, ist die Tatsache, die sie dabei am schwersten erträgt.
ihre Karriere
ihre eigene Freiheit
ihre Kinder (v.a. Márcia)
Weißwein
Historische Romane
die Kultur ihrer Heimat
eine gute Zeitung lesen
teures Essen
Kerzenlicht
ein perfektes Äußeres (bei sich)

Einschränkungen erdulden
Chauvinismus
zu neugierige Menschen
Temperaturen unter 10 °C
ihr Älterwerden
Abhängigkeit
fettiges Essen
jüngere, schönere Frauen
blinder Aktionismus
Unordnung

the real madness
"OKAY NOW THAT WE'VE LEFT YOUR CHARACTER BEHIND - LET'S GO DEEPER INTO YOUR PSYCHE WHERE THE REAL MADNESS LIES. YOU KNOW STUFF LIKE DREAMING ABOUT UMBRIDGE BEING A STRIPPER OR HAVING A SECRET CRUSH ON HAGRID..."

DEMENTOR
Aynimas schlimmste Erinnerungen sind definitiv die an die Hilflosigkeit in ihrer ersten Ehe. Diese Art der Unterdrückung, gegen die sie nichts zu tun wusste, sitzt ihr bis zum heutigen Tag in den Knochen, gepaart mit der daraus resultierenden Demütigung.

BOGGART
Eine Weile hätte ein Irrwicht Aynima als machtlose Person gezeigt, die nicht über ihr eigenes Leben bestimmen könnte. Sie glaubt, dass dies nach wie vor der Fall ist, weil sie sich nicht eingesteht, das eine andere Angst schleichend die Vorrangstellung eingenommen hat. Denn würde sie heute einem Irrwicht begegnen, würde sie dieser als alte Frau zeigen, mit allen negativen, äußerlichen Aspekten, die damit einhergehen.

PATRONUS
Tatsächlich konnte Aynima eine ganze Weile einen Patronus erzeugen, was sie im Zuge ihrer ersten Ausbildung erlernte, da es dafür einen freiwilligen Kurs am Abend gab. Es überraschte sie nicht, dass dieser Patronus die Gestalt eines in Kanada vorkommenden Weißkopfseeadlers annahm. Die Erinnerung, die stark genug für diesen Zauber war, bildete der Moment, in dem sie zum ersten Mal ihre Tochter Márcia im Arm hielt. Allerdings hat sie sich im Laufe ihres Lebens immer mehr der schwarzmagischen Seite der Zauberwelt zugewandt, wann immer es ihren Zielen dienlich war. So würde ihr heute wohl kein Patronus mehr gelingen.

MIRROR OF ERISED
Der Wunsch nach immer mehr Macht und gleichbleibender Schönheit würde sich auch in diesem Spiegel zeigen. Aynima als eine der einflussreichsten Politikerinnen der Welt, dazu noch in ewiger Schönheit – das ist aktuell ihr größtes Ziel.

SPECIAL ABILITY
Im Laufe ihrer ersten Ausbildung im brasilianischen Zaubereiministerium, die sie in der Abteilung für die Aufsicht magischer Tiere absolvierte, fand Aynima schnell eine Freundin, die wie sie unbedingt versuchen wollte, ein Animagus zu werden. Sie taten sich zusammen und nach einiger Zeit gelang ihnen beiden die Verwandlung. Die 51-Jährige kann sich seither in einen Ozelot verwandeln. Zuerst befürchtete sie, dass diese Gestalt in Großbritannien zu auffällig wäre, denn diese kleine Raubkatze kommt dort nur in Zoos vor. Der Vorteil ist allerdings, dass nur wenige Einwohner Großbritanniens mit dieser eher seltenen Tierart vertraut sind, so dass sie meistens für eine zu groß geratene, getigerte Katze gehalten wird, wenn sie überhaupt jemand erblickt. Schließlich verwandelt sie sich wenn möglich nur nachts und hält sich dann maximal im Halbschatten auf.

AMORTENTIA
Tatsächlich versuchte ihr zweiter Ehemann, das Wohlwollen seiner Frau einmal durch diesen Trank zu gewinnen, um die Ehe zu retten. Stümperhaft, natürlich. Kaum hatte Aynima den Trank entdeckt, war sie skeptisch geworden. Die tiefviolette Farbe hatte sie noch nicht gewarnt, aber der Duft nach Merkén, Ahornsirup und dem Meer war zu spezifisch gewesen, als dass Aynima sich davon hätte täuschen lassen und ihn getrunken hätte.

your magical timeline
"I REALLY DO HATE HISTORY OF MAGIC. BUT WE CAN'T LEAVE OUT THAT PART - SO BORE ME WITH YOUR 'MAGICAL HISTORY'."
TIMELINE
KINDHEIT . 1946-1957
Das Kanada, in das Aynima Reevis in der Walpurgisnacht des Jahres 1946 geboren wurde, war ein völlig anderes als das heutige Kanada. Besonders im Hinblick auf den Umgang mit den First Nations, die das Land ursprünglich in seiner Weite und den unterschiedlichen Klimazonen auf natürliche Weise besiedelt hatten. Warum das für Aynima überhaupt von Bedeutung war? Man würde meinen, dass es für sie nur bedingt eine Rolle spielte, war sie doch nicht nur eine Familie mit indigenen Wurzeln hineingeboren worden, sondern auch in eine magische. Doch auch in diesen Kreisen ging man mit jener Minderheit nicht besonders rücksichtsvoll um. So kam es, dass die Familie Reevis in einem eher kleinen Apartment mitten in Calgary wohnte, als die jüngste Schwester auf die Welt kam. Die Aufstiegschancen ihres Vaters Ahanu im kanadischen magischen Ministerium schienen begrenzt, so waren es anfangs auch die finanziellen Mittel. Dennoch waren andere Dinge dafür ausschlaggebend, dass Aynimas Kindheit nicht gerade unbeschwert war. Zu Beginn war es vor allem das Verhalten der Mutter, die ihre Zuneigung nicht wirklich zeigte, was für das kleine Mädchen schwierig war. Wenigstens waren die Geschwister da und gaben ihr einen gewissen Halt. Viel problematischer war allerdings die Tatsache, dass auch magisch begabte Kinder der First Nations wie alle anderen Kinder mit diesen Wurzeln im Kanada der 50er-Jahre von der Regierung vorzugsweise in Internate gesteckt wurden. Die Eltern hatten dabei wenig mitzureden, das Argument war schlicht, dass man die Kinder richtig erziehen wollte. Was auch immer richtig war. Denn das bedeutete in den so genannten Residential Schools vor allem, dass es den Kindern bei Strafe verboten war, ihre Kultur in welcher Form auch immer zu pflegen. Diese Tatsache drang nur in den indigenen Kreisen nach außen. Wie schlimm die Strafen waren, das erzählte man kaum innerhalb dieser Familien. Ahanu, dessen bester Freund einige Jahre in einer solchen Schule gelitten hatte, wollte unbedingt vermeiden, dass seine Kinder eine solche besuchen sollten. Aufgrund ihrer magischen Fähigkeiten kamen Aynima und ihre Geschwister lange darum herum, wobei das ständig präsente Gefühl einer drohenden Gefahr für die kleine Reevis nicht immer leicht zu ertragen war.

An einem sonnigen Mai-Abend im Jahre 1954 spazierte die damals Achtjährige von einer Freundin nach Hause. Direkt vor der Tür des Apartments wartete ein Mann in einem dunklen Umhang auf sie, der sie trügerisch anlächelte. Die Schutzzauber waren außer Kraft gesetzt worden, denn die Muggelregierung war gerade eine Kooperation mit dem magischen Ministerium eingegangen, um auch die magischen Kinder wie Aynima in scheinbar angemessene Schulen zu schicken, bevor sie eine magische Schule besuchten. So fand sich die eingeschüchterte Aynima nur wenige Augenblicke später am Portal der St Mary’s Residential School wieder, etwa 250km südlich von Calgary, wohin der Mann mit ihr appariert war, bevor die Mutter auch nur nach der Türklinke hatte greifen können. Völlig ängstlich und durcheinander folgte Aynima in den ersten Tagen stumm der deprimierenden und demütigenden Routine des Schulalltags, bis sie es am Ende der ersten Woche nicht mehr aushielt und sich gegen eine der Aufseherinnen auflehnte, die ihr verbieten wollte, zum Einschlafen leise das Lied zu singen, das ihre Mutter ihr in ihrer Muttersprache immer vorgesungen hatte. Da sie sich uneinsichtig zeigte, so wütend und gleichzeitig verängstigt wie sie war, beschloss jene Aufseherin, dass es Zeit für eine Strafe war. Aynima wurde in den dafür vorgesehenen Raum gezerrt, wo schon der Rektor der Schule auf sie wartete. Was genau er vorhatte, als er den Gürtel löste und herauszog, weiß Aynima bis heute nicht. Sie weigert sich standhaft, alle möglichen Optionen in Betracht zu sehen. Es erschreckte sie aber damals derartig, dass der Rektor im nächsten Augenblick von einer harten Druckwelle gegen die Wand hinter sich geschleudert wurde und an dieser bewusstlos heruntersank. Denn diese Angst hatte Aynimas erstes magisches Ereignis provoziert und sie damit vor der Strafe bewahrt. Das kleine Mädchen starrte den bewusstlosen Mann nur ein paar Sekunden geschockt an, ehe sie die Gelegenheit ergriff und aus dem Fenster flüchtete. Mithilfe einer sehr lieben, älteren Dame, die sie nach wenigen Kilometern am Straßenrand aufsammelte, kam sie am Tag darauf in Calgary bei ihrer Familie an. Ahanu hatte bereits einiges unternommen, um seit Aynimas Verschwinden gegen diese Ungerechtigkeit der Residential Schools anzukämpfen, hatte auch andere Eltern zusammengetrommelt, so dass wenigstens die magische Regierung nach viel Druck diese Praxis aufgab. Als eine Konsequenz daraus wurden Mitarbeiter mit indigenen Wurzeln im Ministerium allgemein langsam besser gestellt, so dass Aynimas Vater doch noch Karriere machen konnte.

CASTELBRUXO . 1957-1964
Aynima hatte die Woche in der Residential School nachhaltig verändert. Natürlich hatte sie eine große Panik verspürt, aber letztendlich doch auch das Gefühl bekommen, dass sie sich mithilfe von Magie vor Übergriffen schützen konnte. Umso mehr fieberte sie ihrer Einschulung entgegen, die endlich im Herbst 1957 stattfand. Von ihren Geschwistern hatte sie schon viel von Castelbruxo gehört, dennoch brauchte sie anfangs etwas, um sich dort einzugewöhnen. Der Regenwald Brasiliens war eben doch etwas anders als ihre Heimat in Kanada, wo sie immerhin seit 1955 in einem für ihren Stamm eingerichtetes Reservat hatte ziehen können. Doch nach anfänglicher Skepsis verfiel sie letztlich dem Charme dieser neuen Flora und Fauna. Außerdem war Castelbruxo so gar nicht wie die St. Mary’s Residential School, auch wenn es natürlich Regeln gab. Aber diese waren meistens sinnvoll und dienten nicht dazu, die Schülerinnen und Schüler völlig bloßzustellen oder umzuerziehen, sondern dazu, einen geregelten Umgang miteinander zu finden. Aynima fand recht schnell einen sehr angenehmen Freundeskreis und merkte bald, dass es ihr sehr leicht fiel, in der Schule gute Ergebnisse zu erzielen. Oft sogar sehr gute und in manchen Fächern gar überdurchschnittliche. Sie eckte selten mit den Lehrern an, höchstens dann, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlte. Vor allem im Bezug auf ihre männlichen Mitschüler. Ständig hatte Aynima das Gefühl, dass sie als Mädchen mehr leisten musste, wenn sie die gleiche Anerkennung erhalten wollte. Nur gut, dass sie das schaffte! Aynima war schon ein bisschen stolz darauf, dass sie zu den Besten gehörte und sich eben auch mal gegen Jungs durchsetzen konnte. Das gelang ihr schließlich endgültig in ihrem letzten Jahrgang, als sie zur Schulsprecherin ernannt wurde. Dabei war sie noch nicht der Meinung, dass die Jungs in Castelbruxo grundsätzlich furchtbar waren. Sie hatte sich schließlich sogar in einen von ihnen verliebt! Und das gerade noch in Jacó Oliveira, der vermutlich fast jede Schülerin hätte haben können, doch er wählte Aynima. In ihrer Naivität war sie sich sicher, dass er sie im Ganzen liebte, nicht nur ihr Aussehen oder ihre Beliebtheit. Sondern eben auch ihre Intelligenz und ihr Wunsch nach Gleichberechtigung. Wie sehr sie sich von dem ein Jahr älteren Jacó hatte täuschen lassen, sollte sie erst nach der Hochzeit erfahren. Zuerst aber verließ sie Castelbruxo mit ausgezeichneten Noten und vor allem dem Gefühl, in dieser Welt alles erreichen zu können.

ERSTE EHE . 1964-1967
Nach der Schulzeit begann Aynima eine Ausbildung im brasilianischen Ministerium für Magie. Sie hätte auch gerne bei ihrem Vater in Kanada gearbeitet, aber da die Verlobung mit Jacó bereits kurz vor ihrem Schulabschluss offiziell wurde, machte Brasilien einfach mehr Sinn. Aynima liebte die Ausbildung und malte sich ihre Zukunft schon in allen möglichen, schönen Farben aus. Die Hochzeit mit Jacó sollte ihren ganzen Plan auf den Kopf stellen. Zwar gestand er ihr anfangs zu, dass sie ihre Ausbildung weitermachte, aber schon bald machte er ihr klar, dass sie das nur so lange tun würde, bis sie ein Kind auf die Welt brachte. Aynima wollte das nicht wirklich wahrhaben, aber je länger die Ehe dauerte, desto mehr zeigte sich das dominante Wesen ihres Mannes. Jacó setzte sie sehr unter Druck, besonders mit einer erwünschten Schwangerschaft und der Rolle, die seine Frau dann in der Familie zu spielen haben würde. Außerdem duldete er keine Widerworte, besonders dann nicht, wenn Aynima Zweifel an seinem Beruf äußerte. Als ob sie bei so etwas mitentscheiden durfte! Das war für Jacó völlig absurd. Die Wucht, mit der diese Realität Aynima traf, betäubte sie eine ganze Weile lang, so dass die einst so rebellische junge Hexe ziemlich schweigsam wurde, bis sie dann tatsächlich schwanger wurde. Mit jeder Schwangerschaftswoche wuchs Aynimas Angst davor, dass dieses Kind ihre Zukunft dermaßen beschränken würde, dass sie nicht mehr sie selbst sein könnte. Kaum hielt sie Márcia dann aber im Sommer 1966 in ihren Armen, wusste sie, dass sie ihrer Tochter keinen Vorwurf machen konnte. Nein, sie würde kämpfen, wenn vielleicht auch nicht für ihre eigene Zukunft, aber wenigstens für die ihrer Tochter. Als Jacó dann nur wenige Monate darauf von einem seiner Kontrollgänge auf den familieneigenen Drogenfeldern nicht zurückkehrte, ahnte Aynima, dass ihr mit dem Verlust ihres Ehemanns eine neue Chance gegeben wurde.

ZWEITE EHE . 1968-1973
Oder wenigstens eine kleine Chance. Aynima brauchte nicht lange um zu begreifen, dass eine alleinerziehende Mutter Ende der 60er-Jahre nur bedingt auf eigene Freiheiten pochen konnte. Zwar zog ihre Mutter eine Weile bei ihr ein, damit sie ihre Ausbildung wenigstens beenden konnte. Aber ihre Eltern machten ihr klar, dass das keine dauerhafte Lösung sein konnte. Sie brauchte einen neuen Ehemann, fanden sie, und Aynima spürte, dass da etwas dran war. Sie hatte zwar absolut keinen Bedarf an einer weiteren Ehe, doch die Barrieren ohne Ehemann waren viel zu deutlich spürbar. So war sie vom Ministerium in Brasilien nach ihrer Ausbildung trotz exzellenter Noten nicht übernommen würden, sie müsse sich ja schließlich um ihr Baby kümmern, nicht wahr? Deshalb ließ Aynima zu, dass ihr Vater sie bei einem Empfang des kanadischen Ministeriums einem seiner besten Freunde vorstellte, der wiederum dasselbe mit seinem Sohn tat. Die Faszination, die Maximus Wilkinson für Aynima empfand, war allerdings einseitig. Dennoch zog sie diesen von sich so überzeugten Mann für sich in Betracht, denn es war offensichtlich, dass er ihr Türen im MACUSA öffnen könnte und würde. Das war eine Bedingung dafür, dass sie der Verlobung letztlich zustimme. Eine weitere war, dass er Márcia als seine Tochter annehmen musste, was er ebenfalls nach kurzem Zögern tat. Er besorgte für das kleine Mädchen eine Nanny und für seine neue Ehefrau einen Job in der Abteilung für internationale Beziehungen. Immerhin spricht Aynima neben Englisch auch noch Spanisch und Portugiesisch, das war sehr nützlich. Die junge Frau hätte lieber wieder in der Abteilung für Tierwesen gearbeitet, aber sie fügte sich, weil dort gerade keine Stelle frei war. Die Arbeit gefiel ihr und es war eine Freude, ihrer kleinen Tochter nach der Arbeit beim Aufwachsen zuzusehen. Der einzige Wermutstropfen war Maximus, was leider ein ziemlich großer Tropfen war. Vor allem sein Wunsch, unbedingt Kinder mit Aynima zu haben, machte ihr Sorgen. Er war zwar etwas aufgeschlossener als Jacó, aber dennoch fand er, dass Aynima mit ihrem Schreibtischjob zufrieden sein sollte. Sie würde ja doch wieder ausfallen, wenn sie erneut Mutter wurde, nicht wahr? Das ging natürlich gar nicht, weshalb sich die resolute Frau nach Alternativen umsah. Sie fand sie in einer Kräutermischung, die eine magische Apotheke unter dem Tisch verkaufte, und die eine Schwangerschaft verhinderte. So stieg sie langsam in ihrer Abteilung auf, während die Frustration ihres Gatten über ihre Kinderlosigkeit wuchs. Lag es etwa an ihm? Das konnte doch gar nicht sein, hielt er sich doch für einen potenten Hengst, wie viele Männer seiner Generation. Letztendlich war die Kinderlosigkeit der Grund dafür, dass die beiden sich auf eine Scheidung einigten. Das war Aynima nur recht. Ihre Tochter Márcia war damals acht Jahre alt und nicht mehr so klein, dass sie ihre Mutter ständig brauchte, was für diese hoffentlich mehr Möglichkeiten bedeutete. Aynima zog mit ihr nach New York und verfolgte ihre Karriere weiter, genoss aber auch die Momente zwischen Mutter und Tochter nach getaner Arbeit.

DRITTE EHE . 1975-1996
Wenn es nach Aynima gegangen wäre, hätten sie und Márcia das Leben gerne ohne Männer bestreiten können. Doch dann kam der Weihnachtsempfang des MACUSA im Jahre 1975. Dass Aynima am Tisch mit anderen Diplomaten saß, war keine Überraschung, der Leiter ihrer Abteilung hatte die so talentierte junge Frau bewusst für diese Aufgabe ausgewählt. Dass sie allerdings neben dem britischen Abgesandten saß, könnte man als Schicksal bezeichnen. Zum ersten Mal seit ihrer unguten Verliebtheit in Jacó spürte Aynima, dass dieser Mann sie fesselte – im positiven Sinne. Allerdings nicht nur durch sein Aussehen oder seiner Anzahl an Verehrerinnen, sondern durch sein Wesen. Könnte Finlay Macmillan tatsächlich ein Mann sein, der Frauen schätzte? Der Schotte blieb einige Monate in New York und traf sich immer öfter mit Aynima. Zuerst rein beruflich, doch bald schon lud er sie zum Mittagessen ein, dann auch zu einem Date am Abend. Aynima wusste nicht, wie ihr geschah, und sie stellte irgendwann fest, dass sie sich ernsthaft verliebt hatte. Finlay eröffnete ihr pünktlich zu ihrem 30. Geburtstag, dass sein Auftrag in den USA eigentlich längst erfüllt und er nur wegen ihr geblieben war. Als sie dann auch noch sah, wie wunderbar er mit Márcia umging, war ihr Widerstand endgültig gefallen. So zog Aynima im Herbst 1976 in das Anwesen in Montrose, in dem sie in den ersten zaghaften Anzeichen von Frühling ein Jahr später auch ihr Hochzeitfest feierten. Dank Finlays Beziehungen hatte Aynima den MACUSA gegen das britische Zaubereiministerium tauschen können, die Abteilung war gleich geblieben. Alles hätte so wunderbar sein können, wenn Finlay sich nicht ebenfalls Kindern gewünscht hätte. Er versprach ihr, dass er dafür sorgen würde, dass sie schnell wieder arbeiten könnte, sobald sie das wollte. Es fiel der erfolgreichen Magierin sehr schwer, diesem Mann etwas abzuschlagen, der so verständnisvoll war. Also gab sie nach und brachte 1978 die Zwillinge Ramsay und Rhonda zur Welt. Nach etwa einem halben Jahr nahm sie Finlay beim Wort und ging wieder zur Arbeit. Die kritischen Blicke vieler Kollegen und beinahe noch mehr Kolleginnen ignorierte sie mit einer sehr großen Selbstverständlichkeit, so dass diese bald aufhörten. Ihre Zwillinge vermisste sie hin und wieder, aber sie ging so sehr in ihrer Arbeit auf, dass sie ihre Entscheidung nie bereute. Márcia vermisste sie ohnehin mehr als Ramsay und Rhonda, denn sie war in Hogwarts eingeschult worden und nur noch in den Ferien zuhause. Die beiden unterhielten aber einen sehr regen Briefwechsel, nicht umsonst hatte Aynima ihrer Tochter eine Eule geschenkt.

Das Leben schien endlich so zu sein, wie es sollte. Den Schatten, den der Aufstieg Lord Voldemorts auf die britische Zauberwelt warf, konnte allerdings auch Aynima nicht ignorieren. Sie fühlte sich allerdings relativ unantastbar, war sie doch eine Reinblüterin. Es bereitete ihr nur deshalb etwas Sorge, da Finlay deutlich machte, dass er nichts von jeglichen reinblütigen Ambitionen hielt. An sich stimmte Aynima ihm zu. Aber was wäre, wenn es jener schwarzmagische Anführer doch schaffte, an die Macht zu gelangen? Würde ihr Gatte sich und damit möglicherweise auch ihr eine Karriere in der möglichen neuen Gesellschaft verbauen? Aynimas Hinweise in diese Richtung fand Finlay eindeutig irritierend. Bevor die beiden ernsthaft darüber streiten konnten, war der Dunkle Lord mit einem Mal verschwunden, besiegt von einem kleinen Kind. Das erleichterte Aynima, vielleicht aus den falschen Gründen, da sie dadurch ihr Leben weiterleben konnte wie gewohnt. Ramsay und Rhonda entwickelten sich weiterhin gut, auch wenn das Verhältnis zu ihrer Mutter eher distanziert blieb. Es war nicht so, dass Aynima sich nicht für sie interessierte, aber für ihre Karriere interessierte sie eben mehr. Natürlich freute sie sich, als die beiden im September 1989 nach Hogwarts kamen und sich dort gut einlebten und gute bis sehr gute Leistungen erbrachten. Allerdings freute sie sich nicht so sehr wie über die Leistungen ihrer älteren Tochter, die jene Schule bereits 1984 mit sehr guten Noten beendet hatte. Es gelang ihr nicht ganz, das vor den beiden jüngeren Kindern zu verbergen, aber abgesehen von ein paar pubertären Eskapaden musste sie sich deshalb kaum Vorwürfe anhören. So konnte sie sich weiterhin auf ihre Karriere konzentrieren. Anfang der 1990er wechselte sie schließlich die Abteilung, denn sie arbeitete immer noch in der gleichen wie ihr Ehemann, was Vor-, aber eben auch Nachteile bot. Besonders jetzt, da Aynima endlich in die Richtung einer Leitungsposition gehen wollte. Diese Möglichkeit bot sich, als die Stelle als stellvertretende Leiterin der Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe frei wurde. Aynimas Ruf eilte ihr im positiven Sinne voraus und sie gewann das Rennen um diese Stelle haushoch.

Vielleicht auch deshalb, weil der aktuelle Leiter nicht nur von ihren beruflichen Fähigkeiten angetan war. Sie hatte sich nicht gescheut, ihm auch in dieser Hinsicht Hoffnungen zu machen, die sie später auch tatsächlich erfüllte. Schließlich war ihr Chef nicht mehr weit entfernt von der Rente, die wenigen Jahre musste sie nutzen, um sich in die richtige Position für seine Nachfolge zu bringen. Eine Affäre erschien ihr dafür als ganz passables Mittel. Finlay war sie ohnehin nie ganz treu gewesen, gerade im Bereich der internationalen Beziehungen waren gewisse überzeugende Argumente hin und wieder hilfreich gewesen, um das ein oder andere Abkommen zu schließen. Ihr schlechtes Gewissen hielt sich in Grenzen. Sie würde damit aufhören, sobald eine wirkliche Gleichberechtigung eingetreten wäre, die ein solches Vorgehen obsolet machen würde, die sie aber noch nicht für gegeben hielt. Nicht einmal Finlay, den sie als so modernen Mann empfunden hatte, schien in dieser Hinsicht perfekt. Als sie ihm eröffnete, dass sie beabsichtigte, die Leitungsposition ihrer aktuellen Abteilung zu übernehmen, reagierte er anders als erwartet. Wieso das denn gerade jetzt sein müsse, in diesen Zeiten, die so ungewiss waren. Gerade erst waren eine Menge Todesser aus Askaban ausgebrochen und ein Anschlag auf Hogsmeade verübt wurden. Aynima sah zwischen ihrer Karriere und diesen Ereignisse keine Verbindung und sie lachte darüber, als Finlay seine Sorgen darüber anmeldete, wie man im schlimmsten Fall, also einem Wiederaufstieg Voldemorts, mit Personen in hohen Ämter umgehen würde. Aynima ließ das nicht gelten, denn sie war sich schon damals sicher, dass sie auch in einer solchen Welt das Beste für sich herausholen würde. Die permanent wachsende Skepsis ihres Ehemannes ging ihr immer mehr auf die Nerven. Sicherlich machte sie sich auch in einem gewissen Rahmen Sorgen, als sich die Lage verschlechterte. Nicht zuletzt beim Angriff auf den Hogwarts-Express im Juli 1996, in dem die Zwillinge gesessen hatten und glücklicherweise mit dem Schrecken davongekommen waren. Doch sie trat trotzdem die Nachfolge ihres Chefs als Abteilungsleiterin an, als dieser im August 1996 in den Ruhestand ging. Ihr Ehemann war bis zum Schluss dagegen gewesen, was Aynima sehr geärgert hatte, da er seine Meinung auch innerhalb des Ministeriums verbreitet hatte. Das hätte beinahe noch verhindert, dass sie den Posten bekam, denn Finlays Meinung zählte etwas. Aynima ertrug das nicht mehr, vermutlich auch aufgrund der Enttäuschung über ihn. Gerade er, der ihr doch immer das Gefühl gegeben hatte, er würde ihr völlig freie Hand lassen. Im Frühsommer, kurz vor ihrer Beförderung, hatte sie deshalb vorsichtig Kontakt zu wenig anständige Kreise aufgenommen und letztlich jemanden gefunden, der bereit war, ihren Gatten zu beseitigen. Denn Aynima war der Meinung, dass es nicht anders ging. Würde sie sich scheiden lassen, wäre ihre gesellschaftliche Position definitiv geschwächt, das konnte sie nicht riskieren. Ihr Kontakt informierte sie über einen anstehenden Angriff auf das St. Mungo’s und Aynima beschloss, dass das die beste Gelegenheit wäre. Schließlich lag dort gerade eine Großtante Finlays zur Behandlung eines recht harmlosen Murtlap-Bisses. Finlay hatte sie ohnehin längst besuchen wollen, so dass er einen dezenten Hinweis seiner Gattin bereitwillig aufnahm und an jenem verhängnisvollen 22. August 1996 im St. Mungo’s war und dort, so schien es, im Chaos des Angriffs ermordet wurde.

UND JETZT?
Aynimas Trauer war nicht vollständig gespielt, denn tatsächlich vermisste sie Finlay nach dessen Ermordung mehr, als sie gedacht hätte. Er war doch fast zwanzig lang ihr treuer Begleiter gewesen, während sie alles andere als treu gewesen war. Der einzige gleichaltrige Mann, den sie je zu schätzen gelernt hatte. Doch Aynima zwang sich dazu, nur nach außen hin Trauer zu tragen und sich selbst innerlich gegen dieses Gefühl zu wehren. Sie nahm zwar einen Monat Auszeit von ihrem Job, um sich vor allem um die Zwillinge zu kümmern, aber sie wartete ungeduldig auf den letzten Tag dieser erzwungenen beschäftigungsfreien Zeit. Seitdem hat sie sich in ihrer Leitungsposition etabliert. Gerade in der aktuellen Zeit, in der sie sich geschickt durch die nicht ganz einfachen politischen Wirren manövriert und es bisher geschafft hat, als neutral zu gelten. Natürlich reagierte sie jeweils mit der erforderlichen Bestürztheit über Attentate und Morde, alles andere wäre nicht angebracht gewesen, besonders bei der Beseitigung des damaligen Zaubereiministers. Dennoch hat sie sich bereits längst diskret über den Blutstatus ihrer Angestellten informiert und wird nicht zögern, nötige Konsequenzen zu ziehen, wenn dies nötig sein wird. Wenn die Todesser dieses Mal die Macht übernehmen würden, dann wäre es eben so. Eine Opportunistin wie Aynima Macmillan würde ihren Platz schon finden, dessen ist sie sich sicher. Am liebsten würde sie das alleine schaffen, denn ihre Kinder sind alle erwachsen und somit ist sie in dieser Hinsicht frei. Aber eine Ehe kann auch ein gesellschaftliches oder gar politisches Statement sein. Da sich der Wind gerade dreht, wäre es mit Sicherheit angebracht, dass sie auch ihr Fähnchen danach ausrichtet. Ein Gatte aus den Kreisen, die gerade nach der Macht greifen, erscheint ihr durchaus sinnvoll. In den sauren Apfel würde sie eben beißen, wenn es dazu dienen würde, ihre Position zu halten. Oder vielleicht sogar noch auszubauen? Ewig sollte sie damit auch nicht warten, denn sie hat das Gefühl, als würde ihre Schönheit mit jedem Tag mehr verblassen. Und Aynima macht sich keine Illusion: ohne ihr Äußeres wäre die Suche nach einem neuen Ehemann sehr viel schwieriger.


PASSING ON? nein
AVATAR Catherine Zeta-Jones
ANOTHERSteffy hat‘s gesehen!


Gehe zu: