Welcome

⌊ Est. 2011 ⌉ Willkomen im New Golden Days, ehemals bekannt als Those Golden Days. Wir nutzen historisch die Grundlage des HP-Fandoms, haben uns bewusst von der offiziellen Erzählung und deren diskriminierenden Grundhaltungen gelöst. Das Setting spielt 1997 in einer von Krieg, Chaos und Rebellion zerrütteten magischen Gesellschaft, die um Stabilität kämpft.
discord

Erste Schritte

Wir empfehlen den Leitfaden zu lesen. Darin haben wir alle Dinge notiert, die du für den Einstieg benötigst. Schau gerne in die Gesuche oder besuch uns doch gleich im Discord und lass dir von uns einen Charakter andrehen.


Lorna A. Rosier
oh babe bitte sag mir nur wieso


29.03.2022, 20:26 |
#1



ADULT
HUFFLEPUFF
25 Jahre
REINBLÜTER
Lorna A. Rosier
some basic facts
Ich heiße Lorna Altheda Rosier und entstamme damit einer bekannten Reinblut Familie. Tatsächlich lege ich darauf aber nicht so viel Wert und sehe mich weder auf der einen, noch auf der anderen Seite in diesem Krieg, man könnte mich als als neutral bezeichnen. Ich wurde am 19.07.1972 geboren und bin daher dem Sternzeichen Krebs zuzuordnen. Man schreibt ihnen Häuslichkeit, Emotionalität und Drang nach Geborgenheit zu, was wohl besser auf mich zutrifft als ich zugeben möchte. Doch da ich auch nah dem Sternzeichen Löwe geboren bin, sind vielleicht ab und zu zarte Spuren von ihm in mir zu finden. Ich habe von 1983-1990 Hogwarts besucht und wurde dem Haus Hufflepuff zugeteilt. Ich habe meine UTZ mit akzeptablen Noten abgelegt und wohnen nun in einer WG in London. Derzeit habe ich mehrere kleine Jobs, zum Beispiel arbeite ich ein paar Tage der Woche in einem kleinen magischen Cafe als Kellnerin und manchmal als Barkeeperin.


Zauberstab 9 1/2", Birnbaumholz, Einhornhaar, elastisch Patronus Kolibri (manchmal leicht vernebelt) - dabei denke ich an schönen Sommerabend mit meinen Freundinnen und meinem Ex-Freund Spiegel Nehergeb Erfolg im Leben und eine liebende Familie Dementor die große Enttäuschung meiner Eltern Irrwicht mit einer unheilbaren Krankheit nach St.-Mungos zu kommen AmortentiaRosé, Kirsche, Vanille, frisch gemähtes Gras Haustier ein kleiner getigerter Kater namens "Popples"
hast du die Schuhe noch an?
Spür' den Sand unter den Füßen, lass dich los Und nimm meine Hand
haus: Hufflepuff


VgddK » ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN
Verwandlung » ANNEHMBAR
ZAUBERKUNST » OHNEGLEICHEN
ZAUBERTRÄNKE » ANNEHMBAR
WAHRSAGEN » ANNEHMBAR

my inside
Ich würde mich als kreativen Menschen bezeichnen, fantasievoll und detailverliebt - Eigenschaften die sowohl negativ als auch positiv wiegen. Ich fühle mich von Vielem inspiriert und liebe es Dinge auf mich wirken zu lassen und sie wie ein Schwamm aufzusaugen. Doch ich habe oft das Gefühl die Welt ein wenig anders wahrzunehmen als meine Mitmenschen. Meine Mutter nannte mich immer eine Träumerin und ich denke bis zu einem gewissen Punkt stimmt das auch. Das führt leider dazu, dass ich lieber meinen Ideen hinterher hängen als mich mit den aktuellen Problemen zu befassen. Ich bin ziemlich unordentlich und neige dazu Dinge auf die lange Bank zu schieben. Dabei quält mich eine Art Selbsthass, denn ich möchte das eigentlich nicht und weiß selbst, wie viele zusätzliche Probleme ich mir damit schaffe und doch komm ich gegen mein Inneres nicht an. Dazu kommt, dass ich mich sehr schwer damit tue Entscheidungen zu treffen, vielleicht aufgrund meines flatterhaften Wesens? Ich will so vieles und doch nichts davon richtig und stehe mir damit irgendwie selbst im Weg. Das ist vermutlich auch der Grund, warum ich es bisher im Leben noch zu nichts gebracht habe. Ich mag mein Leben und bin eigentlich zufrieden, aber so richtig glücklich fühle ich mich nicht. Oft plagen mich Selbstzweifel, was vielleicht auch von meiner Familie rührt, die nie großes Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten hatte. Doch das ist der Preis, den ich zahlen muss für meine Freiheit.
Es gibt immer wieder Phasen in meinem Leben, in denen ich trübsinnig bin und nichts Gutes darin sehen kann, doch ich weiß sie zu überspielen und bisher haben mich meine Freunde immer aus diesem Loch holen können. Freunde sind mir sehr wichtig, denn ich brauche den Kontakt und die Gespräche weil ich sehr kommunikativ bin. Ich liebe es gemeinsam etwas zu unternehmen, zu lachen und einen heiteren, unbeschwerten Tag zu verbringen. Ich bin sehr einfühlsam und habe immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer, doch bin ich gleichzeitig auch sehr sensibel, sodass mir vieles sehr nahe geht, auch wenn ich das nicht unbedingt zugeben möchte. Manchmal halte ich meine Gefühle zurück, weil ich andere damit nicht belasten möchte und lasse sie erst ausbrechen, wenn ich allein bin. Obwohl ich mutig in neue Situationen gehe, ist in mir immer eine gewisse Angst verborgen. Ich fürchte mich davor zu versagen und einer Situation nicht gewachsen zu sein, dabei ist diese Sorge meist unbegründet. Dennoch wohnen in mir viele Ängste, gerade auch weil mein Leben nicht sehr beständig ist und ich selbst nicht weiß, wie ich es in eine sichere Bahn lenken kann. Ich hätte einen leichten Lebensweg wählen können und habe es dennoch nicht getan, weil ich auf mein Herz höre und das sagt, dass ich den umständlichen Weg gehen muss. Doch wenn es der Weg zu meinem Glück ist, dann muss ich wohl alles aushalten können. Mein innigster Wunsch wäre es einen Freund zu finden, mit dem ich eine Familie gründen kann, doch ich versuche nicht aktiv nach jemandem zu suchen, denn ich glaube daran, dass man niemanden zwanghaft finden kann. Und wer weiß schon ob das Schicksal das überhaupt für mich vorgesehen hat?


what i like
## REISGERICHTE ## LANGE IM BETT LIEGEN ## SONNENBLUMEN ## ZEICHNEN ## TANZEN ## TEE ## KLEIDUNG ## SCHAUMBÄDER ## BUNTE FARBEN ## MUSIK ## TOMATEN ## SONNENSCHEIN ## GESELLIGE ABENDE

what i dislike
## SCHLECHTES WETTER ## WESPEN ## FLEISCH ## AUFRÄUMEN ## FRÜH AUFSTEHEN ## WARTEN ## CHAOS ## SONNENBRAND ## SCHLUCKAUF ## BÜROARBEIT ## UNENTSCHLOSSENHEIT ## ROSENKOHL


my relatives
father: AZARIAH ROSIER // 76 Jahre
Mein Vater und ich hatten immer ein...schwieriges Verhältnis, wenn man es denn überhaupt als eines bezeichnen konnte. Als 'dritte Enttäuschung' in seinem Leben schrieb er mir keinen großen Stellenwert zu und das bisschen schwand dann, als ich nach Hufflepuff zugeteilt wurde, abgesehen davon, dass er mit meinem Charakter einfach nicht klar kam und wenig Verständnis für mich aufbringen konnte. Er arbeitete früher im Zaubereiministerium und war als Vertreter der Reinblutideologie ein bekennender Todesser. Er verstarb im letzten Jahr in St.-Mungos-Hospital, wohl an den Folgen eines Anschlags.
mother: BETHANY ROSIER née Selwyn // 55 Jahre
Meine viel jüngere Mutter wurde bereits in jungen Jahren mit meinem Vater verheiratet. Auch sie stammt aus einer alten Reinblutfamilie und wurde dementsprechend erzogen - eine Erziehung, die sie auch an uns weitergab. Das Verhältnis zwischen ihr und Vater war immer angespannt und leider auch das zu mir. Ebenso wie er, war sie bitter enttäuscht, dass ich aus der Art schlug. Ich wünsche mir oft, dass ich in einer wärmeren und liebevolleren Kindheit aufgewachsen wäre, aber man kann sich seine Eltern eben nicht aussuchen. Obwohl ich immer angenommen habe, dass sie nicht so viel für ihren Mann übrig hatte, hat sein Tod sie ziemlich aus der Bahn geworfen. Ihr gescheiterter Selbstmordversuch brachte sie schließlich ebenfalls als Langzeitpatientin nach St.-Mungos.

sister: AZALEE ROSIER // 31 Jahre
Ich kann meine älteste Schwester nicht ausstehen. Sie ist arrogant und hält sich für etwas Besonderes, weil sie die Erstgeborene ist und auch noch Liebling unserer Mutter. Die Ähnlichkeit zu ihr ist gewaltig, sowohl in Aussehen als auch in ihrer Art. Sie arbeitet als Künstlerin und hat sich ihr Leben schön von unseren Eltern finanzieren lassen. Wir haben keinen Kontakt wenn wir nicht müssen.

sister: CERYS ROSIER // 29 Jahre
Cerys steht Azalee in nichts nach. Ich bin überzeugt, dass sie ein haariges Herz besitzt, denn wirklich nichts scheint sie zu berühren. Wir könnten charakterlich nicht gegensätzlicher sein. Sie arbeitet in der Mysteriumsabteilung und ist somit in die Fußstapfen unseres Vaters getreten. Sie ist eine Streberin, hat in Hogwarts jede Prüfung mit Bestnote abgelegt und scheint alles besser zu wissen - ich bin froh, wenn ich sie nicht sehen muss.



my history
1972 - die ersten jahre
Im heißesten Sommer wurde ich als 3. Tochter der Familie Rosier geboren. 'Noch eine Tochter...' muss sich mein Vater gedacht haben und vielleicht auch meine Mutter. Natürlich war der Bedarf an Töchter längst gedeckt und man hatte eigentlich auf einen Erben und Stammhalter der Familie gehofft. Zu dieser Zeit kam ich noch gut mit meinen Schwestern aus und wir spielten viel miteinander. Zuviel Schabernack durften wir uns aber nicht erlauben, denn zuhause herrschte ein harscher Ton. Meine Mutter erzog uns so, wie sie selbst erzogen worden war und es wurden keine Verfehlungen geduldet. Ich kann mich leider nur zu gut an diverse Bestrafungen erinnern und es erbost mich jedes Mal, wenn ich mir die Szenen in Erinnerung rufe. Wir bekamen Unterricht von einem Hauslehrer, der uns allerhand Dinge beibrachte. Natürlich in erster Linie Lesen und Schreiben, aber auch solche Dinge, wie man eine gute Ehe- und Hausfrau wird. Das war wohl meinen konservativen Eltern geschuldet - es wundert mich heute noch, dass sie uns nicht auch gleich noch nach der Schule verheiratet haben. Meine erste magische Begabung zeigte ich übrigens erst sehr spät, es war erst kurz bevor ich meinen 7. Geburtstag feierte: ich sah einen Vogel auf unsere gut geputzten Fenster zu fliegen und aus Angst, er könne dagegen prallen, wie bereits andere vor ihm, ließ ich kurzerhand die Scheibe verschwinden und er landete neben mir im Zimmer. Die Aufregung danach war natürlich groß. Panisch versuchte der Vogel wieder aus dem Haus zu kommen, während er sich immer tiefer hinein verirrte - den Ärger danach brauch ich wohl nicht zu erwähnen.

1983 - Einschulung
Hogwarts würde mein erstes großes Abenteuer werden, denn andere Zaubererkinder hatte ich bisher nur spärlich kennen gelernt, da unsere Eltern viele als nicht geeigneten Kontakt sahen. Ich war furchtbar aufgeregt, als die Eule mit dem Brief zu uns kam und meine Eltern waren wohl in gewisser Weise beruhigt, weil sie vielleicht befürchtet hatten, ich wäre eine Squib, da ich bisher nur wenig Anzeichen von Magie gezeigt hatte.
Der sprechende Hut teilte mich tatsächlich dem Hause Hufflepuff zu - was mich natürlich unglaublich freute, da ich mich im Zug bereits mit einigen Erstklässlern angefreundet hatte, die ebenfalls in dieses Haus gekommen waren. Aber ich kann mir die Enttäuschung meiner Eltern bildlich vorstellen, als sie in meinem ersten Brief nach Hause davon lesen mussten. Vorerst war ich die größte Schande der Rosiers. Zu meinem Glück bekam ich davon fast nichts mit, denn meine Eltern waren weit weg.

1990 - Schulabschluss
Meine Jahre in Hogwarts waren wohl ruhig verlaufen. In den Ferien während des Schuljahrs vermied ich es nach Hause zu fahren, denn ich fühlte mich in Hogwarts wohler und hatte kein Problem damit mich von meiner Familie zu entfremden. Ich hatte mich nicht als die fleißigste und begabteste Schülerin gezeigt, aber ich war mit meinen Leistungen zufrieden und da ich für meine Eltern ohnehin eine Enttäuschung war, konnten da auch ein paar Noten nichts mehr daran ändern.
Meine UTZ bestand ich mehr oder weniger gut und wehmütig verließ ich Hogwarts, denn das bedeutete nun für mich wieder dauerhaft zuhause wohnen zu müssen. Ich stand nun vor der großen Frage, was ich beruflich werden sollte - eine Frage, die mich schon während Hogwarts gequält hatte und auf die ich bisher noch keine Antwort gefunden hatte. Vieles interessierte mich, aber gleichzeitig auch nicht genug um eine Ausbildung in diese Richtung machen zu wollen. Vater schlug vor, dass ich mich im Ministerium bewarb, irgendwelche einfachen Schreibkräfte wurden immer gebraucht. Ich hatte ein ganzes Bündel Broschüren zuhause mit Informationen über verschiedene Berufsbilder und doch konnte ich mich zu keiner Entscheidung durchringen. Meiner Mutter schien es nicht zu gefallen, dass ich nun wieder im Haus war und sie drängte mich zu einer Entscheidung. Am liebsten hätte sie gesehen, wie ich einen Zauberer heiratete und reinblütige Kinder gebar, damit ich wenigstens irgendetwas zur Zauberergemeinschaft beitrug. Aber den Gefallen tat ich ihr nicht, zumal es an Bewerbern mangelte.
Und da ich mich nicht für einen Job entscheiden konnte, tat das mein Vater, indem er mir eines Tages offenbarte, er habe mit 'Hamish von der Tierwesenbehörde' gesprochen und er könnte mich probeweise für Berichte benötigen. Höchst widerwillig trat ich meine neue Praktikumsstelle an. Ich konnte mir keinen langweiligeren Job vorstellen. Die meiste Zeit war ich damit beschäftigt Hamish einen Kaffee zu bringen oder ihm irgendwelche Akten zu holen, die er dann meist nicht bearbeitete weil er mit den Kollegen am Quatschen war und dann doch der Tag schon wieder vorbei.

1991 - ein trostloses Jahr
Ich mochte meine Stelle im Zaubereiministerium nicht besonders. Ich war inzwischen sogar befördert worden - uuuh - denn ich durfte nun die Akten, die ich holte auch noch selbst mit Inhalt befüllen, wofür ich meist kleine Schmierzettel mit unleserlichen Stichworten bekam und mir dazu dann etwas ausdenken durfte. Mein absoluter Traumjob - nicht. Zumindest holte inzwischen jemand anderes Kaffee für Hamish. Ich kehrte jeden Tag niedergeschlagen und gefrustet nach Hause und schließlich war es wieder mein Vater, der die Familienbeziehungen spielen ließ und über eine nahe Verwandte einen Platz in der Vergiss-Mich-Zentrale für mich ergattern konnte. Tatsächlich rechne ich ihm das bis heute hoch an, denn mein Leben änderte sich dadurch schlagartig. Durch meine Tante an meiner Seite, bekam ich zumindest eine gewisse Wertschätzung für meine Arbeit, auch wenn sie genauso langweilig war wie in der anderen Abteilung. Aber ich hatte zumindest nicht mehr durchgehend das Gefühl alles falsch zu machen und unnütz zu sein.

1992 - endlich weg von daheim
Ich hatte angenommen, dass mein Vater stolz auf mich wäre, denn immerhin war ich nun auch im Ministerium und hatte ja bereits einen kleinen Sprung auf der Karriereleiter geschafft. Aber im Vergleich meinen Schwestern war ich noch meilenweit von einer guten und angesehenen Anstellung entfernt und ich denke er sah es mehr als Demütigung, dass ich immer noch nicht höher aufgestiegen war. Natürlich hätte er dafür sorgen können, denn die Position und die Verwandtschaft zu entsprechenden Positionen waren gegeben. Doch er tat es nicht und vielleicht gerade, weil er wusste, dass es vergebene Mühe war.
Jeden Abend kam ich gefrustet nach Hause. Zumindest hatte ich mir ein wenig angespart und träumte davon möglichst bald ausziehen zu können, denn im Haus meiner Eltern wollte ich auf keinen Fall bleiben. Leider bin ich ein Mensch, der viele Dinge lange hinauszögert und nicht in die Gänge kommt, obwohl ich es mir in meiner Fantasie so oft ausmale. Es kostete mich wirklich große Überwindung die Suche nach einer neuen Bleibe zu beginnen und tatsächlich fand ich mehr über Glück eine WG in London von zwei jungen Hexen, die nach einer dritten Zimmergenossin suchten und das auch noch für den kleinen Preis. Mit Gleichgültigkeit nahmen meine Eltern die Neuigkeit zur Kenntnis und es wurde mich sogar beim Auszug geholfen. Und so verließ ich kurz vor Jahreswechsel endlich mein Nest.
1993 - Zeit für Veränderung
Meine neuen Mitbewohner Nisha und Galatea machten beide eine Ausbildung zur Heilerin und ich freundete mich sehr schnell mit ihnen an. Tatsächlich lernte ich durch sie eine ganz neue Welt kennen, denn ich kannte ja bisher nur die Welt meiner Familie und Hogwarts und das sind wohl beides Welten, die mit der Realität nur wenig zu tun haben. Ich machte viele neue Bekanntschaften, denn eigentlich war jeden Abend mindestens ein Gast bei uns und wir kochten zusammen und irgendwie fand ich wieder eine gewisse Lebensfreude in mir. Ich fasste schließlich den Entschluss die Stelle im Ministerium zu kündigen, denn ich wollte mich nicht weiter demütigen lassen und Galatea unterstützte mich darin sehr. Auf finanzielle Unterstützung seitens der Familie wagte ich ohnehin nicht zu hoffen, denn eigentlich hielt ich nur richtigen Kontakt zu Abigail und Damon und sah die anderen nur zu größeren Anlässen wie Weihnachten und Geburtstage. Leider füllt sich ein Konto nicht von selbst und ich musste mir eine Alternative suchen. Natürlich ließ ich es wieder schleifen und lebte weiter von meinem Ersparten. Über einen Bekannten bekam ich einen Gelegenheitsjob in einer Londoner Bar. Meist wenn jemand ausfiel wurde mir eine Eule geschickt und ich musste dann spontan zur Arbeit. Eigentlich gefiel mir das ganz gut. Ich mochte den Kontakt zu den Leuten und fand auch meine Kollegen sehr entspannt. Allerdings brachte das auch nur einen schmalen Taler in die Kasse. Bei diesem Job lernte ich auch meinen ersten richtigen Freund kennen. Edward Cecill, ein junger gut-aussehender Zauberer mit dunklem Haar. Er arbeitete auch an der Bar und wir kamen uns schnell näher und tatsächlich waren wir ein richtiges Paar. Natürlich hatte ich während der Schulzeit auch schon einen 'Freund' gehabt - doch seien wir mal ehrlich: das war auch nur rumknutschen und Händchen halten und hatte mit einer Beziehung nur bedingt etwas zu tun.

1994 - ein neuer Job
Erspartes hält leider nicht ewig. Bis in den Sommer war ich zuhause und tat den lieben langen Tag, was mir gefiel. Doch es hätte mir natürlich besser gefallen, wenn ich ein paar Galleonen in der Tasche gehabt hätte. Mit der Miete stand ich leider auch schon ein paar Monate zurück und Galatea drängte mich regelrecht mir etwas zu suchen, denn sie wollte mich ungern aus der WG werfen müssen. Ed war ebenfalls hilfreich und sammelte überall Stellenangebote, machte mir tausend Vorschläge, doch ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden. Doch das musste ich, wenn ich nicht auf der Straße landen wollte!
Also musste ich wohl oder übel meinen Schweinehund überwinden. Bei Flourish & Blotts suchte man nach Verkäufern, wie im Schaufenster zu lesen war und so sprach ich dort vor. Ich wurde eingelernt und ich stand nun an zwei Tagen in der Woche im Laden und half Kunden das richtige Buch zu finden, was deutlich schwieriger ist, wenn man die ganzen Inhalte nicht kennt. Die meiste Zeit musste ich ohnehin nur kassieren. Schlimm war eigentlich nur, als alle Schüler ihre Bücherlisten bekamen und die Kunden unseren Laden regelrecht überrannten. Der wenige Lohn reichte gerade aus um die aktuelle Miete zu zahlen, aber leider blieb dabei nichts für den nächsten Monat übrig und ich hatte bei meinen beiden Freundinnen ja immer noch Schulden. Und so begann ich an zwei weiteren Tagen in Rosa Lee Teabag tatsächlich Tee zu verkaufen. Ich selbst mag Tee sehr gerne und obwohl man es wohl nicht erwarten würde, hatte ich immer viel zu tun, denn auch sehr viele Magier sind verrückt nach Tee und können nicht ohne ihre Lieblingssorte. Der Job wäre eigentlich in Ordnung gewesen, wäre nicht die Besitzerin des Ladens, eine ältere Dame, eine sehr anstrengende Person gewesen, aber wenigstens füllte das erstmal meine Kasse.

1995 - ein weiteres Jahr auf der Suche
Obwohl ich das Geld aus dem Teeladen eigentlich brauchte, brachte ich im Frühjahr meine Kündigung vor, weil ich mit so viel Missmut zur Arbeit erschien, dass wohl auch die Besitzerin ganz froh darüber war, dass ich ging. Kurzerhand sprach ich bei Twilfitt und Tattings vor, einem Bekleidungsgeschäft in der Winkelgasse. Immerhin fand ich Kleidung immer schon interessant und konnte mir durchaus vorstellen hier länger zu arbeiten. Der Besitzer stellte mich auf Probe an und so arbeitete ich bis zum Sommer hier als Praktikant für niedrigen Lohn aber mit mehr Lust und Laune im Teegeschäft.
Und gerade als es in meinem Leben ein wenig besser lief, ging es liebestechnisch den Bach hinunter. Ed und ich stritten uns immer wieder und er kam immer seltener vorbei, bis er mir schließlich sagte, dass er keinen Sinn mehr in unserer Beziehung sähe. Ich war am Boden zerstört, denn ich hatte die Hoffnung, dass mit etwas Arbeit die Beziehung auch zu retten sei, aber er wollte dem keine Chance geben. Meine Resignation schlug sich auf die Arbeit nieder und so wurde ich leider bei Twilfitt nicht übernommen. Doch ich brauchte einen Job, Flourish konnte mich nicht mehr als zwei Tage brauchen und mein Gelegenheitsjob bei der Bar schlug leider auch nicht in etwas regelmäßigeres um. Und so fand ich in einem kleinen magischen Cafe in London eine Anstellung. Die Besitzerin war sehr freundlich und als ich ihr meine Lage schilderte brachte sie mir viel Verständnis entgegen und ich denke das half mir Ed ein bisschen schneller zu überwinden. Tatsächlich fand ich es hier unheimlich nett und obwohl ich sicher nicht reich wurde mit dem Geld, reichte es durchaus meine Kosten zu decken.
Und in diesem Jahr kehrte auch Der-dessen-Namen-nicht-genannt-werden-darf zurück. Ich hörte diese Nachricht mit gemischten Gefühlen. Da mein Vater ein Todesser war, nahm unsere Familie automatisch eine gewisse Stellung ein und ich war mir nicht sicher, ob ich dies unterstützen konnte. Eigentlich wollte ich mich damit gar nicht auseinandersetzen. Ich wollte nicht, dass Leid zugefügt wurde, weder auf der einen noch auf der anderen Seite und hatte stets die Hoffnung, dass sich der Konflikt wieder fangen würde.

1996 - Attentat
Im März heiratete ein entfernter Cousin von mir - eine weitere Familienfeier, die ich doch so sehr hasste. Und gewiss wäre es mir nicht groß in Erinnerung geblieben, wären nicht bis heute diese Schreie in meinem Gedächtnis verankert, die unsere halbwegs gute Stimmung unterbach. Ich brauchte einige Zeit bis ich verstand, was geschehen war: mein Vater hatte offensichtlich Gift zu sich genommen und wurde in kritischem Zustand ins St.-Mungo-Hospital gebracht. Wer und warum? Ich hatte zu meinem Vater nie ein gutes Verhältnis gehabt und doch fühlte ich einen Schmerz in mir, denn er war nun einmal immer noch mein Vater. Gleichzeitig schlich sich Angst in mein Herz, denn ich hatte die Familie Rosier immer in Sicherheit gewähnt und wäre nicht einmal im Traum auf die Idee gekommen, dass so etwas geschehen könnte. War diese Tat dem Widerstand zuzuschreiben, die gezielt gegen meinen Vater als Todesser vorgingen? Er blieb im Krankenhaus, nicht ansprechbar und mit dem Leben am seidenen Faden. Ich besuchte ihn nur selten, denn Krankenhäuser machen mir Angst und an seinem Zustand änderte das ja ohnehin nichts. Wie durch ein Wunder überlebte er den Anschlag auf das Krankenhaus im Sommer. Ich bin kein Mensch, der sich für Politik, Tagesgeschehen und ähnliches interessiert, aber die Meldungen überschlugen sich ja regelmäßig und ich merke die veränderte Stimmung der Kundschaft.
Kurz vor Weihnachten starb mein Vater. Es kam nicht überraschend, ich war darauf eingestellt und da ich nie eine sonderlich enge Beziehung zu ihm gehabt hatte, währte meine Trauer nur kurz.

1997 - Verlust und eine neue Zukunft
Allen Rosiers ging der Verlust des Familienoberhaupts nahe, manchen mehr, manchen weniger. Und erreichte mich die Nachricht, dass meine Mutter versucht hatte sich das Leben zu nehmen und nun ebenfalls in St. Mungos eingeliefert wurde. Sie wurde als Langzeitpatientin aufgenommen, ich besuchte sie nur einmal kurz. Durch Nisha, die auf der Station arbeitete würde ich schon mitbekommen, wenn eine Veränderung eintrat und ich war mir nicht einmal sicher, ob meine Mutter mich besucht hätte, wäre ich an ihrer Stelle dort gelegen.
Und leider fiel ich in mein erstes richtiges Loch. Ich war antriebslos und schaffte es nicht einmal mehr zur Arbeit, sodass ich irgendwann eine Kündigungseule von Flourish & Blotts erhielt. Doch nicht einmal das berührte mich. Galatea war es schließlich, die mich aus meiner Lethargie reißen konnte und mir wieder eine gewisse Freude brachte, indem wir viel unternahmen. Ich bereute es, dass ich meinen Job im Buchladen verloren hatte, aber traute mich auch nicht noch einmal dort vorzusprechen und so hatte ich erstmal nur noch meinen Job im Cafe.

Durch Zufall traf ich einen alten Bekannten, mit dem ich bei meinem Gelegenheits-Bar-Job oft gearbeitet hatte. Nach einem längeren Gespräch meinte er, er würde einen Ort kennen, der einen Job an der Bar frei hätte. Und insgeheim freute mich das, weil ich gerne in der Bar gearbeitet hatte. Er machte ein großes Geheimnis daraus und ich ahnte ja nicht, wo die Bar tatsächlich lag. Der 'Fightclub' war definitiv eine Welt, die außerhalb meiner bisherigen lag und auch wenn ich anfangs ein wenig verschüchtert war, so fand ich mir hier schnell zurecht. Die Besitzerin war sehr freundlich und ihre Familie der meinen bekannt, was mir vielleicht sogar zur Abwechslung mal einen kleinen Bonus einbrachte. Und so durfte ich hier anfangen, zwar auch erst einmal probeweise doch diesmal hatte ich ein gutes Gefühl! Die Zauberer, waren mir in ihrer Art so fremd, dass es meine Neugier weckte. Meine Familie hatte immer Abstand zu dieser Gesellschaftsschicht gehalten, sie sogar als Abschaum bezeichnet und ich lernte für mich, dass sie einfach in ihrem Leben mit weniger Glück gesegnet waren.
Die Arbeit an der Bar gefiel mir sehr und ich hoffte dort etwas öfters arbeiten zu können, als bei meinem anderen Barjob, denn dort wurde ich nur noch sehr selten eingesetzt. Von den Fightclubbesuchern erfuhr ich viele Dinge, die durch neue Gesetze des Zaubereiministeriums in Kraft getreten waren und gerade Gruppen von Minderheiten das Leben schwer machte. Früher hatte ich mir nie Gedanken darum gemacht, vermutlich auch weil mir diese Welt immer verborgen geblieben war. Aber durch meinen Job kam ich nun in Kontakt mit Menschen, die am Existenzminimum lebten oder Werwölfe waren. Ich erzählte niemandem, in welcher Bar genau ich arbeitete und machte immer vage Andeutungen, selbst Abigail nicht. Ich weiß nicht warum, vielleicht habe ich Angst verurteilt zu werden? Ich schäme mich ja nicht für den Job, aber irgendwie will ich auch nicht darüber sprechen.

Mein Leben schien nun langsam wieder normale Bahnen einzuschlagen und gerade, als ich irgendwie Hoffnung schöpfte, es könne alles gut werden, kamen nun weitere Anschläge in London dazu, die mir regelrecht Angst einjagen, denn was ist, wenn sie einen Stadtteil angreifen, indem ich lebe? Ich bin nicht die schlechteste Hexe, aber ich kann es sicher nicht mit einem geübten Duellanten aufnehmen. Ich wünschte ich könnte mein Leben so weiterleben wie bisher. Unbeschwert und frei von dunklen Gedanken. Doch das ist vielleicht nur ein Wunschdenken, von dem ich mich verabschieden muss.
Pssst! Steffy hat es gesehen!


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