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Asriel Mulciber
I will comfort you
Lisa hat es gepackt und reiht den Werten Herren hinter Ruby Gardener ein. Dargestellt wird der junge Mann von Douglas Booth, Bilder gibt es HIER und HIER. Für die OTMs kann DIESES Bild verwendet werden, Punkte möchte er für den Orden sammeln. Als Quelle dient zum einen das Harry Potter Wiki und der Steckbrief von MUTTI. Und weil er sich damit ganz gut auskennt, kitzelt er natürlich keine schlafenden Drachen. |
I’ll take your part
Geboren wurde der junge Mann als Asriel Mulciber, trägt keine weiteren Namen oder Spitznamen. Verniedlichungen oder Abkürzungen lehnt er kategorisch ab, so schwer ist sein Name nun wirklich nicht. Das Licht der Welt erblickte er am 18.05.1975 und ist somit aktuell 22 Jahre alt. Bis vor kurzem lebte er noch bei seinen Eltern, ist jedoch vor 6 Monaten in seine eigene kleine Wohnung in London gezogen. Das Reinblut besuchte zwischen 1986 und 1993 Hogwarts, wurde nach Slytherin eingeteilt. Während seiner Schulzeit spielte er Quidditch als Jäger und war Vertrauensschüler. Sein treuer Begleiter in all der Zeit ist sein Zauberstab, der mit seinen 11,5 Zoll, einem Kern aus Phönixfeder und widerstandsfähigem Erlenholz gute Dienste leistet. Beruflich hat er sich kürzester Zeit bereits mehrfach umorientiert, hatte zunächst vor Karriere als Quidditchspieler zu machen, entschied sich dann jedoch zu einer Ausbildung als Drachenwärter. Er arbeitete noch ein halbes Jahr nach der Ausbildung in Rumänien, kam dann jedoch zurück nach Hause und begann eine Ausbildung im Ministerium in der Abteilung für internationales magisches Recht, befindet sich nun im zweiten Jahr. Noch kann er sich keiner Seite so wirklich zugehörig fühlen, weiß, dass seine Reinblütigkeit ihm vor allem jetzt einige Vorteile verschafft. Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass sein Blutstatus nichts über ihn als Menschen aussagt und dieser Umstand auf alle Menschen zutrifft. Vermutlich würde er sich als neutral mit Hang zum Guten einschätzen. When darkness comes
Seine Familie ist ein eklektischer Mix aus so ziemlich allem, was man sich vorstellen kann. Sein Vater Ascan Mulciber verstarb, ehe Asriel ihn wirklich kennenlernen konnte. Alles was er weiß, weiß er von seiner Mutter Lenore Mulciber-Smethwyck, die nie ein schlechtes Wort über ihn verloren hat. Es ist also davon auszugehen, dass Ascan seinem Nachnamen nicht gerecht wurde. Denn die 43-Jährige Lenore macht keinen Hehl daraus, sich herzlich wenig um die Reinblutideolgie zu kümmern, was wohl auch einer der Gründe ist, aus denen Asriel wenig bis gar nichts mit dem Rest der Familie zu tun hat. So kennt er zwar seinen Onkel Jesiah van Halen, hat sich aber schon vor längerem von ihm abgewandt, nachdem ihm bewusst wurde, was für ein fieses Spiel die gesamte van Halen Familie zu spielen versucht. Seine Großeltern Phineas und Mallory van Halen waren in seiner Kindheit zwar vertreten, doch Lenore hält den Kontakt zu ihnen so gering wie möglich, was natürlich dazu führt, dass auch Asriel selbst kaum Kontakt zu ihnen pflegt. Zu seiner Mutter pflegt er selbstverständlich einen sehr guten Kontakt, liebt sie über alles. Nie hat er sich großartig gegen sie aufgelehnt, auch wenn sie wohl eine gewisse Zeit lang etwas Sorge haben musste, dass er entgegen ihrer Erziehung seinem Blutstatus mehr Wert zukommen ließ als nötig. Er würde sich in stillen Momenten durchaus als Muttersöhnchen bezeichnen, jedoch nur in den positiven Facetten des Wortes. Er hegt einfach einen besonderen Draht zu seiner Mutter, was vielleicht auch darin begründet liegt, dass er in gewissen Zügen ihren Hang zu negativen Denkweisen geerbt hat und sie sich gegenseitig unterstützen können, diese zumindest zeitweise beiseite zu legen. Asriels kleine Schwester Mirren ist ihm wichtiger als jeder andere Mensch, auch wenn er das wohl nicht ganz so zugeben würde und auch nicht immer so zeigen konnte. Die mittlerweile 20-Jährige und er pflegten in Kindheitstagen eine sehr durchwachsene Beziehung, mal hatten sie sich lieb, mal gingen sie sich auf den Zeiger. Normales Geschwisterzeug eben. Aber egal was er nach außen hin präsentiert, Asriel würde sich nie verzeihen, wenn seiner kleinen Schwester etwas zustoßen würde. Er will sie um jeden Preis beschützen, auch wenn er einsehen muss, dass sie ihren eigenen Kopf hat und seinen Schutz vielleicht gar nicht so sehr braucht. Seine Halbgeschwister Ted, Lizzy und Beatrice liegen ihm selbstverständlich ebenso am Herzen und er setzt alles daran, die drei vor negativen Erfahrungen zu beschützen. Alle Geschwister fühlen sich einander verbunden und zugehörig, es gibt keine Unterschiede darin, dass sie nicht alle den gleichen Vater haben. Der Altersunterschied zwischen den 3 und Asriel macht sich aber eben doch bemerkbar, weshalb sein Verhältnis zu den Jüngsten in der Familie tendenziell nicht ganz so eng ist wie das zu Mirren. Zu guter Letzt muss an dieser Stelle natürlich sein Stiefvater Aurelius Mulciber-Smethwyck erwähnt werden. Da Asriel seinen biologischen Vater nie wirklich kennenlernen konnte, war Aurelius von Anfang an seine Vaterfigur. Von ihm lernte er die wichtigen Dinge im Leben und vermutlich auch die nicht ganz so wichtigen. Der 45-Jährige lässt nie spüren, dass sie nicht Blutsverwandt sind, hat immer ein offenes Ohr für Asriel, ganz gleich welche Sorgen ihn plagen. Die Beziehung zwischen Aurelius und Lenore ist ihm ein Vorbild und er ist fast täglich dankbar dafür, dass die beiden sich gefunden haben. When evening falls
CharakterEin typischer kleiner Slytherin-Prinz, so scheint er auf den ersten Blick aufzutreten. Und das mag zu einem gewissen Grad auch zutreffen, hat er in der Schule durchaus genossen, zu einer reinblütigen Familie zu gehören, wenn auch nicht zu den „unantastbaren“ Reinblutfamilien. Er bildete sich, dank seiner Hausgenossen, viel auf seine Herkunft ein und gab vor selbst viel Wert auf die Reinheit des Blutes zu legen. Dass das schon damals nicht so ganz stimmte, wusste zumindest in seinem Schulkreis niemand. Doch einiges hat sich seit seiner Schulzeit durchaus geändert. Genoss er es früher im Mittelpunkt zu stehen, ist er heute eher zurückhaltend und etwas ruhiger, unterhält sich lieber über tiefgründigere Themen, anstatt über andere herzuziehen. Er ist nachdenklicher geworden, hinterfragt die Dinge und nimmt sie nicht einfach als Wahrheit an. Allerdings führt dies auch dazu, dass er sich selbst des Öfteren hinterfragt und an sich und seinen Fähigkeiten zweifelt. In schlechten Momenten geht er gerne einfach seinen Mitmenschen aus dem Weg, will sie nicht wissen lassen, wie es in seinem Kopf aussieht. Hat er keine Möglichkeit dazu, überspielt er seine Unsicherheit und lässt den Slytherin-Prinzen raushängen, dem nichts und niemand etwas anhaben kann – mit seinen Emotionen anderweitig umzugehen hat er bisher nicht gelernt. Asriel wohnt ein gewisser Forschungsgeist inne, weiß er gern wie die Dinge funktionieren, anstatt sich damit zufrieden zu geben, dass sie eben funktionieren. In seiner Freizeit beschäftigt er sich auch gern mit Muggeltechnologien und deren Theorien zum Leben und zum Universum, scheinen sie so anders zu sein als das, was die Zauberergemeinschaft als allgemeingültig akzeptiert hat. Entgegen seines Rufes, zu welchem er selbst in der Schule noch beigetragen hat, ist er kein besonders großer Charmeur. Zwar kann er durchaus charmant sein, doch nutzt er weder diesen Charme noch sein Aussehen oder seine Herkunft, um beim anderen Geschlecht zu landen. Er ist nicht unerfahren aber eben auch bei weitem nicht so erfahren, wie manche zu wissen glauben. Es liegt ihm fern, jemanden wissentlich und mit Absicht zu verletzen, legt er Wert darauf, dass man sich in seiner Nähe sicher und wohl fühlt. Ist dies nicht der Fall, hakt er auch nicht weiter nach. Er hält nicht viel von dem Gedanken, jemandem hinterherzurennen oder so lange zu nerven, bis die Person endlich nachgibt. Entweder es besteht ein gemeinsames Interesse oder eben nicht. Diese Einstellung resultiert vermutlich aus seinem Beschützerinstinkt vor allem seiner jüngeren Schwester gegenüber. Da er nicht will, dass sie jemals verletzt wird und von anderen erwartet, dass sie sich entsprechend verhalten, geht er mit gutem Beispiel voran. Hofft er zumindest. Streitigkeiten versucht er generell aus dem Weg zu gehen, hält nicht viel davon sich lautstark verschiedene Meinungen ins Gesicht zu schreien. Zwar ist er durchaus standhaft in seinen Überzeugungen und lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, seine Vermeidungstaktik geht jedoch auch nicht immer auf. So kann man ihm in dieser Hinsicht wohl nachsagen, ein Feigling zu sein, der seine eigene Meinung nicht verteidigen kann und will. Dass er aber lieber vermeiden will, sich in Rage zu reden und potenziell ein Duell heraufzubeschwören denkt dabei wohl niemand. Denn wenn es wirklich keine Möglichkeit gibt einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen, greift er schnell zum Zauberstab anstatt sich mit Worten zu duellieren. So hat er schon zu Schulzeiten das eine oder andere Mal für Aufruhr gesorgt, wenn sich jemand negativ oder abfällig über seine Schwester geäußert hat. Geht es um seine Familie sieht er generell schnell rot und greift an, ohne wirklich darüber nachzudenken. Es ist, als ob sich ein Schalter in seinem Hirn umlegt und er nichts anderes mehr im Kopf hat, als seinem Gegenüber Schaden zuzufügen. Genau deshalb hält er sich aus Streitgesprächen raus und wird lieber als Feigling angesehen, als jemanden ernsthaft zu verletzen. Man kann natürlich auch Spaß mit dem jungen Mann haben, ist er genau der Richtige zum sprichwörtlichen Pferde stehlen. Zwar geht er ungern und Bars und Kneipen, aber gemeinsam mit guten Freunden auf ein oder zwei Bier trifft er sich trotzdem gern. Noch lieber ist er aber draußen unterwegs, scheut sich auch nicht davor den einen oder anderen Streich zu spielen – oder tatsächlich ein Pferd zu stehlen. Likes Schokolade // Drachen // Wald // Natur // Familie // die Farbe grün // Butterbier // Musik // Fliegen // Lesen Dislikes Unruhe // Menschenansammlungen // Whiskey // Rosenkohl // Kaffee // Kälte // Intrigen // Streit // Todesser // Einsamkeit Patronus Noch hat er keinen Patronus im echten Leben heraufbeschwören müssen, doch er legt sehr viel Wert darauf sich im Ernstfall verteidigen zu können, weshalb dies einer der Zaubersprüche ist, den er auch einfach mal so übt, wenn er Zeit hat. Sein Patronus nimmt die Gestalt eines Albatros an. Amortentia Es gibt eigentlich nur 3 Dinge, die in Frage kämen, wonach sein Amortentia riechen könnte. Und zwar Schokolade, Holz und Kiefernadeln. Nerhegeb Einen wirklich tiefsitzenden Wunsch hat er eigentlich nicht, zumindest nicht, dass er wüsste. Vielleicht würde er sich mit seiner gesamten Familie vereint sehen, vielleicht auch mit seiner eigenen kleinen Familie, die er sich durchaus irgendwann in der Zukunft einmal wünscht. Auf jeden Fall würde er ein friedliches Bild vor sich sehen, gänzlich im Kontrast zu den aktuellen Geschehnissen in der Welt. Dementor Da er ziemlich behütet und ohne wirklich große Probleme aufwuchs, hätte ein Dementor er nicht wirklich leicht, eine schlimme Erinnerung in ihm zu wecken. Es wäre jedoch durchaus möglich, dass er sich an die Zeit nach dem Tod seines Vaters erinnern würde oder zumindest an das Gefühl von Unsicherheit und wohl auch Panik, die im Hause seiner Mutter damals herrschte. Boggart Er würde es vermutlich nur ungern zugeben und lieber behaupten, dass ein Irrwicht gar nicht weiß, als was er sich präsentieren soll, aber Asriel würde sich mit den leblosen Körpern seiner Schwester, Mutter und seines (Stief)Vaters konfrontiert sehen. I will comfort you
1975-1986An seine Geburt kann er sich freilich nicht erinnern, auch die ersten Jahre seines Lebens sind ihm nicht im Gedächtnis geblieben. Lediglich der Tod seines Vaters und die Geburt seiner Schwester bilden eine dunkle Erinnerung in den Tiefen seines Selbst, die er jedoch nicht absichtlich aufrufen kann. Es ist viel mehr ein Gefühl als ein konkretes Bild, war er noch zu jung als dass er wirklich hätte begreifen können, was damals geschah. Nur das Chaos, die Trauer und Sorge seiner Mutter sind als Fragmente übriggeblieben. Trotz des so einschneidenden Erlebnisses in so jungen Jahren verlief seine Kindheit relativ ruhig und wohl ereignislos, kann er sich an nichts wirklich Besonderes erinnern. Seine Mutter versuchte den Kindern das Leben so angenehm wie möglich zu machen, auch wenn man ihr dabei von links und rechts Steine in den Weg zu legen versuchte. Anfangs verbrachte er noch recht viel Zeit bei seinen Großeltern, lernte über sie die Vorteile seines reinen Blutes kennen. Zuhause wurde darüber nicht gesprochen, eher im Gegenteil. Seine Mutter lehrte ihm das genaue Gegenteil, was nicht selten zu einem inneren Konflikt des Jungen führte. Der plötzliche Umzug nach Hogsmeade und danach in die Niederlande sind ihm durchaus in Erinnerung geblieben, wenn auch jetzt nur noch schemenhaft. Es ging alles so schnell und war am Ende doch nur von so kurzer Dauer, dass er manchmal dachte, er hatte alles nur geträumt. In dieser Zeit zeigte er das erste Mal seine magischen Fähigkeiten, war er durch das ganze Chaos in seinem bis dahin so kurzen Leben so durcheinander, dass er es eines Tages schaffte, trotz schönstem Sonnenschein eine Regenwolke über seinem Kopf zu produzieren -- dabei hatte er nur den Zauberstab seiner Mutter stibitzt, um ein Feuer zu legen. Dass er nicht wusste, wie genau das eigentlich funktionieren sollte, war ihm dabei gänzlich egal. Er war noch immer sehr jung, als der dunkle Lord zu Fall gebracht wurde, doch selbstverständlich erfuhr auch er alles über den jungen Harry Potter, der dafür verantwortlich gewesen sein sollte. So recht glauben konnte er es allerdings nicht, dachte schon bald nicht mehr zu viel darüber nach. Für ihn selbst änderte sich schließlich nichts, seine Familie hatte nie (öffentlich) mit den Todessern sympathisiert und wurde auch jetzt nicht von der Regierung überwacht. Für den Mulciber blieb soweit also alles gleich. Lediglich im Umfeld konnte man eine Änderung verspüren, ein allgemeines Aufatmen, wenn man so wollte. Nach dem Fall des dunklen Lords zog es die Familie zurück nach London, dieses Mal jedoch mit einem neuen Mann an der Seite der Mutter, der schon bald die Rolle des Vaters einnahm und dabei in keiner Weise von Asriel hinterfragt hatte. So wie er von Aurelius akzeptiert wurde, so akzeptierte Asriel ihn ebenfalls. Ohnehin war es ganz angenehm nicht mehr der einzige Mann in der Familie zu sein und noch jemanden an seiner Seite zu haben, der sich um seine Schwester und Mutter kümmern konnte. 1986-1993 Dass er einen Brief von Hogwarts erhalten würde, stand für den Mulciber völlig außer Frage. Er hatte schließlich reines, magisches Blut in seinen Venen und keinerlei Anzeichen dafür gesehen, ein Squib zu sein. Dennoch war er aufgeregt, als er den Brief in den Händen hielt, schien nun ein neues Kapitel in seinem Leben zu beginnen. In welches Haus er eingeteilt werden wollte konnte er damals nicht sagen, eigentlich waren ihm alle ganz recht. Solange er seine Schullaufbahn erfolgreich ablegen konnte war doch egal, welches Wappen er auf dem Umhang trug. Der sprechende Hut wusste allerdings ganz genau wohin er Asriel stecken wollte, musste er nicht besonders lange überlegen, ehe er den 11-Jährigen nach Slytherin schickte. Sein Nachname und sein Blutstatus bescherten ihm recht schnell ein gewisses Maß an Respekt, welches er durchaus zu schätzen und nutzen wusste. Hier kamen die Worte seiner Großeltern wieder zum Vorschein, die ihn darauf hatten trimmen wollen, als ordentlicher Reinblüter sein Dasein zu pflegen. Dennoch konnte er sich nicht mit allen Erwartungen anfreunden, hielt sich nicht für etwas Besseres nur weil er in eine reinblütige Familie geboren wurde. Er wusste ganz genau, dass jeder Mensch einen einzigarten Wert hatte und dieser nicht anhand der Familie ausgemacht wurde. Aber diesen Gedanken behielt er doch des Öfteren für sich, wusste er, dass er zumindest in Slytherin ein leichteres Leben führen würde, wenn er nicht großartig mit den Traditionen brach. Natürlich ließ er auch nicht alles unkommentiert, war kein Arschloch seinen Mitschülern gegenüber. Auseinandersetzungen mit anderen beschränkten sich auf Worte und harmlose Streiche, er griff nie jemanden grundlos an oder schikanierte seine Mitschüler. Schultechnisch bewegte er sich in einem gesunden Mittelfeld, stach nie als besonders gut oder besonders schlecht heraus. Er war damit eigentlich ganz zufrieden, hätte aber sicherlich mit etwas mehr Arbeit auch bessere Noten erzielen können. Da er sich jedoch zu Schulzeiten noch darauf fixiert hatte, eine Karriere als Quidditchspieler einzuschlagen, waren ihm seine Noten nicht ganz so wichtig. Sein Ehrgeiz beschränkte sich auf das Quidditchfeld, dort wollte er immer besser werden, immer herausragendere Stunts fliegen. Das gelang ihm auch bis zu einem gewissen Grad, doch irgendwann musste er einsehen, dass zu einer Karriere als Quidditchspieler mehr gehörte, als nur halsbrecherische Manöver zu fliegen. Und dass diese Karriere genauso schnell vorbei sein konnte, wie sie begonnen hatte. Also orientierte er sich um, fand es jedoch schwer einen anderen Weg zu finden, der ihn genauso reizte und herausforderte. Es war mehr einem Zufall geschuldet, dass er sich am Ende für eine Ausbildung zum Drachenwärter entschied. Ob seine Eltern davon so begeistert waren, registrierte er ehrlicherweise kaum, sie versuchten zumindest nicht, es ihm auszureden. 1993-jetzt Nach seinem Abschluss zögerte er nicht lang und begann direkt mit seiner Ausbildung. Die ersten Monate schienen sich in die Ewigkeit zu ziehen, musste er sich nur mit Theorie befassen und alles über Drachen und die verschiedenen Arten lernen, ehe er überhaupt einen echten Drachen zu Gesicht bekam. Ganz so aufregend, wie er es sich vorgestellt hatte, gestaltete sich die Ausbildung zunächst also nicht. Doch, nachdem die Theorie endlich überstanden war, durfte er das erste Mal ein Reservat betreten und einem leibhaftigen Drachen gegenüberstehen. Zunächst wurde er mit dem Nachwuchs betraut, konnte die ausgewachsenen Tiere nur aus der Entfernung beobachten. Nach einem Jahr praktischer Erfahrung durfte er eine Versetzung beantragen und er entschied sich dafür, nach Rumänien zu gehen, um dort weitere Drachenarten kennenzulernen und sein Elternhaus mal verlassen zu können. So sehr er seine Familie liebte, er wollte endlich auch auf eigenen Beinen stehen. Außerdem begann das soziale Klima in England unangenehmer zu werden und er hoffte dem ganzen im Ausland etwas entgehen zu können. Doch auch in Rumänien stand die Zeit nicht still und selbstverständlich bekam auch Asriel mit, was in Hogwarts geschehen war. Er zweifelte nicht an der Geschichte des Potter-Jungen, weshalb auch? Es hatte schließlich genug Hinweise gegeben, dass der dunkle Lord sich wieder regte. Nichtsdestotrotz blieb Asriel in Rumänien, beendete seine Ausbildung, hielt das Geschehen in England im Auge. Er blieb noch ein halbes Jahr dort, entschied sich doch wieder nach Hause zurückzukehren. Aus Angst, dass er seine Familie sonst nicht mehr wiedersehen würde und wohl auch in der Hoffnung, genug Mut zu finden um sich der wachsenden Gefahr entgegenzustellen. So kehrte er 1996 zurück in ein verändertes England, eines geprägt von Sorge um die Zukunft, von gedämpften Stimmen die sich kaum noch trauten, unbesorgt zu sprechen, von Misstrauen und Missgunst wohin man nur sah. So ganz wusste er nicht, wie er nun damit umgehen sollte, zog zunächst wieder bei seinen Eltern ein und begann kurz darauf eine weitere Ausbildung im Ministerium. Was ihn dazu trieb konnte er selbst nicht ganz sagen, er wollte näher bei seiner Familie sein und potenziell eine Möglichkeit finden, das Geschehen aus der Nähe beobachten zu können. Der Angriff auf das St. Mungos erschütterte ihn, wurde klar, dass den Todessern nichts heilig war, sie vor nichts zurückschreckten. Auch wenn ihm das wohl schon vorher bewusst gewesen war, untermauerte dieser Angriff seine Vermutung noch. Der Tod des Ministers löste allgemeine Panik unter den Ministeriumsangestellten aus, kam für Asriel jedoch nicht sonderlich überraschend. Dass Kettleburn irgendwann nicht mehr dienlich sein würde und beseitigt werden musste war all jenen klar, die sich nicht im Sande vergraben und gehofft hatten, dass alles von allein besser würde. Dass sich damit keine besonders positiven Veränderungen ankündigten, war genauso klar, doch Asriel blieb in seiner Ausbildung, blieb im Ministerium. An der Wahl zum neuen Minister nahm er nicht teil, hätte seine Stimme ohnehin nicht viel ausgerichtet. Enthaltung wurde immerhin nicht bestraft, ob das bei der Abgabe der falschen Stimme genauso gewesen wäre, wusste er nicht, vermutete jedoch das Schlimmste. Die aktuelle Entwicklung bereitet ihm immer mehr Sorgen, auch wenn er dank seines Blutstatus wohl noch immer fein raus ist und sich frei bewegen kann. Dass vielen seiner Mitmenschen genau dieses Recht verwehrt wird stimmt ihn jedoch zunehmen wütend, fühlt er sich ohnmächtig angesichts der Gewalt, die beinahe täglich das Land überschwemmt. Nach dem Angriff auf Greenwich steht für ihn fest, dass er irgendetwas tun muss, sich irgendwie positionieren muss – doch noch fällt es ihm schwer, genau das zu tun, weiß er eben auch, welche Privilegien verloren gehen, wenn er sich öffentlich gegen die Todesser stellt. |