PERSONAL INFORMATION | FAMILIY TREE | CHARACTERISTICS | Magical timeline | Real Madness
» Auf diesen Tag hatte er schon seit Wochen hin gefiebert. Auch wenn dieser Moment seine Träume der vergangenen Nächte bestimmt hatte, fühlte es sich doch ungewohnt an, dass er nun nicht mehr auf den Zuschauerbänken hockte, sondern mitten auf dem Quidditchfeld stand. Er, Samuel Laubhan! Trotzdem konnte der heute 17 Jährige nicht so recht fassen, dass er nun wirklich hier stand. Er könnte sich zwar einreden, dass er einfach in bester Teenie-Mädchen Manier der Eloquenz Gabriel Johnsons verfallen war, doch eigentlich wusste er es besser: Zwar mochte er sich von Gabriel durch die regelmäßigen Besuche der Quidditch-Trainings seit er denken konnte definitiv durchaus beeinflusst lassen haben, doch die Begeisterung für Quidditch war echt.
Schon seit dem vorletzten Schuljahr hatte er alles gegeben und trainiert, um sich nun für die Treiber-Position des Gryffindor-Quidditchteams zu bewerben. Und jetzt sollte er es tatsächlich schaffen und Treiber der Hausmannschaft werden? Er konnte es gar nicht abwarten, eine Nachricht mit dem Ergebnis des Auswahltrainings nach London zu schicken, wo seit er denken konnte sein Elternhaus in einem kleinen Vorort stand. Ein Glück, dass er sich auf Panda, die Eule, die er von seinem Bruder "geerbt" hatte, verlassen konnte und sie auch wirklich schnell war. Obwohl die Eule zunächst seinem Bruder gehört hatte, war Sam - natürlich - für die Namensgebung verantwortlich gewesen. Die Schneeeule mit den dunklen Verfärbungen um die Augen hatte ihm kaum andere Möglichkeiten gegeben und mit einiger Überzeugungsarbeit hatte er David letztlich überzeugen können, die Eule Panda zu nennen. Seine Gedanken flogen kurz zu seiner Familie zuhause, gerade zu Jocunda und George, die neben seinen Eltern zuhause so tapfer die Stellung hielten. Für einen Moment überschattete die Erkenntnis, dass die beiden ihn vermutlich nie Quidditch spielen sahen, seine Begeisterung und Aufregung. Gleichzeitig wollte er sich extra anstrengen, um ihnen in den nächsten Ferien davon erzählen zu können. Schließlich waren die zwei ihm genauso wichtig wie alle anderen Familienmitglieder - er machte keinen Unterschied zwischen Hexen und Muggeln, reinblütig oder muggelstämmig - für ihn waren es alles Menschen. Und auch wenn es ihm jetzt schwer fiel, sich einen Kampf vorzustellen, würde er auf jeden Fall auf der Seite des Guten kämpfen - das stand für ihn völlig außer Frage! - Auch wenn in diesem Moment bereits die Selbstzweifel in ihm aufstiegen; als würde er je den Mumm haben, zu kämpfen..
Doch nun galt es zunächst, um den Platz in der Quidditchmannschaft zu kämpfen. Unruhig verlagerte er sein Gewicht hin und her und scharrte etwas mit den Füßen. Er würde es nicht packen, er würde wie immer versagen. Seine Schultern sackten leicht nach unten. Er schaute sich um - unter all den Anwärtern waren einige dabei, die ihn bestimmt locker übertrumpfen würden. Es verunsicherte ihn, wie selbstsicher sie wirkten. Er hatte so hart dafür gekämpft, würde er jetzt - am finalen Tag - aufgeben? «
DID YOU KNOW, THAT...
# Nickname dass er von allen nur "Sam" genannt wird # dass "Samuel" mit der strengen Stimme seiner Eltern, wenn er etwas angestellt hat, sowie Lehrern verbindet? # birthday dass er am 8. August Geburtstag hat, einen Tag nach seiner kleinen Schwester? # Age dass er mittlerweile 17 Jahre alt ist? # domicile dass seine Familie schon sein ganzes Leben lang in London gelebt haben, wo er auch geboren wurde? # dass sein Sternzeichen passenderweise Löwe ist? # dass ein typischer Löwe stolz, mutig und herzlich ist - was Sam nicht unbedingt von sich behaupten würde? # attitute dass seine Gesinnung gut ist, nicht zuletzt weil zwei seiner Geschwister Squibs sind? # blood type dass er ein Halbblut ist? # house & year dass er ein Gryffindor im letzten Jahr ist? # wand dass sein Zauberstab aus Eschenholz gefertigt wurde, als Kern ein Einhornhaar enthält und 11 Zoll lang ist? # pet dass seine Eule, welche er von seinem Bruder übernommen hatte, Panda heißt? # special positiondass er mittlerweile stolzes Mitglied der Quidditchmannschaft als Treiber ist, in der Schulband singt und seit Beginn in der DA war? # ZAGS dass er die ZAGs folgendermaßen abgeschlossen hat:
Zauberkunst: E,
Verwandlung: A,
Zaubertränke: A,
Verteidigung gegen die Dunklen Künste: E,
Kräuterkunde: O,
Geschichte der Zauberei: M,
Astronomie:A,
Pflege magischer Geschöpfe: A,
Muggelkunde: O?# # #
» Das Bild, welches seit seinem ersten Tag in Hogwarts direkt neben seinem Bett stand, ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen, allerdings hatte es bei der Aufnahme das Familienleben ganz gut aufgenommen: Es ist chaotisch. Es ist trubelig. Es ist unklar, welcher Arm welchem Kind auf dem Bild zu zusortieren ist. Und genau das spiegelt auch Sams Kindheit wieder, was ihm ein nachdenkliches Lächeln auf die Züge treibt, jedes Mal wenn er das Bild betrachtet. Er war ein furchtbares Kind, das viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und das auch wollte. Seine armen Eltern! Es war wohl die Angst, unter all den Geschwistern unter zu gehen, die ihn dazu verleitete, zu rebellieren. In seiner Kindheit und frühen Jugend war keine Regel vor ihm sicher - ganz im Gegenteil. Sein sturer Charakterzug, den er zugegebenermaßen noch immer nicht abgelegt hat, schien auch dabei schon durch. Und auch wenn es Momente - gerade während der Pubertät - gab, in denen er sich manchmal für die Großfamilie schämte, möchte er keine seiner Nasen missen! «
Mutter » Ellanta Laubhan (44) » Apothekerin
Vater » Timotheus Laubhan (47) » Ministeriumsangestellter
Das Verhältnis zu seinen Eltern war zwar nie grundlegend schlecht, allerdings hatten die zwei es mit ihm während seiner Kindheit durchaus schwer - das angenehmste Kind war er definitiv nicht. Aber die elterliche Liebe hatte schon immer alles, was er angestellt hat, wett gemacht. Dass Timotheus dabei wirklich nie die Ruhe verlor, findet Sam mittlerweile wirklich bemerkenswert. Umso älter er wurde, umso entspannter wurde das Verhältnis zu seinen Eltern. Und so schadete auch Hogwarts und der damit einhergenden begrenzten Zeit, die die zwei ihren Sohn sahen, diesem Verhältnis nicht, wurde es doch ganz im Gegenteil gerade während der letzten Jahre immer enger.
Umso mehr haben die jüngsten Geschehnisse den Gryffindor überrumpelt. Dass seine Mutter noch immer im St. Mungos liegt, bereitet ihm Sorgen - viel mehr, als er sich es je eingestehen würde, geschweige denn nach außen zeigen würde. Gleichzeitig hat es ihn hart getroffen, dass seinem Vater die Schuld an dem Anschlag gegeben wird. Die Loyalität zu seinem Vater, alles, was dieser in seiner Vergangenheit für ihn gemacht hat, verleitet ihn dazu, diesen zu verteidigen und eine Spur Misstrauen gegenüber der öffentlichen These zu entwickeln.
Schwester » Jocunda Laubhan (25) » Apothekerin
Unter den Geschwistern hatten er zu Jocunda vermutlich das schlechteste Verhältnis, als er jünger war. Aufgrund des Altersunterschieds und der Tatsache, dass die Ältere sich gerne als zweite Mutter aufspielte, während Sam den inneren Rüpel entdeckte, knallte es zwischen den beiden in der Zeit, bevor er nach Hogwarts kam, oft und ordentlich und prägte das distanzierte Verhältnis, was die beiden heute noch haben. Die Entfernung, die Hogwarts ihnen brachte, wirkte sich in den letzten Jahren zwar durchaus positiv aus, kamen sie doch in den wenigen Wochen, die sie sich nun im Jahr sahen, zumindest relativ streitfrei aus. Die aktuelle Lage stellt das Verhältnis der beiden Geschwister auf eine weitere, schwere Belastungsprobe. Sam hat das Gefühl, von ihr gerade in aktuellen Fragestellungen noch immer wie ein Kind behandelt zu werden, weshalb ihr Verhältnis momentan - zusätzlich zur aktuellen Lage - etwas angespannt ist.
Schwester » Nicole Laubhan (21) » Auszubildende Heilerin
Auch wenn Nicole und er nie ein wirklich enges Verhältnis hatten, hatten sie auch gleichzeitig nie ein wirklich schlechtes. Rückblickend fragt sich Sam hier, wie seine hilfsbereite Schwester es mit ihm als Kind ausgehalten hatte, war er doch wirklich in nicht wenigen Situationen wirklich anstrengend. Doch dies änderte sich spätestens mit seinem ersten Schuljahr in Hogwarts, wo sich ihr Verhältnis verstärkte, eben weil sie neben David ihm beim Schuleinstieg halfen - Nici hatte immer ein offenes Ohr oder half ihrem kleinen Bruder, was Sam gerade im Nachhinein sehr zu schätzen weiß. Dies merkte er aber vermutlich erst, als sie dann Hogwarts verließ und die Hilfe sowie die Zeit, die die zwei Geschwister vorher miteinander verbracht hatten, mit ihr verschwand. Dass sie im Vergleich mit anderen eher wenig Selbstvertrauen hat, erinnert Sam an seine eigenen Schwächen und Ängste, weshalb er in den letzten Jahren immer versucht, sie zu bestärken und unterstützen. Ihre Ansichten bezüglich ihres Vaters in den aktuellen Ereignissen ist identisch, was sich ebenfalls positiv auf das Verhältnis der beiden Geschwister auswirkt.
Bruder » David Laubhan (20) » Azubi Ministerium
Auch bei David und ihm änderte sich ihr Verhältnis gravierend mit dem Schulbeginn. In seiner Kindheit konnte Sam mit David nicht viel anfangen - zu ruhig, zu langweilig! Dies beruhte höchstwahrscheinlich auf Gegenseitigkeit. Dementsprechend waren auch die ersten Hogwartsjahre eher angespannt und von einem mehr oder weniger gesunden Konkurrenzkampf der beiden Brüder geprägt. Das änderte sich bei einer Party in Sams 4. Schuljahr, bei der er etwas zu viel getrunken hatte und dadurch seinen Bruder aus einer Situation rettete, aus der er sonst vermutlich nicht hätte entkommen können. Zwar erfolgte diese Rettung aufgrund seinem eigenen brutalen Verhalten, was dazu führte, dass Sam seitdem keinen Tropfen Alkohol mehr anrührte, doch für die Brüder war dieses Ereignis so einschneidend, dass es nachdrücklich ihr Verhältnis vertiefte. Auch wenn sie noch immer oft Dinge aufgrund ihrer unterschiedlichen Charaktere dementsprechend unterschiedlich angehen, stehen sie meistens auf einer Seite und haben ein sehr enges Verhältnis. Sie ergänzen sich in gewissen Punkten und stehen noch heute über Panda in engem Briefkontakt.
Schwester » Matilda Laubhan (15) » Gryffindor-Schülerin
Zu seiner jüngeren Schwester hatte er stets ein besonderes Verhältnis. Denn schon immer hatte er es unterbewusst als seine Pflicht verstanden, Matilda zu beschützen und auf sie aufzupassen. Auch wenn sie schon immer in manchen Situationen sehr zickig sein konnte und sie auch hin und wieder stritten - was aber vermutlich bei keinen Geschwistern ausblieb? - ist ihre Beziehung schon immer eng gewesen. Auch in ihrer gemeinsamen Zeit in Hogwarts, in der sie beide dem Haus Gryffindor angehören und Quidditch ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben war, vertieft die Beziehung der Geschwister. Der Angriff auf das St. Mungos, bei dem Matilda verletzt wurde und anschließend zwei Wochen im Krankenhaus lag, war für Sam die Hölle, fühlte er sich, als hätte er sie alleine gelassen - schutzlos ausgeliefert, als hätte er an ihrer Verletzung zumindest Teilschuld. Dieses schlechte Gewissen setzt sich fort - kann er doch ihre gemeinsame Leidenschaft, Quidditch, weiter ausleben, während es ihr erstmal nicht möglich ist. Er macht sich Sorgen um sie, schon vor den aktuellen Ereignissen.
Bruder » George Laubhan (12) » Schüler
Der Jüngste im Bunde, der nun - ähnlich wie Sam damals - viel Schabernack im Kopf hat. Anders als Sam, steht sein Bruder aber sehr im Mittelpunkt und lässt sich nicht anmerken, dass es ihm viel ausmacht, dass er wie die älteste Schwester der Laubhans ein Squib ist. Dadurch, dass George relativ jung war, als Sam nach Hogwarts ging, ist ihr Verhältnis zwar recht gut - gerade weil George an ihm einen regelrechten Narren gefressen hat aber auch nicht das innigste.
DID YOU KNOW, THAT...
# parents dass er zu seinen Eltern stets ein gutes Verhältnis hatte? # sister dass seine älteste Schwester Jocunda und er immer schon eine schwierige Beziehung hatten? # dass sie ihm in der aktuellen Situation das Gefühl gibt, dass sie ihn noch immer für ein Kind hält? # sister dass er das Bedürfnis hat, Nici dabei zu unterstützen, Selbstvertrauen zu erlangen? # brother dass David und er seit einer Party in Sams 4. Schuljahr ein sehr enges Verhältnis haben? # sister dass Matilda schon immer seinen Beschützerinstinkt angekurbelt hat? # dass er sich Vorwürfe wegen ihrer Verletzung macht, weil er nicht auf sie aufgepasst hat? #brother dass er viel von seiner eigenen Kindheit in George erkennt?
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Betrachtet man eine Gruppe von Schülern, die vermutlich selbst in den heutigen dunkeln Zeiten tagtäglich eher über den hiesigen Klatsch und Tratsch tuscheln als über die verheerenden politischen und gesellschaftlichen Zustände, gibt es jene, die sich lieber im Hintergrund halten, schüchtern über die Witze all jener lachen, die gerne die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, aber sonst nicht allzu viel zur allgemeinen Kommunikation beitragen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich die Unterhalter, die charismatischen und verflixt sympathischen Gabriel Johnsons dieser Welt. Und dann gibt es eben ihn. Um keinen Spruch verlegen, immerhin spricht er viel zu oft ohne wirklich darüber nachzudenken, aber gleichzeitig eben auch kein Alleinunterhalter.

Denn auch wenn seine große Klappe ihn oft in Schwierigkeiten und umso öfter ins Nachsitzen und zu Strafarbeiten bringt, kann sie auch vieles überdecken. Beziehungsweise vor allem eine ganz besondere Gefühlsregung: Angst. All das, was aktuell passiert, jagt ihm eine Heidenangst ein. Aber das zugeben? Als Löwe?! Es wäre, als würde er sein Haus verraten, als würde er der Schwäche dadurch noch mehr Kraft geben. Deswegen wehrt er sich – und überspielt die Angst. Zieht sie regelrecht ins Lächerliche. Wer könnte meinen, dass hinter der großen Klappe, die auch die aktuellen Ereignisse zu gerne mit Zynismus versieht, ein ängstlicher Löwe steckt? Wenn überhaupt seine engsten Vertraute – seine zwei besten Freunde und seine Geschwister. Aber auch gegenüber ihnen fällt es ihm schwer, dies auszudrücken – müsste er sich das vorher zunächst einmal selbst eingestehen. Gerade deswegen ist es nicht allein seine große Klappe, die ihm gelegentlich Strafarbeiten beschert. Vielmehr kommt es gelegentlich vor, dass er sich gegen Regeln, die er partout nicht nachvollziehen kann, auflehnt und diese gerne mal bricht, wenn sie für ihn schlichtweg keinen Sinn ergeben. Früher, in seiner Kindheit, galt dies für jede Art von Regeln – die Angst, unter zu gehen unter all den Geschwistern, verleitete ihn dazu, zu rebellieren. Es waren schwierige Jahre für seine Familie, vor allem für seine Eltern – Merlin sei Dank ist er ihnen längst entwachsen und auch wenn er zu einer manchmal sturen Art neigt, erkennt er nun Regeln, die er nachvollziehen und respektieren kann, an. Sowohl jene schulischen als auch die menschlichen und gesellschaftlichen Regeln. Es ist eine regelrechte schwarz-weiß-malerische Welt: Regeln, die er für sinnvoll erhält, respektiert und verteidigt er gar, die anderen laden eher zum gelegentlichen Brechen als Tapferkeitsdemonstration ein, um sich selbst zu beweisen, wie mutig man ist. Dass Angst einem nichts anhaben kann, immerhin ist er doch ein Löwe! Genauso ist er dann wohl auch in der Schulband gelandet - er hat schon immer gesungen (und sich irgendwann angeeignet, Songs anzustimmen, wenn jemand in einem Gespräch Songlyrics versehentlich ausspricht) - immerhin wollte er sich beweisen, dass er überhaupt gar kein Problem damit hatte, vor seinen Mitschülern zu singen. Außerdem wurde er von einer Mitschülerin auf einer Party bequatscht, unbedingt mitzumachen.
Gerade bezüglich mancher Menschen entwickelt er einen beschützenden Charakter – zwar beispielsweise bezogen auf seine tiefe Freundschaft zu Gabriel auch gegenüber ihm, ist er grundsätzlich doch ein loyaler Gefährte, aber aufgrund dessen Verhalten mit der Damenwelt hat er immer wieder das Bedürfnis, diese eher vor Gabe zu beschützen. Auch wenn er beispielsweise durch seine Freundschaft mit Gabe oder aber auch durch seine Sprüche, die das ein oder andere weibliche Wesen möglicherweise als durchaus humorvoll empfindet, nicht völlig vom Radar des anderen Geschlechts verschwindet, hat er es bislang nicht geschafft, da wirklich… Expertise aufzubauen. Vielmehr versucht er Gabe auf die richtige Bahn zu lenken, mit pseudo-neunmalklugen Kommentaren bei quasi völliger Ahnungslosigkeit, während er das Thema für sich persönlich mehr oder weniger geschickt umgeht. Denn wenn er jemanden auf diese Art mag, verschwindet die große Klappe und die Unsicherheit bringt eine gänzlich anderen Charakter als unter seinen Freunden oder Geschwister zum Vorschein: Unsicher, wortkarg, gerade zu verlegen. Es ist einfach nicht seine Welt. Dazu kommt, dass er mittlerweile mehr als alt genug sein sollte und während Gabes Strichliste von Liebschaften vermutlich einer weiteren Pergamentrolle bedarf, es immer noch nicht hinbekommen hat. Dass er Hogwarts bald verlässt, ist auch nicht unbedingt sehr … aufbauend.
DID YOU KNOW, THAT SAM IS...
# abenteuerlustig # albern # aufbegehrend # aufmerksamkeits- bedürftig # aufrichtig # ausgefuchst # begeisterungsfähig # beschützend # besorgt # chaotisch # dickköpfig # eigenwillig # energiegeladen # erfinderisch # familienbewusst # freiheitsliebend # furchtsam # gesellig # großkotzig # gutherzig # hibbelig # impulsiv # kontaktfreudig # laut # loyal # nervig # offen # selbstkritisch # sportlich # sturr # temperamentvoll # unabhängig # unsicher # zynisch
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1979-1990: Kindheit
Rückblickend kam es ihm manchmal so vor, als wäre er der Beginn der Großfamilie gewesen. Schließlich gab es vor ihm im Hause Laubhan neben seinen Eltern noch Jocunda, Nicole und David – drei Kinder. Nun mögen vielleicht für manche Elternpaare, die von einem Einzelkind bereits überfordert sind, drei Kinder bereits viel erscheinen, doch eine wirkliche Großfamilie ist es ja nicht. Ab dem vierten sah das schon ganz anders aus. Dass er ganz schön viel Trubel in die Familie bringen sollte, kristallisierte sich zu Beginn seines Lebens noch nicht heraus, war er als Baby wirklich sehr verschlafen.
Ganz so als würde er alle seine Energie sammeln für das Stadium seiner Entwicklung, das danach folgte: Ein aufgeweckter, vorlauter, aufmerksamkeitsbedürftiger und energiegeladener Junge. Vielleicht führte sein Verhalten bei Jocunda dazu, schon früh in die Rolle einer zweiten Mutter zu fallen, während sein Verhalten so gänzlich anders war als das von Nicole und David. Fast schien es, als würde sein Verhalten umso extremer, umso mehr Geschwister sie waren – schließlich wurde zwei Jahre nach ihm Matilda geboren und einige Jahre später auch George. Zurückblickend kann Sam – mit Hinblick auf die ganze Angst-Geschichte – nur vermuten, dass er in jungen Jahren eine immer stärker werdende Angst verspürte, unterzugehen und er das durch sein Verhalten unterbewusst verhindern wollte. Kein Wunder also, dass er als Kind trotz Großfamilie sich oft alleine beschäftigte. Dabei summte er eigentlich immer vor sich hin - eine Eigenschaft, die vermutlich jedem Familienmitglied einmal mehr auf die Nerven ging.
Zugegeben – am Anfang fand er es ganz schön frech von dem kleinen Würmchen, nicht nur die für ihn reservierte Aufmerksamkeit als kleinster Spross der Familie zu klauen, sondern auch noch ausgerechnet genau am Tag vor seinem eigenen Geburtstag auf die Welt zu kommen. Doch der Neid verblasste bei Matilda tatsächlich ungewöhnlich schnell – schon als kleine Kinder hatte er das Bedürfnis, auf seine kleine Schwester aufzupassen.
Wenn sie in der Nähe war, war er auch ruhiger als wenn er ohne sie unterwegs war. Aber das auch nicht immer. Und so passierte es schließlich, dass er sich warum auch immer benachteiligt fühlte und plötzlich die Kräuter, die ihre Mutter immer zum Kochen in der Küche parat hielt, Feuer fingen. Auch wenn sie sich für ihren Sohn freuten, dass sich bei ihm die Magie gezeigt hatte, hätten sich seine Eltern auch mit allem anderen abgefunden.
Ab da stand auch fest, dass er nach Hogwarts gehen würde, was den jungen Sam dazu veranlasste, Nicole und später auch David in allen Ferien, in denen sie zuhause waren, regelrecht mit Fragen über die Schule zu durchlöchern – und das nicht auf eine angenehme, süße-kindliche Variante, sondern eher Typ nervig. Dass sich das Verhältnis zu den beiden nicht drastisch verschlimmerte in dieser Zeit, grenzt wohl an ein Wunder.
Als er dann seinen Brief aus Hogwarts erhielt, konnte er es kaum noch erwarten – glücklicherweise war der erste Schultag von seinem elften Geburtstag aus nicht mehr allzu weit entfernt, die Schulbücher konnten von den älteren Geschwistern übernommen werden und für alle Bekannte der Familie war es mittlerweile schon fast Routine geworden, dass die meisten Kinder der nicht unbedingt reichen Familie Laubhan auf ein Internat gingen.
1990/91: 1. Schuljahr
Und schon standen die drei Laubhan-Geschwister am Bahnsteig. Dass sich Nicole und David etwas weiter von Sam wegstellten, als ihre Eltern nicht genau hinschauten und sie auch im Zug – zu recht – ihren kleinen, nervigen Bruder loswerden wollen, ließ Sam sich natürlich nicht gefallen. Vielmehr folgte er Nicole – da er David im Trubel des Einsteigens (es war aber auch alles SO aufregend!) verloren hatte – und ging ihr und ihren Freunden auf die Nerven. Irgendwas musste er etwas zu einem Slytherin-Schüler gesagt haben – heute erinnerte er sich weder an die Worte, noch wer der andere überhaupt gewesen war – das diesen so aufbrachte, dass er Sam durch den halben Zug jagte. Plötzlich wurde er in ein Abteil gezogen und traf dort auf Gabriel Johnson und Joshua Crumb – zwei andere Erstklässler. Und auch wenn die zwei seine Zugfahrt deutlich witziger machten, als er erwartet hatte, hätte er nie gedacht, was die zwei ihm heute bedeuten würden – war seine Familie nicht schon groß genug?
Aber langsam mit den jungen Pferden, zurück zum Skript: Während er genauso wie Gabriel nach Gryffindor kam, wurde Joshua ein Hufflepuff – ein Unterschied, der ihrer Freundschaft nicht schaden sollte. Das erste Jahr war auf seine ganz eigene Art magisch, gab es doch so viel zu entdecken. Und dabei waren seine beiden Freunde muggelstämmig und so unterschied sich seine Kindheit und sein Leben, was er bislang immer als selbstverständlich genommen hatte, sehr von dem ihren. So entdeckte er die Welt der Magie mit ihnen erneut und stand jederzeit für Rat, aber natürlich auch für Schandtaten bereit. In Hogwarts fand er ein wenig mehr zu sich und wurde weniger aufgedreht. Auch sein Verhältnis zu seiner älteren Schwester verstärkte sich durch all die Hilfe und Antworten, mit denen sie ihm half. Vielleicht lag es auch an ihrer Häuserzugehörigkeit zu Hufflepuff, dass Sam sich mit ihr allein wegen Joshua öfters auseinandersetzte als mit David, der ein Ravenclaw war.
1991/92: 2. Schuljahr
Das zweite Hogwartsjahr lässt sich eigentlich recht knapp zusammenfassen: Potter und Quidditch. Im Zug nach Hogwarts war viel Trubel, weil es hieß, dass Harry Potter im Zug war. Sam hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, wer der Junge sein sollte, aber dank Tratsch und Klatsch wusste er recht schnell Bescheid.
Von Anfang an stand der Junge mit der Narbe im Mittelpunkt – etwas, worum Sam (ähnlich wie Joshua) den anderen Gryffindor nicht beneidete. Und außer vom Troll an Halloween – der dem jungen Gryffindor eine Heide Angst einjagte, bekam er von den Geschehnissen rund um das andere Trio nichts mit.
Während Joshua trotz Können es ablehnte sich für seine Hausmannschaft zu bewerben, brannte Gabriel wie im ersten Jahr, in der Hausmannschaft zu spielen. Und irgendwann in dieser Zeit – Sam konnte den Zeitpunkt gar nicht mehr klar definieren – war der Funke zu ihm übergesprungen und er schloss Quidditch ebenfalls ins Herz. Im zweiten Schuljahr trainierte er aber noch eher halbherzig und mehr Gabriel zuliebe mit diesem.
1992/93: 3. Schuljahr
Seit der Zugfahrt sprach Gabriel erneut gefühlt von nichts anderem als Quidditch – und ging Sam damit schon ein klein wenig auf die Nerven. Gleichzeitig hoffte er, dass all die Tage, die er mit dem anderen Gryffindor in den beiden vergangenen Schuljahren auf dem Quidditchfeld verbracht hatte, nicht umsonst gewesen sein sollten. Und dem war schließlich auch nicht so – Gabriel schaffte es in die Hausmannschaft, yay! Was mindestens genauso spannend war, war die Tatsache, dass Tilda nun auch eingeschult worden war – und zwar nach Gryffindor! Sam freute sich unglaublich, fühlte sich aber auch seit dem ersten Schultag seiner kleinen Schwester unglaublich für sie verantwortlich. Umso schlimmer traf es ihn, als die Kammer des Schreckens geöffnet wurde. Es machte ihm selbst Angst aber noch viel schlimmer war die Angst um seine Schwester. Er wurde jedes Mal, wenn er sie länger nicht gesehen hatte, gar krank vor Sorge. Gerade, wenn sie sich wieder einmal verlief, bekam er regelmäßige pseudo-Herzinfarkte. Die Gerüchte, dass Harry der Erbe Slytherins sei, konnte sich Sam wie viele andere nicht vorstellen. Gleichzeitig bewunderte er den Jungen, der überlebte, für dessen Mut.
1993/94: 4. Schuljahr
In den Sommerferien vor seinem vierten Schuljahr las er ebenfalls von dem Ausbruch des Massenmörders Sirius Blacks. Auch wenn er in den Gesprächen mit Tilda, Nicole oder ihren anderen Geschwistern die Sache ins lächerliche zog und den ein oder anderen Spruch zu dem Thema vom besten gab, machte er sich innerlich in die Hose, schließlich war der Typ ein verdammter MASSENMÖRDER! Sam hatte richtig Schiss, was er natürlich nie zugeben würde. Dementsprechend besorgt ging es auch nach Hogwarts, wo er umso mehr ein Auge auf Tilda hatte. Immerhin verlief sie sich nun nicht mehr so oft und sie verbrachten den ein oder anderen Abend im Gemeinschaftsraum zusammen, wurde ihr Verhältnis doch immer inniger. Da Gabriel sich nun in seiner ersten festen Beziehung befand – vermutlich die längste, die er bis heute führen sollte – und Joshuas Bruder das erste Jahr aus Hogwarts raus war, unternahmen der Dachs und der Löwe deutlich mehr als zuvor. Die Dementoren, die das Schloss bewachen sollten, fand Sam – Überraschung! – wirklich furchteinflößend, was er natürlich nicht nach außen zeigte. Ganz im Gegenteil.. Gerade, als Harry Potter von einem Dementor während eines Quidditchspiels angegriffen wurde, sorgte er sich um Gabriel und war froh, dass Tilda nicht in der Hausmannschaft spielte, obwohl sie sich das so sehr wünschte. Seine drei Quidditchverrückten.. Kein Wunder, dass dieses Fieber irgendwann auf ihn überschwappte! Die Vorstellung, einem Dementor zu begegnen, jagte ihm einen richtigen Schrecken ein. Vermutlich müsste er an die Verfolgsungsjagd im Zug denken, wenn der Slytherinschüler auf seiner ersten Fahrt nach Hogwarts verfolgte. Nach außen wohl eine Nichtigkeit, aber für ihn wurden seine Albträume wahr, indem er seine Angst, offen auslebte und sie nicht verstecken konnte.
Zwischen den Jahren erreichte ihn die Nachricht, dass Gabes Bruder einen schweren Unfall hatte, weshalb der Gryffindor bereits vor Anfang der Ferien nach Hause geeilt war. Die Nachricht erschütterte Sam, kam es ihm doch so vor, als würde er aufgrund all der Erzählungen, Michael bereits kennen. Er grübelte die kompletten Ferien, was er machen könnte, um seinen Freund zu unterstützen, gerade weil die Angst in ihm wuchs, diesen zu enttäuschen oder nicht genug oder gut genug für ihn da zu sein.
Kein Wunder also, dass ihm eine Feier im neuen Jahr - zu der die Schüler möglicherweise Zugang zu Alkohol hatten - Sam seine Angst versucht zu ertränken. Nur am Rande bekam er zunächst mit, dass sein Bruder mit eben jenem Slytherinschüler und dessen Kumpel aneinandergeriet, der ihn damals durch den Zug gejagt hatte. Sein Bruder hatte keine Chance. Erst als Sam sich auf den besagten Slytherin stürzte und seine Wut rausließ - angefeuert durch den Alkohol in seinem Körper - verzogen sich die anderen Streithähne und ließen ihren Kumpanen zurück. David und ihm blieb dann nichts anderes übrig, als diesen zur Krankenstation zu bringen, da Sam ihn schwer zugerichtet hatte. Sein eigener Gewaltausbruch erschreckte ihn so sehr, dass er nach diesem Abend keinen Tropfen Alkohol mehr anrührte. Dennoch brachte es die beiden Brüder - so eigenartig die Situation war - langfristig einander näher. Wie immer schien Sam ein außerordentliches gutes Timing zu haben, befand sich David doch in seinem letzten Schuljahr..
Auch im weiteren Verlauf des Schuljahres versuchte er, für Gabe da zu sein und ihn mit dummen Sprüchen, immer kreativer werdenden Spitznamen und hin und wieder einer gesanglichen Einlage auf seine Art auf andere Gedanken zu bringen.
1994/95: 5. Schuljahr
Die Sache mit den Spitznamen blieb und weitete sich auch auf andere Menschen aus. Heute hat Sam für alle Menschen, mit denen er zutun hat, eigentlich mindestens einen Spitznamen, wobei er sich bei jenen Nasen, die ihm arg am Herzen liegen, natürlich extra viel Mühe gibt.
Da mussten seine Familienmitglieder schon echt einiges ertragen – aber das waren sie von ihm ja schon gewohnt – als sie gemeinsam zur Quidditchweltmeisterschaft reisten. Er erinnert sich noch gut, wie stolz seine Eltern waren – ohne das natürlich zu sagen – dass sie sich diesen kleinen Urlaub leisten konnten. Wie begeistert Tilda schon Wochen vorher war. Auch wenn er sich vorher dazu entschlossen hatte, dass das Finale Familienzeit war, lief er Gabriel und Joshua tatsächlich zufällig über den Weg – wie hoch ist dafür die Wahrscheinlichkeit, bitte?! Als wäre das ein Wink vom Schicksal seilte sich der Gryffindor dann doch von seiner Familie ab, um mit seinen beiden besten Freunden den Abend zu verbringen – der allerdings durch den aufkommenden Tumult und die Vermummten gesprengt wurde. Sie schafften es, zu Gabe nach Hause zu fliehen, wo Sam fast umkam, vor Sorge um seine Familie. Glücklicherweise war ihnen aber nichts passiert.
In diesem Jahr fand das Trimagische Turnier an, welches zu ihrem Glück in Hogwarts stattfand. Auch wenn Sam wusste, dass er nie den Mut aufbringen würde, sich für so etwas zu melden, zeigte ihm die Anmeldung von Harry Potter gleichzeitig, dass Mut auch manchmal in die andere Richtung ausschlagen konnte: In Übermut. Dennoch mochte er den anderen Gryffindor weiterhin – lernte ihn er jetzt, da er seit Anfang des Schuljahres es tatsächlich in die Hausmannschaft geschafft hatte, nochmal viel näher kennen. Doch auch Cedric drückte er die Daumen, bis … naja, bis Fleur Delacour. Die Halb-Veela aus Frankreich verzauberte ihn derart durch ihre Art, dass es für die Zeit des Turniers trotz des Quidditchtrainigs, der anstehenden Prüfungen und allem, was sonst noch so passierte, kaum ein anderes Thema gab, über das Sam redete. Er schwärmte vor allem in Gabriels und Joshuas Anwesenheit über die hübsche Französin und wie gerne er sie zum Ball einladen würde. Machte er natürlich nicht, es blieb ein Anhimmeln aus der Ferne. Das, was beim Finale passierte, erschütterte den Gryffindor langfristig, ließ es doch die Angst, die in seinem inneren doch nur nach einem kleinen Funken wartete, wieder wachsen. Er glaubte Harry aufs Wort, als dieser behauptete, dass der dunkle Lord sei zurückgekehrt – schließlich hatte dieser ihm nie einen Anlass gegeben, ihm nicht zu vertrauen. Die ZAGs vielen gar nicht mal so gut aus – ehrlich gesagt hatte er sich über das Jahr etwas im Quidditch, der Schulband und generell im Leben verloren, was er zu spät realisierte. Vielleicht weil er auch noch immer gelegentlich die ein oder andere Strafarbeit abzusitzen und abzuarbeiten hatte.. Manche Dinge würden sich wohl nie ändern.
1995/96: 6. Schuljahr
Neues Schuljahr, neues Glück? War leider in dem Jahr nicht der Fall, weil die pinke Kröte ihm so ziemlich jede Freude nahm, die man den Schülerinnen und Schülern von Hogwarts verwehren konnte. Er verabscheute diese Frau von Anfang an und zögerte keine Sekunde, als er von der Dumbledores Armee Wind bekam – anders als seine beiden Freunde hatte er Potter direkt geglaubt und hoffte, dass das praktische Trainieren seine Angst, im Kampf zu sterben, weil er nicht fähig genug war, entgegenzuwirken. Tat es dann auch tatsächlich. Als während des Halloweenballs Hogsmeade angegriffen wurde, setzte das Sam noch lange danach zu – zu groß war die Angst vor einem direkten Angriff auf Hogwarts. Er sorgte sich um seine Schwester, seinen Bruder und natürlich um seine beiden Freunde. Am liebsten hätte er sie alle ständig um sich – was allerdings leider nicht wirklich realisierbar war. Und dann kam es tatsächlich zum Kampf: Auf der Rückfahrt des Hogwartsexpress konnte er das anwenden, was er zuvor von Harry Potter gelernt hatte. Oder auch eben nicht, war er wie erstarrt. Er hatte solche Angst und vermochte es auch nicht, sich darüber hinwegzusetzen, was sein Selbstwertgefühl im Nachhinein nicht wirklich förderte.
1996/97: 7. Schuljahr
Unmittelbar vor dem nächsten Schuljahr erreichte die Familie eine folgenschwere Nachricht: Das St. Mungos war angegriffen worden. Für die Laubhans zuhause brach eine Welt zusammen, sorgten sie sich doch um Nicole. Doch schließlich stellte sich heraus, dass es Nicole gut ging, aber Matilda dafür im Krankenhaus lag, weil sie genau zu dem Zeitpunkt eine Bekannte besucht hatte. Sam übergab sich direkt nachdem er die Nachricht erhalten hatte – er fühlte sich schrecklich, er gab sich eine Mitschuld an dem, was seiner kleinen Schwester – für die ER doch verantwortlich war - wiederfahren war. Hätte er sie nur begleitet! – Dann wäre es vermutlich genauso gewesen, wie im Hogwartsexpress, er wäre wie erstarrt gewesen. Die Selbstzweifel gemischt mit dem Schuldgefühl und der Sorge um Tilda zerreißen ihn und werden erst besser, als feststeht, dass sie zwar eine Prothese tragen muss, es ihr sonst aber – rein körperlich – einigermaßen gut ging. Er selbst hatte das diesjährige Auswahltraining der Hausmannschaft nur halbherzig angegangen und war dementsprechend nicht genommen worden. Gabe erklärte ihm zwar, dass es knapp war, aber Sam wollte da auch keine Vorzugsbehandlung. Erst als die Eltern eines Treiber verschwanden und dieser sich nicht mehr in der Lage dazu fühlte, Quidditch zu spielen, rückte Sam notgedrungen nach.
Ehrlich gesagt hatte er viel zu Angst, um an der Gedenkfeier in Hogsmeade teilzunehmen –zu nah wirkte all der Schrecken, der in seinem Leben gerade sowieso schon passierte. Die Vergiftung des Ministers und die Massenpanik trafen ihn dann dennoch und er versuchte, sich umso mehr ins Quidditchtraining und die Schulband zu stürzen, um sich ein wenig abzulenken. Er versuchte, für Tilda da zu sein und sie irgendwie aufzuheitern, auch wenn ihr Verhältnis seit ihrem Unfall sich deutlich verändert hatte. Die Weihnachtsferien plante Sam ehrlich gesagt, durch zu lernen, immerhin wollte er nicht, dass er wie bei den ZAGs auch bei den UTZ versagte. Der Schneesturm machte ihm da zunächst einen Strich durch die Rechnung – und das Gefühl, eingesperrt zu sein, gefiel ihm (auch wenn er sonst Schnee sehr gerne hatte) nicht allzu sehr. Im neuen Jahr sollte eine Politik-AG das politische Interesse der Schüler wecken, allerdings kam es gar nicht dazu, dass Sam am ersten Treffen teilnehmen konnte, denn Tilda und ihm wurde berichtet, dass es einen Übergriff von Todessern gegeben hatte, ihre Mutter im St. Mungo lag und ihr Vater verschollen war. Die Nachricht traf die Geschwister natürlich gänzlich unvorbereitet und bis heute hat Sam die ganze Geschichte noch nicht ganz verarbeitet. Noch heute bezweifelt Sam die Schuld seines Vaters und hofft, dass seine Mutter bald wieder aufwacht. Die Situation in seiner Familie ist dementsprechend kompliziert und belastet ihn. Aufgrund dessen rauschte die Wahl des neuen Zaubereiministers irgendwie an ihm vorbei, ohne dass er sich viel mit dem Ausgang auseinander setzte. Sam kommt sich sehr hilflos vor, gerät aber gleichzeitig gelegentlich mit seinen älteren Geschwistern – überwiegend Jocunda – aneinander.
DID YOU KNOW, THAT...
# dementor dass die Verfolgungsjagd während seiner ersten Zugfahrt nach Hogwarts seine schlimmste Erinnerung darstellt?
# irrwicht dass die Angst an sich seine größte Angst ist und sich diese als toter Körper von seinen Lieben materialisieren würde, die gestorben sind, weil er seine Angst nicht überwinden konnte?
# patronus dass sein erstes Quidditchspiel in der Hausmannschaft für Gryffindor eine seiner glücklichsten Erinnerung darstellt? # dass er in der DA einen Eisbären als Patronus hatte? # mirror of erised dass er nichts mehr begehrt als sich seinen Ängsten zu stellen? - Furchtlos, erfolgreich und mit einer Frau an seiner Seite # amortentia dass sein Liebestrank silberfabend ist und nach Zedernholz, Himbeeren und Regen riechen würde?
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name&age Franzi (26) | Other faces Arthur, Becca, Beck, Jane & Lorcan | Face Owen Joyner | Quellen Steckbriefe von Gabe, Josh, Tilda & Nicole | Passing on Ja (ohne Steckbrief) Einer für alle - alle für einen & Can we be family | OTM-Bild | Steffy hat's gesehen