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⌊ Est. 2011 ⌉ Willkomen im New Golden Days, ehemals bekannt als Those Golden Days. Wir nutzen historisch die Grundlage des HP-Fandoms, haben uns bewusst von der offiziellen Erzählung und deren diskriminierenden Grundhaltungen gelöst. Das Setting spielt 1997 in einer von Krieg, Chaos und Rebellion zerrütteten magischen Gesellschaft, die um Stabilität kämpft.
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Erste Schritte

Wir empfehlen den Leitfaden zu lesen. Darin haben wir alle Dinge notiert, die du für den Einstieg benötigst. Schau gerne in die Gesuche oder besuch uns doch gleich im Discord und lass dir von uns einen Charakter andrehen.


Marcus Belby
a person without a quote


02.06.2017, 22:17 |
#1

Marcus Belby

I am here for the fall


"Welcome to the Ministry of Magic, visitor. Please leave your personal information here."
Personal Information:
Kennst du Marcus Belby? Nein? Ach, das ist doch dieser Ravenclaw, dieses Mauerblümchen, was kaum den Mund aufkriegt. Eigentlich ist nur die Frage, ob er wirklich so schüchtern ist oder sich einfach zu gut für diese Welt hält…
Jedenfalls besucht er mittlerweile den letzten, siebten Jahrgang und ist tatsächlich Mitglied in der DA - aber psst, das ist ja alles streng geheim. Ich habe gehört, dass dieser Marcus ein Halbblut sein soll. Außerdem hängt er ständig bei seiner weißen Perserkatze herum, welche er Artemis nennt. Da scheint wohl jemand zu viel Sailor Moon geguckt zu haben. Wie auch immer, hast du schon von seinen ZAGs gehört? Dieser Typ ist ein echter Streber. Solche Leute kann ich ja überhaupt nicht leiden. Du hast sie nicht gesehen? Tja, dann mal los:

  • Zauberkunst: Ohnegleichen
  • Verwandlung: Erwartungen übertroffen
  • Zaubertränke: Annehmbar
  • Verteidigung gegen die Dunklen Künste: Erwartungen übertroffen
  • Kräuterkunde: Ohnegleichen
  • Geschichte der Zauberei: Ohnegleichen
  • Astronomie: Ohnegleichen
  • Pflege magischer Geschöpfe: Ohnegleichen
  • Muggelkunde: Ohnegleichen

    UTZ-Kurse: Zauberkunst, Verwandlung, Verteidigung gegen die Dunklen Künste, Kräuterkunde, Astronomie, Pflege magischer Geschöpfe, Muggelkunde
Ätzend, oder? Wenigstens kann gesagt sein, dass dieser Belby nicht fähig ist, einen Patronuszauber heraufzubeschwören. Da schlummert wohl doch kein Genie in der Bohnenstange. Die Gestalt eines solchen Zaubers würde bei ihm wohl der einer Maus gleichen. Passt doch, nicht wahr?
Sein Zauberstab besteht angeblich aus Pappelholz, hat einen Kern aus Drachenherzfaser und eine Länge von 11 ½ Zoll. Außerdem habe ich mal aufgeschnappt, dass er bei einer Begegnung mit einem Dementor eine Kindheitserinnerung durchlebt, in welcher er von seinem Vater großen Ärger bekam. Dass dieser Marcus im Gegensatz zu seinem erfolgreichen Onkel Damocles ein echter Nichtsnutz ist, ist wohl ziemlich deutlich. Es gibt also eigentlich überhaupt keinen Grund, sich größere Hoffnungen zu machen. So oder so, nimmt Marcus‘ Irrwicht die Gestalt seines Vaters an. Das war vielleicht ein Spaß, ihn beim Verteidigung gegen die Dunklen Künste-Unterricht wimmern zu sehen. Dieser Typ ist so eine Nullnummer. Nicht einmal gegen seinen eigenen Vater kann er sich behaupten…
Kein Wunder, dass er sich im Spiegel Nerhegeb von vielen Leuten umringt sehen würde, die ihn für seine Person bewundern. Irgendwie klingt dieses Bild ziemlich utopisch. Der Kerl ist einfach nicht der Gewinnertyp; eher ein Einzelgänger. Kannst du glauben, dass der Armortentia-Trank für ihn einen Duft von Buchseiten, Vanille und Kaminfeuer haben soll? Eine ziemlich schräge Kombination, wenn du mich fragst – aber schräg passt zu diesem Macrus Belby ja.
"Somebody told me your family tree would be a circle. Is that true?!"
Anthony Belby ist kein sonderlich einfacher Charakter. Der Familienvater hält an seinen Prinzipien fest, akzeptiert und versteht eine andere Meinung als die eigene äußerst selten und lässt seine Mitmenschen gerne spüren, wenn ihm etwas nicht in den Kram passt. Als Verkäufer arbeitet er in einem kleinen Schreibwarenladen in der Winkelgasse. Über den Feierabend und das wohlverdiente Feierabendbier in seiner Stammkneipe ist er besonders froh. Anthony hat es in seinem Leben nicht sonderlich weit gebracht. Sein Bruder Damocles hingegen machte mit seiner Erfindung des Wolfsbanntranks den großen Gewinn. Eifersüchtig gönnt er jenem seinen Erfolg überhaupt nicht. Zwischen den beiden Geschwistern herrscht seit jeher ein tief sitzender Streit. Seine Erwartungen als auch Hoffnungen setzt Anthony nun in den Sohn Marcus. Jener soll nach der Schule gutes Geld machen, aber vor allem einen hochangesehenen Job innehaben. Wie sehr der Vater seinen eingeschüchterten Jungen damit unter Druck setzt, bemerkt er natürlich nicht. Vielmehr hämmert es in Anthonys Kopf, dem eigenen Bruder eines auswischen zu können. ‚Was du kannst, können wir schon lange‘, lauten die Gedanken des Grimmigen. Nur blöd, dass es nicht er ist, der diese Devise ausbaden darf. Marcus hat kein gutes Verhältnis zu seinem Vater. Er fürchtet die Forderungen und Ansprüche des mittlerweile 46-Jährigen. In Anthonys Gegenwart wird er ganz klein, spricht wenig und geht unter lauten Worten unter.
Mary Belbys Schweigen macht das Ganze kaum besser. Die Hausfrau beschäftigt sich viel lieber mit sich selbst, kocht, putzt und bummelt mit dem nichtvorhandenen Geld in den Einkaufstraßen. Schaufenstershopping betreibt die Mutter wirklich liebend gerne. Vermutlich entkommt sie einfach gerne der viel zu dominanten Ader ihres Mannes. Ja, Mary ist genervt, aber feige genug, um aus ihrer Ehe entfliehen zu können. Der Streit zwischen ihrem Mann und dessen Bruder, die immer präsenten Vergleiche zu eben jenem und überhaupt Anthonys rechthaberische Art setzt der Frau zu. Ihren Sohn liebt sie, hat den Bezug zu ihm jedoch schon längst verloren. Ständig ist Marcus allein, scheint kaum soziale Kontakte zu haben, raucht und ist seinen Eltern gegenüber wortkarg. Mittlerweile hat es Mary aufgegeben ein Band zu dem Einsamen zu knüpfen. Vielleicht ist es ihr sogar egal geworden. Immerhin kreisen ihre Gedanken ständig um den Moment, in welchem sie das Haus und ihr Eheleben hinter sich lässt – ein Augenblick, der ohnehin nicht eintreffen würde. Ihre Uhr tickt. Nun zählt sie schon 45 Jahre. Wer sollte nun denn noch Gefallen an ihr finden? Eine gewisse Abhängigkeit zu Anthony besteht. Eine Abneigung von Marcus‘ Seite gegenüber seiner Mutter ebenfalls. Obwohl beide Eltern ehemalige Ravenclaws sind, meint der Dunkelhaarige nichts von irgendeiner Intelligenz zu bemerken. Irgendwie gemein, oder? Aber es ist wirklich wahr: Beide Erwachsenen scheinen unglaublich einfach gestrickt zu sein, während es Anthony vermag, sein Temperament als Einschüchterungsmethode zu benutzen.
Desweiteren gibt es dort den berühmt berüchtigten Onkel Damocles Belby. Schnell bringt man Marcus‘ Namen mit eben jener Person in Verbindung. Kein Wunder, denn dieser Typ brachte es zu etwas ganz Großem. Mit seinem Wolfsbanntrank revolutionierte Damocles die magische Welt. Später bekam er sogar den Merlin-Orden erster Klasse verliehen. Kennengelernt hatte er diesen berühmten Onkel jedoch nie. Trotzdem liegt ihm dessen Erfolg, ironischer Weise, quer im Magen. Marcus ist nicht dumm und ahnt, wo die Anforderungen des eigenen Vaters ihren Ursprung nehmen. Demzufolge hegt der junge Mann eine gewisse Abneigung gegenüber einem eigentlich fremden Familienmitglied, welches Großes, ja Gutes, leistete.
"To be honest: We're all completely mad here. I think we all would need a therapist. Especially Harry Potter and Dumbledore. But enough of them - lie down on our couch and tell us something about your crazy habits."
&& intelligent, strebsam, ehrgeizig, gewissenhaft, loyal, interessiert, ordentlich, lernwillig, bescheiden, freundlich, höflich, kompromissbereit, wachsam && folgsam, still, ruhig, realistisch, feige, verklemmt, distanziert, launisch, verlustängstlich, unehrlich, gedankenverloren, emotional, menschenscheu

Dieses kleine Mäuschen in der hintersten Ecke des Klassenzimmers, das ist Marcus Belby. Durch seine zurückgezogene, abwartende und scheinbar introvertierte Art fällt der junge Mann unter seinen Mitschülern kaum auf. Stattdessen ist er eher das Mobbingopfer Nummer eins, welches schnell im Radar jener fiesen Slytherins steht. Ach, bei Marcus funktionieren diese kleinen Provokationen aber auch einfach zu gut. Entweder er springt vollkommen darauf an, will seine schwachen Fäustchen schwingen oder er versucht mit gesenktem Kopf, nun einmal wie das letzte Mauerblümchen, an seinen Widersachern vorbeizulaufen. Kein Wunder, dass man ihm genau diesen Namen verpasste: Blümchen. Marcus ist schnell durch Autoritätspersonen eingeschüchtert. So hatte er zu Professor Severus Snape beispielsweise noch nie irgendeinen grünen Zweig gefunden. Dann wird er ganz still, meidet Blickkontakt und beschränkt sich lieber auf das Denken als auf das Handeln. Generell geht der Dunkelhaarige sowieso gerne vom Negativen aus. Er rechnet stets mit dem Schlechten, um sich gar nicht erst allzu große Hoffnungen zu machen. Die Erwartungen von außen, eben jene seines Vaters, sind unwahrscheinlich hoch. Dementsprechend kritisch geht Marcus mit sich selbst um.
Bezüglich seiner Mitmenschen macht er sich seine eigenen Gedanken, welche er selten laut ausspricht. Er ist durchaus wachsam und feinfühlig, weswegen ihm Veränderungen im Wesen und Verhalten anderer schnell auffallen. Andererseits findet man in ihm keinen guten Redner. Eine echte Hilfe bei Problemen stellt Marcus vermutlich nicht dar. Er kann wunderbar zuhören, Ratschläge geben fällt ihm hingegen schwer. Obwohl Marcus die DA besucht, kann man ihn als durchaus feige beschreiben. Im Kampf würde er wohl durch die eigene Untätigkeit sofort, trotz Können, sein Leben verlieren.
Zuhause, in der Familie, erlebte er keine sonderlich guten, menschlichen Erfahrungen. Heute macht ihn dies im Umgang mit anderen unsicher, scheu und distanziert. Zusätzlich plagt ihn die Angst jemanden verlieren zu können, sodass er es vorzieht gar nicht erst irgendeine Beziehung aufzubauen. Vor allem, weil Marcus nach Besonderheit und Aufmerksamkeit giert, ist er unehrlich.
Nicht selten sitzt er gedankenverloren am Fenster, lebt in einer eigenen kleinen Traumwelt und vergisst das Geschehen um sich herum. Er wird schnell emotional, ist aber keineswegs leicht am Wasser gebaut. Stattdessen stopft er seine Gefühle in den Konsum von Alkohol und das Rauchen von Zigaretten. Eigentlich kann man diesen armen Kerl sogar als richtig verzweifelt beschreiben. Mit genau jener Verzweiflung steht er sich selbst im Weg, macht Dinge schwieriger als sie sind und findet scheinbar keinen Ausweg. Unkontrollierte Wutausbrüche sind bei diesem eigentlich so ruhigen Typen keine Seltenheit. Kein Wunder, dass man ihn ‚Freak‘ schimpft. Es ist aber auch komisch, wenn man ihn in der Einsamkeit der Ländereien mit sich selbst reden und Dinge ins Weite schmeißen sieht.
Likes: Dislikes:
Zierlich, dünn und blass – das beschreibt Marcus Belby wohl unwahrscheinlich gut. Der Junge ist einer der unauffälligeren Sorte, was vor allem an seiner unscheinbaren Gestalt liegt. Andererseits ist er aber sehr auffallend durch seine strahlend hellblauen Augen. Oftmals sieht man ihn in weiten Pullovern oder Sweatshirts umherlaufen. Vermutlich meint er sich damit ein wenig mehr Körpermasse andichten zu können. Ebenfalls im alltäglichen Kleidungsstil des jungen Mannes vertreten sind karierte Hemden, zerrissene Jeanshosen oder mit Sailor Moon-Motiven bedruckte Shirts. Cool macht ihn das trotzdem nicht. Wer ganz aufmerksam ist, dem wird auffallen, dass er selten neue Anziehsachen trägt. Tja, die Familie Belby scheint – zumindest seitens Marcus‘ Vater – doch nicht so viel Geld zu besitzen, wie der berühmte Name vermuten lässt.
"I really do hate history of magic. But we can't leave out that part - so bore me with your 'magical history'."
I’m just here for the fall && Geburt und Kindheit
Zuckerpuderweiß lag der Schnee über dem turbulenten London als das schreiende Neugeborene das Licht der Welt erblickte. Marcus Belby war ein Wunschkind gewesen, welches die getrübte Ehe der Familie hatte erleuchten sollen. Falsch gedacht, denn mit einem Baby im Haus wurden die Probleme zwischen Anthony und Mary Belby natürlich nicht weniger. Stattdessen wuchs die vorlaute Stimme des Vaters nur noch mehr, während die Mutter im Stress ertrank. Schön war das nicht, wirklich nicht. So kam es dazu, dass Marcus zu keinem Elternteil je ein festes Band knüpfte.
Bereits mit zwei Jahren beschäftigte er sich stundenlang über den Tag hinweg allein, lernte in einer langen Einsamkeit klarzukommen und erhielt wohlmöglich dadurch starke Defizite im sozialen Miteinander. In der Schulzeit fand Marcus wenige Freunde, sodass er sich, auch aufgrund des Leistungsdrucks seitens des Vaters, viel mehr mit dem Lernen beschäftigte. Im Sommer kam Marcus selten vor die Tür – und wenn er es doch tat, glich er kurze Zeit später eher einer Tomate. Für die Kinder in seiner Schule war dies ein gefundenes Fressen. Schon damals erhielt Marcus zum ersten Mal den Spitznamen ‚Blümchen‘ – abgeleitet von Mauerblume. Am Ende war es also wohl kein Wunder, dass er lieber in den eigenen vier Wänden blieb, als großartig auf Kontaktsuche zu gehen. Trotzdem faszinierte die Aufmerksamkeit und Zuneigung, welche die angesagten Schülerinnen und Schüler erhielten. Schon damals begann Marcus seine Mitmenschen liebend gerne zu beobachten. Zu Handlungen und großen Interaktionen kam es seinerseits aber nicht.
Seine magische Begabung zeigte sich recht früh, mit fünf Jahren. Während einer Schimpftirade seines Vaters gluckerte auf einmal das Wasser aus den Hähnen im gesamten Haus. Schon bald standen einige Räume knöchelhoch in der klaren Flüssigkeit. Sonderlich begeistert waren Anthony und Mary darüber nicht.

I forgot what I was losing my mind about && 1.-5. Schuljahr, oder: die Zeit vor Du-weißt-schon-wer
Der Brief von Hogwarts flatterte ins Haus wie eine frohe Botschaft. Zum ersten Mal in seinem Leben erfuhr Marcus echte Wertschätzung von seinem Vater. In der Winkelgasse kaufte er, wie alle andere Erstklässler, seinen Zauberstab, Bücher und Umhänge. Damals strahlte der Blauäugige bis über beide Ohren, denn die Hoffnung auf Veränderung – auch im Familienleben – hatte sich in sein Innerstes eingeschlichen. Verabschiedet wurde er am Gleis 9 ¾ mit den mahnenden Worten seines Vaters, bloß mit guten Leistung zu glänzen. Schon war der bittere Nachgeschmack zurück. Trotzdem konnte Anthony seinem Sohn die Vorfreude nicht ganz nehmen. Marcus war wohl einer der ersten, welcher im Hogwartsexpress in seine Schuluniform schlüpfte. Still und mit im Schoß gefalteten Händen verharrte er auf seinem Sitzplatz, während er den aufgeregten Stimmen seiner neuen Mitschüler lauschte. Jeder hatte eine ganz eigene Meinung über das, was sie in nächster Zeit erwarten würde. Den dunkelhaarigen Jungen schien zu diesem Zeitpunkt niemand zu bemerken.
Einschüchternd und ehrfürchtig zugleich wirkten die Mauern der Schule für Hexerei und Zauberei auf Marcus, welcher bis dato in eher ärmlicheren Verhältnissen gelebt hatte. Während der Zeremonie des Sprechenden Hutes, wuchs seine Nervosität fast ins Unermessliche. Als der Zierliche jedoch auf dem Stuhl Platz genommen hatte, ging alles ganz schnell. ‚Ravenclaw‘ lautete die Wahl. Und so tapste Marcus mit einem verlegenen Lächeln zu seinen neuen Mitschülern an den Haustisch.
Im Verlauf der ersten Wochen stellte sich früh heraus, dass die Ravenclaws mit diesem Jungen einen neuen, echten Streber hinzugewonnen hatten. Ständig hing Marcus über seinen Büchern, Hausarbeiten oder Texten, die er ohne Aufforderung verfasste. Er tat sich schwer, Freunde zu finden, verhielt sich auch hier distanziert und geriet schon bald ins Visier älterer, aber auch gleichaltriger Slytherins. Das erste Jahr schloss Marcus überaus gut ab. Die erwartete Anerkennung des Vaters blieb hingegen aus. Stattdessen pochte Anthony geradezu hart darauf, dass sein Sohn eben jene Leistungen bloß beibehielt. Über die Schuljahre hinweg entwickelte sich eine ständig präsente Nervosität des Jungen. Der Druck von zuhause ließ ihn zurückgezogener denn je werden. Zusätzlich konnte er seine Gefühle und Wut kaum mehr für sich behalten. Oftmals sah man ihn allein über die Ländereien schleichen, mit sich selbst reden und Dinge, die er vom Boden aufhob, in die Ferne schmeißen. Man verpasste ihm einige Spitznamen, wobei ‚Freak‘ nur ein Probierhäppchen einer ganzen Bandbreite war.
Auch in Hogwarts liebte es Marcus seine Mitschüler zu beobachten. Er war ein stiller Bewunderer der Beliebten, während er sie gleichzeitig verachtete.
Die Turbulenzen um den berühmten Harry Potter versetzten den Dunkelhaarigen in eine Situation der Angst. So fürchtete Marcus Belby den dessen Name nicht genannt werden darf. Andererseits bewunderte er den Gryffindor für seinen Mut, welchen er selbst wohl nie aufbringen werden könnte. Während die Kammer des Schreckens geöffnet war, hielt sich Marcus wie ein Schatten an einige Schülergrüppchen, um nicht allein durch die Korridore des Schlosses laufen zu müssen. In diesem Schuljahr sackten seine Leistungen vor lauter Nervosität, Angst und Verzweiflung drastisch ab. Das Donnerwetter, welches in jenen Sommerferien folgte, war hart genug, um Marcus in den folgenden Schuljahren eines Besseren zu belehren.
In seinem fünften Schuljahr konzentrierte sich Marcus vollkommen auf seine ZAGs. Trotzdem fieberte er im Trimagischen Turnier beinah enthusiastisch mit. Das brutale Ende, welches dieser Wettkampf jedoch nahm, machte Marcus eines deutlich: Dieser Potter musste Recht haben. Und so war er vielleicht einer der wenigen, welcher an die Rückkehr Du-weißt-schon-wers glaubte.

I only wrote this down to make you press rewind and send a message I was young and a menace && 6. Schuljahr – jetzt, oder: die Zeit nach Du-weißt-schon-wers Rückkehr
Nach Cedric Diggorys Tod veränderte sich vieles in der Zaubererwelt. Während das Ministerium die Rückkehr Du-weißt-schon-wers verleugnete, beobachtete Marcus Belby die Geschehnisse mit flatterndem Herzen. Zuhause wütete die Stimme seines Vaters, welcher den vorlauten Harry Potter verhöhnte und jedem Wort des Tagespropheten seinen Glauben schenkte. Marcus aber glaubte noch immer an die Wahrhaftigkeit der Behauptung des Gryffindors. Und so schloss er sich in seinem sechsten Schuljahr der neu gegründeten Organisation ‚DA‘ an. Zum ersten Mal trat er in Aktion mit anderen Schülern. Dabei fühlte er sich sogar richtig gut. Selbst Dolores Umbridge, welche in diesem Schuljahr das Schloss unsicher machte, konnte jene Freude kaum trüben. Endlich schaffte es Marcus einige mehrere soziale Kontakte aufzubauen. Trotzdem griff er, nun da es für ihn allmählich auf den Abschluss zuging und der Leistungsdruck immer mehr anstieg, mittlerweile viel zu oft zur Zigarettenschachtel. Auch die Vorkommnisse während des Hogsmeadewochenendes an Halloween machten Marcus sichtlich zu schaffen. So beschloss er in der Weihnachtszeit im Schloss zu bleiben. Viel zu sehr plagte ihn die Angst eines erneuten Angriffs. Sehnsüchtig beobachtete er durch die Fenster der Türme jene mutigen Schüler, welche den Weg ins Zaubererdorf genießen konnten. Noch am Abend sah man Marcus Belby am Ufer des Großen Sees, dicke Steine auf das gefrorene Eis schleudern.
Aber nicht nur der Dunkle Lord und die Geschehnisse außerhalb des Schlosses schürten die Unruhe im Inneren des jungen Mannes. Etwas vielleicht noch viel Größeres brodelte in seinem Inneren. Es war die erste Liebe, oder eher die erste Verliebtheit. Marcus‘ Herz flatterte, wenn er dieser einen bestimmten Person nachsah, ihr hinterherlief und hoffte, von ihr angesprochen zu werden. Ihr? Oh, nein. So einfach war das Ganze leider nicht. Marcus wünschte sich, dass es aufhörte – dass sein Herz nicht schneller schlug. Nicht wegen eines Jungen. Besser sollte das Ganze nicht werden. Erst im Laufe der Zeit musste er den Gedanken akzeptieren; eine andere Wahl blieb ihm am Ende sowieso nicht. Natürlich war er nicht selbstbewusst genug, um mit seinen Gefühlen hausieren zu gehen. So glitt ihm jener Junge durch die Finger – gleichzeitig brodelte eine noch größere Verzweiflung in seinem Bauch.
Mit Anschlägen und Terror neigte sich das Schuljahr dem Ende zu. Die wohl einzig gute Nachricht war das Verschwinden der verhassten Dolores Umbridge. Marcus gönnte den Hufflepuffs den Hauspokal. Immerhin waren es nicht die listigen Schlangen, welche sich feierten.
In den Sommerferien schloss sich Marcus meistens in seinem Zimmer ein, las zur Ablenkung seine Comics und versank in anderen Zeiten dann doch in seinen wirren Gedanken. Das nächste Schuljahr klammerte mit seinen stählernen Krallen um sein Herz. Die vergangene Verliebtheit verwirrte und machte ihn gleichzeitig auf sich selbst wütend, während die Dunkelheit dort draußen ein weiterer Grund zur Furcht war. Marcus ahnte, dass ihnen allen nichts Gutes bevorstand. Er hoffte dem jedoch irgendwie entgehen zu können.
"Let's pretend that I've stolen your silly polyjuice potion - I wanna know who you truly are."
FACTS
"All these great guys have their own places - you know, Dumbledore has his headmaster office, the minister has the ministry.. and the admins have this little part of your profile."
Face; Quellen; Passing on?; Other
Dane DeHaan leiht Marcus sein hübsches Gesicht. Außerdem hat mir Harry Potter-Wiki beim Schreiben gleich dreimal aus der Patsche geholfen: Eins, zwei und drei. Da Marcus Belby ein Buchcharakter ist, darf er natürlich ohne Steckbrief weitergegeben werden. Ach, und mal ganz am Rande: Kris war als Erste da, hihi!


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