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⌊ Est. 2011 ⌉ Willkomen im New Golden Days, ehemals bekannt als Those Golden Days. Wir nutzen historisch die Grundlage des HP-Fandoms, haben uns bewusst von der offiziellen Erzählung und deren diskriminierenden Grundhaltungen gelöst. Das Setting spielt 1997 in einer von Krieg, Chaos und Rebellion zerrütteten magischen Gesellschaft, die um Stabilität kämpft.
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Erste Schritte

Wir empfehlen den Leitfaden zu lesen. Darin haben wir alle Dinge notiert, die du für den Einstieg benötigst. Schau gerne in die Gesuche oder besuch uns doch gleich im Discord und lass dir von uns einen Charakter andrehen.


Anne Imogen Flint
a person without a quote


01.11.2022, 18:59 |
#1
» pureblood » 26 Jahre » Taissa Farmiga
Anne Imogen Flint
there were pages turned with the bridges burned
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P E R S Ö N L I C H E S

Name: » Anne Imogen Flint
Anne hieß während ihrer Ehe kurzzeitig Gauthier mit Nachnamen, nahm den Namen Flint nach der Scheidung aber wieder an. Einen Spitznamen besitzt sie nicht.

Geburtstag » 26 Jahre # 30. Mai 1971

Wohnort » King’s Lynn # Familienanwesen

Schule » Vom Sprechenden Hut nach Slytherin sortiert zu werden war keine Überraschung, es hätte Anne schon sehr gewundert, wenn er sie mit einer anderen Farbe als grün versehen hätte. Ihre UTZ schloss sie zu ihrer Zeit mit vorzeigbaren Noten ab:

Arithmantik: Erwartungen übertroffen
Astronomie: Ohnegleichen
Zaubertränke: Annehmbar
Geschichte der Zauberei: Ohnegleichen
Zauberkunst: Erwartungen übertroffen

Vermutlich wäre es egal gewesen mit welchen Noten sie Hogwarts verlassen hätte, immerhin war ihr Schicksal besiegelt und ihre Rolle als Ehefrau beschlossene Sache. Doch selbst wenn dies kein Thema gewesen wäre, hätte man ihrem Interesse an der Astronomie wohl nicht mehr als ein verspottendes Lachen gewürdigt. Welche Karriere auch immer mit diesem Talent verbunden gewesen wäre, Anne kam nicht in den Genuss das überhaupt auszuprobieren.

Arbeit » Es stand früh fest, dass Anne im Familienunternehmen wenn überhaupt nur eine kleine Rolle spielen würde, da ihre Zukunft gemeinhin als Ehefrau gesehen wurde. Als fortschrittlich denkende Person hat Anne sich aber dennoch eine Nische gesucht, die im Kern auch ihrem Wesen entsprach: Das Entwerfen funktioneller Quidditchkleidung. Handarbeiten kamen ihr entgegen, sind es doch Dinge, die man allein und in Ruhe tun kann.
Nach ihrem Umzug nach Kanada erlernte Anne viel Wissen über die Kunst, Zauberstäbe zu fertigen. Zwar war dies keine Passion der Flint, sie begann aber damit die Kerne und Hölzer der Zauberstäbe in Kleidung zu verarbeiten, sodass sich Outfit und Zauberstab ergänzten und gegenseitig eventuell sogar verstärken könnten. Nun, da sie wieder in England ist, perfektioniert sie diese Kunst.
Da Anne nur bedingt auf Geld angewiesen ist, geht es ihr bei dieser Berufung nicht unbedingt darum hohe Summen einzustreichen. Sie hat früh gelernt, dass nur der, der was gibt, auch etwas zurückbekommt, egal in welcher Wertigkeit. Da das Anfertigen der Kampfkleidung relativ langwierig und komplex ist, kann sie nicht alle Wünsche der Kunden flächendeckend befriedigen. Sie entscheidet demnach individuell, wem sie etwas anfertigt und wem nicht; lässt bei dieser Entscheidung auch ihr Gewissen nicht außen vor.

Blutstatus » Reinblut

Einstellung » Neutralität ist ein Gut, das man sich dieser Tage wohl nicht mehr leisten kann. Die schwarzmagischen Aktivitäten mochten ihr anfangs relativ egal gewesen sein, vor allem weil ihr Aufenthaltsort in Amerika gelegen hatte, doch nun da sie wieder in Großbritannien ist verurteilt sie die Anschläge zumindest im Stillen. Aufgrund ihres Berufs und ihrer Nebentätigkeit, von der ihre Eltern nichts wissen dürfen, muss sich Anne jedoch gut überlegen ob sie ihre Unterstützung auch wirklich anbieten möchte, um nicht ausgenutzt zu werden. Eine Form der Abhängigkeit will sie tunlichst vermeiden. Dennoch ist ihre Gesinnung definitiv eher gut als alles andere.

A L L G E M E I N E S


Zauberstab » Ihren Zauberstab bekam Anne damals vor ihrer Einschulung, gefertigt wurde er von Ollivander, die Suche nach ihm gestaltete sich nicht ganz leicht; über eine Stunde suchten der Zauberstabmacher und sie nach dem guten Stück. Am Ende wurde es ein biegsamer Zauberstab aus dunklem Weideholz, den Kern bildet Einhornhaar und er misst 8 Zoll.

Patronus » Anne ist nicht in der Lage einen Patronus zu beschwören, maßgeblich deswegen, weil sie diesen Zauber nicht brauchte und es auch hier an der Möglichkeit fehlte ihn zu erlernen, vielleicht auch an einer Erinnerung, die wirklich stark genug wäre für so einen mächtigen Zauber. Müsste sie sich festlegen, welche Erinnerung die glücklichste ist, wäre es wohl die Erinnerung an die Monate in Kanada, die sie frei leben und über sich selbst verfügen durfte, Freiheit zu spüren, die ihr ansonsten verwehrt worden war. Sollte sie den Patronus-Zauber irgendwann doch noch einmal lernen, würde er wohl die Form eines Fuchses annehmen.

Dementor » Anne ist in der glücklichen Lage noch keine qualvolle Erinnerung gemacht zu haben, die sie wirklich verfolgt oder in den Grundfesten zerstört. Die größte Sorge ist vermutlich, dass ihr Leben fremdbestimmt ist und sie in einer lieblosen Ehe feststeckt. Das Gefühl von damals, als sie von ihrem Umzug nach Kanada erfuhr und die ersten Tage und Wochen voller Ungewissheit, kommt dieser Angst am nächsten. Vermutlich würde sie sich daran erinnern.

Spiegel Nerhegeb » Ziemlich eindeutig, denkt zumindest Anne: Sie würde sich und Dorian sehen, beide glücklich mit ihrem Leben, ohne äußere Zwänge oder Druck jemand sein zu müssen, den sie nicht darstellen wollen.

Irrwicht » Anne ist sich nicht sicher in welcher Gestalt dies auftreten würde, doch die größte Angst in ihrem Leben ist es ihrer Freiheiten beraubt zu werden, ein tristes Leben mit strengen Vorgaben zu führen, denen sie nicht entkommen und in denen sie sich nicht entfalten kann. Sie sieht am Beispiel ihres Bruders jeden Tag aufs Neue, wie qualvoll es ist nicht man selbst sein zu dürfen und fürchtet sich davor, sich ebenso fühlen zu müssen. Vielleicht würde der Irrwicht sich also in sie verwandeln in eben jener, traurigen Rolle oder in ein Elternteil, das ihr mit eiserner Faust ein Leben aufzwingt, an dem sie zerbrechen würde. Gemessen an den Ängsten, die andere Leute verspüren sicher nicht besonders ergreifend, doch es würde ihr Leben komplett aus den Fugen reißen.


Amortentia » Der roségoldene Trank würde für Anne nach Ölfarbe riechen, kalter Morgenluft und frisch geschnittenem Holz.

Haustiere » Anne ist im Besitz einer Eule, die sie aber eher selten als Briefträger nutzt, zumeist ist der Kauz mit dem Namen Aristoteles frei und hält die Gegend verantwortungsbewusster frei von Mäusen als Annes Katze, ein Siamese, der eher unbeholfen durchs Leben stolpert, dafür aber nett aussieht. Neben den Kater Sokrates gesellt sich noch ein Korean Jindo, ein Hund mit cremefarbenem Fell, den Anne aus New York mitbrachte. Die Hündin Aspasia, kurz Sia, folgt Anne auf Schritt und Tritt und ist sehr personenbezogen.

F A M I L I E

Alexander Percival Flint (59 Jahre) & Imogen Flint, geb. Bulstrode (57 Jahre) » Reinblüter
Eltern »
Ihre Eltern sind das Abbild an Klischees, die man Leuten in ihrer Gesellschaft und ihrem Stand zuschreiben würde. Wenig ehrliches Interesse an den Kindern, Prestige als Priorität und die Wahrung der Werte. Anne kann sich nicht davon freisprechen, dass sie ihren Eltern gerne oft näher gewesen wäre, welches Kind würde das nicht wollen? Aber mit Dorian als enge Bezugsperson erübrigte sich irgendwann die Not danach. Sie haben ihr viele wertvolle Lektionen für das Leben gelehrt und man würde vergeblich versuchen ihr schlechte Worte über ihre Eltern zu entlocken, sie weiß es besser und mimt zumindest die loyale Tochter mit den gleichen Absichten und Ansichten zu sein.

Dorian Flint (29 Jahre), Geschäftsführung bei Flint´s Quality Quidditch Supplies » Reinblut
Bruder »
Dorian und sie hätten wohl auch Zwillinge sein können, so vertraut und innig ist das geschwisterliche Verhältnis zwischen den beiden. Wahrscheinlich spielt zu einem großen Teil mit herein, dass sie über einen wesentlichen Zeitraum nur sich hatten, doch ihr Weggang aus Großbritannien und die damit zwangsauferlegte Distanz zwischen Dorian und ihr hat Anne ein für alle Mal gezeigt, dass Dorian ihr Lieblingsmensch ist, jemand, ohne den sie nicht existieren möchte.
Sie hat keinerlei Probleme ihn auch offen in die Schranken zu verweisen oder ihm deutlich zu machen, dass er dann und wann zu emotional überreagiert, doch eben das macht ihre geschwisterlichen Bande aus: Vertrauenswürdigkeit in höchstem Maße, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Wahrscheinlich ist Dorian der einzige Mensch, der Anne vollkommen kennt, mit allen Ecken und Kanten, so wie andersherum.

Marcus Flint (21 Jahre), Quidditchprofi » Reinblut
Bruder »
Vermutlich liegt es an dem größeren Altersunterschied und der Tatsache, dass Anne und Dorian bereits eine unzerstörbare Einheit bildeten, aber das Verhältnis zwischen Marcus und Anne ist nicht als besonders eng zu beschreiben. Sie verstehen sich gut, sind durchaus sehr freundlich miteinander und Vertraute, doch die ganz enge Bindung blieb aus. Dennoch ergreift Anne oft für ihren kleinen Bruder das Wort, sie scheut sich nicht vor Konsequenzen ihrer Eltern, zumindest nicht in dem Maße wie Marcus. Dass sich Marcus derzeit in ein Abbild seiner Eltern verwandelt oder scheinbar das sein möchte, was sie erwarten, sieht Anne nicht gerne. Sie hat mehrfach versucht ihm sehr direkt ins Gewissen zu reden, doch davon möchte ihr Bruder nichts hören. Es mag ihr nicht egal sein, doch sie weiß, wann es sich lohnt Energien zu investieren und wann nicht.

Wren Gauthier (29 Jahre), Zauberstabmacher » Reinblut
Ex-Mann »
Als Mann und Frau taugten die beiden wirklich rein gar nichts, als überaus gute Freunde jedoch dafür umso mehr. Die Lüge konnte nicht ewig anhalten und Anne weiß, dass Wren mittlerweile wieder verheiratet ist, dieses Mal aber mit jemandem den er selbst aussuchte. Sie gönnt ihm jedes Glück der Welt, eine Brieffreundschaft existiert noch immer zwischen ihnen. Sie teilen ihr Wissen auch weiterhin und Anne erstattet ihm gerne Berichte über die Fortschritte in ihrem Werken.

Cousin » Fionn Pyrites # 29 Jahre, Mysteriumsabteilung
Cousin » Taron Pyrites # 25 Jahre, Assistenz im Ministerium
Tante » Grace Pyrites # 49 Jahre
Cousin » Liam Bulstrode # 29 Jahre, Junior Manager bei Twilfitt&Tatting
Cousine » Cadis Tripe # 28 Jahre, Fightclub Besitzerin
Cousin » Arion Tripe # 28 Jahre, Leitung des New Yorker Fightclubs
Tante » Gwyneth Selwyn # 40 Jahre, Leiterin der Abteilung für magische Unfälle & Katastrophen
Onkel » Nolan Selwyn # 43 Jahre, Leiter der Notaufnahme im St. Mungos
Tante » Mairi Flint # 27 Jahre, Drachenforscherin

C H A R A C T E R

Im Ordinären seine Besonderheit zu finden war für Anne von Beginn an eine familiäre Auflage und Herausforderung zugleich. Noch eine reinblütige Erbin, deren Zukunft mit der Geburt besiegelt sein sollte. Ehefrau werden, Kinder gebären, das vermeintlich edle Blut weitergeben. Sie macht sich selbst wenig vor, sucht nicht nach dem großen Schlupfloch in der Matrix ihres Daseins und möchte nicht mit wehenden Fahnen das Patriarchat in Flammen stehen sehen. Anne hat früh erkannt, wie sie ihren Weg gehen kann ohne groß auf sich aufmerksam zu machen, hat früh gelernt welche Hebel sie in Bewegung setzen muss, damit sie in den festzementierten Strukturen nicht stecken bleibt. Dabei hat ihr mit Sicherheit ihr schneller Verstand geholfen, Willensstärke, die gepaart mit einer gewissen Risikofreudigkeit Pfade neben den vorgesehen Wegen freigegeben haben.
Anne ist nicht verlegen, ihre Gedanken nach außen zu tragen, was sie für ihre Familie oft zu einer undurchschaubaren Gegnerin in den eigenen Reihen macht. Was sich schon im Kindesalter abgezeichnet hat, so wussten ihre Eltern, könnte später bestimmt für Ärger sorgen. Denn so sehr die Flints auch darauf beharrten, dass die Kinder sich den familiären Traditionen beugen, sie wollten Skandale im eigenen Haushalt ebenso sehr vermeiden. Also gab es da schon immer einen Atemzug mehr in der Erziehung, wenn Anne sich nicht jeder eklatanten Aufforderung beugen wollte. Nie zornig oder aufmüpfig, aber immer mit genug eisernem Willen ausgestattet, der ihr minimale Freiräume eingeräumt hat, die ihren Brüdern nicht zugesprochen wurden. Sie hat früh verstanden, dass ihr auch das nicht geschenkt werden konnte, dass für alles ein Gegengewicht benötigt wurde. Anne mag ihre Privilegien und glaubt in großen Teilen auch an die Traditionen, die mit ihrem sozialen Status einhergehen. Hält sie sich für etwas Besseres? Manchmal mit Sicherheit, doch das hat nichts mit dem Namen ihrer Familie zu tun und auch nicht mit der Reinheit ihres Blutes. Annes elitäres Verhalten, das oft mit Arroganz gleichgesetzt wird, findet ihre Wurzeln in Dingen, die sie nur sich selbst zu verdanken hat. Ihrem ausgeprägtem Allgemeinwissen, ihrer Schlagfertigkeit, in ihren vernichtenden Urteilen, mit denen sie nur selten hinter dem Berg hält. Sie weiß, dass sie sicher nicht immer fair ist damit, doch hat ebenso gesehen wie extrem schwierig es ist ihre Freiräume ansonsten zu bewahren. Es wäre ihr mit Sicherheit lieber nicht für alles, was man von ihr verlangt auch etwas im Gegenzug zu verlangen, doch das Aufwachsen in ihren Kreisen hat herauskristallisiert, dass es kaum anders möglich ist, wenn man sich nicht in katastrophalen Abhängigkeiten wiederfinden möchte. Kompromisse einzugehen fällt ihr nicht immer leicht, vor allem wenn sie etwas hergeben muss an dem sie hängt, doch sie erkennt meist den Mehrwert dahinter.

Dabei ist Anne eigentlich ein sehr empathischer Mensch, der dem Gegenüber lieber mit Ruhe und Feingefühl begegnet. Durch ihre innere Ruhe, aus der sie Kraft und Sicherheit schöpft, ist sie oft bedacht, handelt nie impulsiv und gibt gute Ratschläge, oftmals in Humor verpackt, ohne dabei außer Acht zu lassen, dass alle Standpunkte mehrere Blickwinkel benötigen. Natürlich gibt sie gerade jenen tröstende Worte, die ihr am nächsten stehen, weiß aber auch, dass damit nicht immer geholfen ist. Ungemütliche Wahrheiten sind Teil des Lebens, wer damit nicht umgehen kann sollte sich die Hilfe lieber woanders suchen. Kann man gut ertragen, dass einem nicht alles gefällt was man im Trost bei ihr zu hören bekommt, dann findet man in ihr eine loyale Freundin, deren gute Ideen verbunden mit cleverem, gewieften Denken Probleme auch in großem Maß lösen können. Manch einer würde behaupten, dass in der jungen Hexe eine alte Seele haust, die ihrem Alter weit voraus ist. Mag sein, doch Anne würde eher behaupten, dass ihre Beobachtungsgabe für die Außenwelt und ihr Interesse in Literatur mit philosophischen Standpunkten ihr mehr Perspektiven gibt als vielleicht Gleichaltrigen.
Anne ist aber noch lange nicht für jeden ein netter Gesprächspartner, offenbart sich nicht relativ zu Beginn eines Kontakts, dass sie ihr Gegenüber sympathisch und interessant findet scheut sie nicht das Gespräch abzubrechen. Das hat ihre Eltern schon oft in missliche Lagen gebracht, doch Zeitverschwendung jeder Art ist Anne zuwider. Was man bei ihr aufgrund der gelassenen Grundhaltung wahrscheinlich nicht vermuten würde, ist die Tatsache, dass Anne eine schrecklich schlechte Verliererin ist. Egal ob Zauberschach oder ein Kartenspiel, auch in ihrem Alter wirft sie das Schachbrett gerne noch mitsamt Figuren vom Tisch, wenn ihre Dame zerschlagen oder der König entthront wird. Kritik dafür oder für ihre eigenen Werke kann sie ebenso wenig annehmen, möchte sie auch gar nicht; zwar ist sie bereit an sich zu arbeiten, aber sie möchte die Meinungen anderer Leute zu ihrer eigenen Person einfach nicht hören - und benennt dies auch.

Ihre eigene Katharsis findet Anne in der Kreativität. Von Beginn an war sie ein höchst musisches Kind, ist geübt in allerlei künstlerischen Techniken, Handarbeiten und musiziert gern, das Instrument ihrer Wahl ist hierbei die Geige; vor allem deswegen, weil es sie nicht an einen festen Ort bindet wie zum Beispiel das Klavier, dem sie ebenfalls mächtig ist. Für ihre Eltern gehörte diese Erziehung wahrscheinlich zum guten Ton, man tat der jungen Hexe aber einen Gefallen damit, sie mit derlei schöpferischen Fähigkeiten auszustatten. Ihr Verstand findet dort Ruhe und kann sich regenerieren, so manch ungelöstes Problem löst sich dabei in Luft auf. Anne lässt sich nicht in Dramen verstricken und verweist auch jeden in seine Schranken, der sie dafür nutzen möchte. Es ist die eine Sache für jemanden da zu sein, Hilfe anzubieten, doch sie lässt sich nicht für Allianzen ausnutzen oder spricht Bestätigungen aus, im Gegenteil, es folgt höchstens eine deutliche Rückmeldung, wie sich die Realität um den dramatischen Zwist wirklich verhält. Für derlei Tragik ist ihr ihre Zeit zu wertvoll, noch dazu sieht sie keine Relevanz in so überaus kräftezehrenden Momenten. Wer sich dennoch an sie wendet hat prinzipiell selbst Schuld, Anne verstellt sich nicht und hält mit direkten Worten nicht hinter dem Berg, in dieser Hinsicht war das Aufwachsen im streng reglementierten Elternhaus eine Schule für das Leben.

LIKES
Dorian # Tiere # Ölmalerei # Geige spielen # Ruhe # einsame Spaziergänge # Apfelkuchen # Philosophie # Autonomie # Erdbeeren

DISLIKES
Als Ehefrau enden müssen # Langeweile # zu viele Menschen # erzwungene Gespräche # Tee # Abhängigkeit # Schmuck # nicht ernst genommen werden # Oliven # Frösche



L E B E N S L A U F

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1971 # Anne wird als zweites Kind in die reinblütige Familie Flint geboren

Aufgrund Komplikationen findet die Geburt im St. Mungos in London statt. Mutter und Tochter sind wohlauf und können zwei Tage nach der Geburt aufs Anwesen nach King’s Lynn zurückkehren. Anne ist ein ernstes Kind, wären die Eltern nicht von so steifer Tradition wäre es wohl amüsant, dass das Baby immerzu die Stirn kraus zieht und nur dann herzlich strahlt, wenn ihr Bruder es darauf anlegt Anne ein Lachen zu entlocken. Hauptsächlich kümmert sich ein Kindermädchen um den Nachwuchs, im Aufwachsen finden Dorian und Anne ineinander beste Freunde, Komplizen für das Leben, das sie erwartet.
Von anderen Gleichaltrigen werden die beiden Kinder meist ferngehalten, was vornehmlich daran liegt, dass im direkten Umfeld praktisch keine anderen Kinder magischer Herkunft leben, selbst wenn, dann keine Gesellschaft, die ihrem Stand entspricht. Diese sehen sie bei Zusammenkünften reinblütiger Familien, doch auch dort muss der Anspruch an den Nachwuchs gewahrt werden: die weißen Kniestrümpfe und adretten Kleider dürfen beim Spielen nicht dreckig gemacht werden. Anne ist zu solchen Anlässen meist ruhig, nachdenklich. Ihr Verstand driftet in Fantasiewelten ab und spiegelt die Realität eher nicht wider.
Der Druck, den ihr Bruder später im Leben erfahren würde, trifft sie schon hier, als Mädchen erwartet man von ihr ein schicklicheres Auftreten als von ihrem älteren Bruder, dem in diesem Alter noch latent mehr Freiheiten zustehen. Anne bleibt es verwehrt das Gelände zu erkunden, offen zu toben: sie muss auch im frühen Alter zur tea time anwesend sein und sich den Regeln fügen lernen.
1976 kommt als Nachzügler dann auch Marcus zur Welt. Damals kann Anne wenig mit dem neuen Bruder anfangen, was vor allem daran liegt, dass sie und Dorian eine unzertrennliche Einheit bilden.

1979 # Annes magische Begabung wird zum ersten Mal deutlich

Es fällt ihr nicht schwer sich der strengen Erziehung zu fügen, so findet sie doch immer wieder Nischen um ihren Alltag dennoch zu genießen. Gut für sie, dass sie Talent und Passion in den musischen Bereichen findet, in denen sie ohnehin geschult wird. Schon früh zeigte sich ein fast obsessives Verhalten beim Malen, ihr Verstand glitt in eine andere Welt während sie sich auslebte, Landschaften skizzierte und mit kostbaren Farben gestaltete. In frühen Jahren ist sie anderen damit schon weit voraus, natürlich wird aufgrund ihres Alters und Standes wenig hinein interpretiert, sodass man sie zu jeder Zeit aus dem Malen herausreißen wollte, wenn es den Erwachsenen genehm war.
Ein solcher Moment führt bei der damals Achtjährigen zu einem Wutausbruch, der die Türen um das Zimmer, in dem sie malte, zufliegen lässt und magisch verschließt, sodass kein einfacherer Alohomora ausreicht, um sie wieder zu öffnen. Man könnte meinen, dass einem Kind dabei Angst und Bange werden könnte, doch Anne genießt die ungestörte Ruhe und verliert sich wieder im Malen. Es folgt eine Zwangspause als Sanktion, die Anne schmerzlich trifft. Sie versteht, dass sie Kompromisse eingehen muss, wenn sie ihre Freiräume behalten möchte, in denen sie sich ausleben kann wie es ihr bedarf. Sie wird mutig, stellt Forderungen ihrer Eltern in Frage und sitzt Konsequenzen scheinbar unberührt aus, ihre Gedankenwelt immer als Zufluchtsort, wenn man sie hilflos auf einen Stuhl setzt und darauf wartet, dass das sture Kind einlenkt. Das passierte quasi nie. In den kommenden Jahren probt Anne also die Belastungsgrenze ihrer Eltern, lernt auch deren emotionale Sollbruchstellen als Druckpunkt zu nutzen und kann schon bald ihrem Alter gerechte Erfolge verzeichnen. Vermutlich ist der Gedanke der Eltern, dass das kindliche Verhalten sich verwachsen wird, Annes Zukunft sei ohnehin die einer Ehefrau, Kadavergehorsam müsse demnach eher beim Erstgeborenen durchzusetzen sein, der die Geschäfte der Familie übernehmen müsse.
Der schwarzmagische Krieg, der in diesen Jahren zum ersten Mal geschieht, geht beinahe spurlos an Anne vorbei. Zu behütet ist ihr Aufwachsen, zu fern der Realität ihre Heimat. Aufgrund von Stand und Rang muss sich die Familie Flint keinerlei Gedanken machen, sodass Anne erst viele Jahre später das Ausmaß kennenlernte, das ihrer Gesellschaft zugemutet wurde.

1982 # Anne erhält ihren Hogwartsbrief und wird im September in das Haus Slytherin eingeschult

Dem elterlichen Haushalt zu entfliehen ist ein Segen für die Flint, vor allem ohne Dorian im Haus, der schließlich schon lange vor ihr eingeschult wurde, ist das Leben zu Hause trist und wenig inspirierend. Der Hut schickt sie, das überrascht sie nicht, nach Slytherin. Glücklicherweise verurteilt hier niemand ihre Neigung Ruhe und Abgeschiedenheit zu suchen, die Bibliothek wird von Beginn an ein begehrter Rückzugsort für die Flint.
Trotz allem findet sie einige Freunde, auch wenn es sich zu Beginn fast schwierig für sie gestaltet auf Fremde zuzugehen, gab es beim Aufwachsen schließlich nur ausgewählte Kontakte. Ihre soziale Unbeholfenheit ist leicht zu verwechseln mit ihrer direkten, manchmal eher plumpen Art anderen Leuten die Worte an den Kopf zu werfen. Doch sie lernt schnell, erkennt die Emotionen anderer und findet sich in der Rolle einer loyalen Freundin wieder. Ihr Humor und gleichzeitige Gelassenheit wirkt auf viele Leute vertrauenserweckend, vor allem bei solchen, die nicht so behütet aufgewachsen sind wie sie. Da reinblütigen Slytherins zu dieser Zeit viel Misstrauen entgegen gebracht wird, gehen die Freundschaften auch über die übrigen Schlangen nicht hinaus. Eine Tatsache mit der sich Anne gut abfinden kann.

Der Unterricht ist in nur wenigen Belangen ein Problem, ihre gute Konzentrationsfähigkeit hilft ihr dabei in jedem Fach so gut zu sein, dass man ihr niemals schlechte Noten vorwerfen kann. Besondere Begabung zeichnet sich in später im Fach Astronomie aus, leider nichts, womit sich Anne vor den Eltern brüsten könnte wenn sie wollte. Den Flints ist genau genommen nur wichtig, dass Anne sich in der Schule gut verhält, keinen schlechten Ruf einbringt und sich mit einem guten Allgemeinwissen für Konversationen als Ehefrau attraktiver macht. Dass das nicht ihre Zukunft wird weiß Anne schon zu diesem Zeitpunkt, auch wenn ihr noch der große Ausweg fehlt, wie sie diesem Schicksal entkommen kann.
1987 macht Dorian schließlich seinen Abschluss in Hogwarts, allen Freundschaften zum Trotz fiebert auch Anne damit ihrem Abschluss entgegen, ist ihr Bruder ihr doch auch hier noch die liebste Gesellschaft.

1989 # Anne erzielt hervorragende Ergebnisse in ihren UTZ und macht den Abschluss in Hogwarts

Dass die Rückkehr aus Hogwarts nicht nur die behütete Schulzeit beendet sondern auch den nächsten Schritt in ihre Zukunft bedeutet weiß Anne. Leider bleibt der große Plan aus, wie sie ihr Leben auch ohne Ehemann gestalten kann, möchte sie sich doch nicht von ihrer Familie lossagen. Ihre Hoffnung besteht darin, dass es eine Weile dauern würde bis man einen passenden Kandidaten finden würde. Tatsächlich vergehen einige Monate, in denen Anne scheinbar unter dem Radar lebt, ihren Interessen nachgehen und das Leben genießen kann.

1990 # Anne wird mit einem kanadischen Reinblut zwangsverlobt

Leider findet das sorgenlose Dasein schnell ein jähes Ende, Imogen Flint präsentiert ihrer Tochter ihren Zukünftigen: Ein kanadisches Reinblut, dessen Namen sie bis dahin noch nie gehört hat.
Wren Gauthier entstammt einer Familie, die vor Dekaden von Frankreich nach Kanada ausgewandert ist, einflussreiche Reinblüter mit anständigem Vermögen. Anne wird nicht gefragt ob sie möchte, ihrem autarken Leben wird ein Ende gesetzt und gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie nach Kanada.
Dass ihr Leben in England so schnell vorüber ist wirft sie vollkommen aus der Bahn, sie hat ihren Einfluss überschätzt, nicht bedacht, dass sie am Ende doch absolut abhängig war. Dann noch ohne ihren Bruder zu sein bringt große Trauer und Unglück über die Hexe, die ihrem ähnlich unglücklichen Verlobten vorgestellt wird. Zu ihrer beider Überraschung finden sie schnell Gemeinsamkeiten, immerhin wird ihnen zugesagt, dass sie sich vor einer Hochzeit in Ruhe kennenlernen können – wie großzügig.
Imogen Flint reist wieder ab, hinterlässt ihre Tochter in der Obhut der Familie. Wren und Anne freunden sich an, müssen sich eingestehen, dass sie einander mögen, leider nur als Freunde. Sie beschließen die Sache mitzuspielen, sind sich nämlich in einer Sache einig: beide möchten keine Kinder haben. So wird die Ehe geschlossen aber nie vollzogen, in freundschaftlichem Verhältnis leben beide zusammen in einem Anwesen, das ihnen ein jeweils gutes Leben ermöglicht, von Anne wird dort bislang wenig verlangt, Wren kann seinem Beruf nachgehen. Er ist Zauberstabmacher, in England vielleicht kein prestigeträchtiger Beruf, in Kanada jedoch schon, vor allem weil er in einem weitläufigen Gebiet eine Monopolstellung hat und Zauberstäbe in jeder Qualität produziert, sowohl für das schmale Budget als auch für die gehobene Klasse. Anne lernt die Prinzipien hinter der Anfertigung von Zauberstäben, versteht die Mechanismen und Zauber. Sie kombinieren ihre gemeinsamen Fähigkeiten und arbeiten an neuen Ideen, versuchen, die Wirkung des Zauberstabs auch auf die Kleidung zu übertragen, die Zauberer oder Hexe im Kampf tragen.
Fasern der Zauberstabkerne und genutzte Hölzer werden beim Schneidern verwoben, mit Zaubern verstärkt… Großartige Ergebnisse bleiben zu Beginn aus, sicher wären sie noch erfolgreich gewesen, doch Wrens Eltern treten auf den Plan: der ausbleibende Nachwuchs als Kern der Diskussion.

Wren, der weiß, dass das Dasein als Mutter Anne zerstören würde, lässt sich auf den Plan der Flint ein, dass ihre Unfähigkeit schwanger zu werden für die Familie Gauthier nicht haltbar ist. Ein medizinischer Bericht wird gefälscht, Wrens Eltern vertrauen ihrem Sohn und steigen in den Plan ein, dass eine Scheidung des Paares unumgänglich ist. Da sie ihr Haus von Skandalen frei halten möchten, geschieht alles recht sang- und klanglos, sodass aus Anne Gauthier wieder eine Flint wird.
Wren und sie verabschieden sich, bleiben auch über die Jahre Freunde und stehen in regem Austausch. Leider weiß Anne aber auch, dass ihr Schicksal bis dahin nur aufgeschoben ist, auch wenn ihr Ruf angeblich keine Kinder bekommen zu können natürlich nicht dafür sorgt, dass man ihr potenzielle Ehemänner nachwerfen würde.

1995 # Anne zieht zu Dorian nach New York

Das Schicksal sollte den Geschwistern Flint zugetan sein: Die Scheidung überschneidet sich mit Dorians Umzug nach New York. Sein Unglück reißt auch Anne mit, sie gibt aber ihr Bestes um ihrem Bruder eine verlässliche Stütze zu sein. Ihre Eltern gewähren ihr das Leben dort, sind nicht erpicht darauf die geschiedene Tochter wieder bei sich zu haben und sind froh, dass sie sich dort für das Familienunternehmen nützlich machen kann.
Das Entwerfen von Quidditchkleidung ist vielleicht nicht ihr Herzenstraum, lässt sich aber gut mit ihren eigentlichen Leidenschaften verbinden. Da Dorian ihr unterstützend zur Seite steht kann Anne doch erste Erfolge verzeichnen, sie beide testen die an ihre Zauberstäbe geknüpfte Kleidung an sich selbst und entdecken damit einen neuen Markt für sich, der natürlich nicht unter dem Namen des Familiengeschäfts laufen kann. Da New York weit genug von der Heimat entfernt ist und sich hier genügend Absatzmarkt befindet, verdient Anne somit Geld, das sie für sich selbst sparen und zur Seite legen kann, falls das Unvermeidliche sie doch noch einholt.

1996 # Anne und Dorian kehren aus den Staaten zurück nach England

Zurück nach England zu kommen… Anne hätte es sich sparen können. Doch die Geschäfte erfordern, dass Dorian zurückkehren muss und für Anne ist es keine Option allein zurückzubleiben. Also kehrt sie ebenso wie er zurück in das Anwesen der Familie, zurück in die Strukturen, ohne die es sich doch so viel besser lebte.
Vor allem die Vorgänge in Großbritannien sind erschreckender Natur, es ist wohl feige eine gleichgültige Neutralität vorzutäuschen, doch Anne fand sich genau dort: Anschläge auf Hogsmeade oder das Mungos, das Verschwinden von muggelstämmigen Magiern… Nicht, dass man diese Taten rechtfertigen kann, aber Anne sieht lange nicht, was sie daran ändern soll. Letztendlich ist es Dorians Einfluss, der auch sie still und heimlich Position beziehen lässt. Es ist vor allem ihre philosophische, ethische Neigung, die immer stärker an ihrem Gewissen rüttelt. Die Frage wie viel Leid und Ungerechtigkeit man beobachten und zulassen kann, ohne tätig zu werden. Die Rückkehr von Lord Voldemort darunter als grausamstes Mahnmal, denn der dunklen Seite ist sie rein gar nicht zugetan. Der Ruck der durch die Politik geht, erschreckend. Durch ihre Position ist sie relativ abgeschirmt, nach wie vor zu gut behütet um wirklichen Einfluss zu erfahren, auch wenn sie durchaus Wind davon bekommt, dass bei dem Angriff auf den Zirkus kein Unterschied unter den Opfern gemacht wird. Sich in Sicherheit zu wägen ist also ein Trugschluss.
Vermutlich wäre sie lauter und mutiger, wenn sie nicht berechtigte Sorge hätte, dass ihre Eltern sie beim ersten Widerwort wieder verloben würden, steht doch der Plan im Raum Anne medizinischen Anwendungen zu unterziehen, damit sie Kinder kriegen könne. Das persönliche Schicksal ist demnach für sie derzeit von bedeutenderer Wichtigkeit, sie schafft es bislang ihre Eltern hinzuhalten, bedient sich überzeugender Lügen und Beschwichtigungen, nimmt Kompromisse an und macht sich im Geschäft unentbehrlich, damit sie nicht negativ auffällt und wieder abgeschoben wird.


Quelle für das Template

Helena » 33 Jahre » Jella mag Erdbeeren auch


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