Aldric Duvall
Jonathan Bailey Lisa
personal information
Full Name: Dieser charmante Mann wurde auf den Namen Aldric Duvall getauft, ohne jeglichen Schnickschnack und zehn Zweitnamen, wie das in manchen privilegierteren Familien gern einmal praktiziert wird.
Nickname: Er kommt ganz und gar ohne jedwede Abkürzung oder gar Verniedlichung seines Namens durch den Alltag. Wer ihn kennt nennt ihn Aldric, wer ihn nicht kennt (oder nicht leiden kann) nennt ihn Duvall. Ganz einfach.
Birthday & Age: Geboren wurde er am 11.04.1967 und ist somit 30 Jahre jung.
Domicile: Standesgemäß hat der geborene Franzose eine Wohnung in London bezogen, pflegt jedoch auch eine weitere in Paris aufzusuchen, wenn ihm das Leben in England zu grau und dröge wird.
personal details
Attitude: Ganz so einfach ist es wohl nicht, seine Einstellung konkret in Worte zu fassen. Er vertritt durchaus die Ansicht, dass Reinblüter gewisse Privilegien genießen sollten und nimmt sich diese auch nur zu gern heraus. Doch er versteht nicht ganz, weshalb das Leben anderer Menschen weniger wert sein sollte oder weshalb sie gar unterdrückt werden müssen. Ein krampfhaftes Reinhalten des Blutes empfindet er als übertrieben und sympathisiert folglich auch nicht mit den Todessern. Die Vorteile seiner Herkunft sind ihm jedoch bewusst und in der aktuellen politischen Lage hält er sich lieber zurück, kämpft weder für die eine, noch die andere Seite um eben diese Privilegien nicht irgendwann zu verlieren – egal wie der Krieg ausgeht.
Blood Type: Aldric ist selbstverständlich ein Reinblut, Gott sei Dank jedoch kein Produkt von Inzest.
Former School: In den Jahren 1978 bis 1985 besuchte Aldric die französische Schule Beauxbatons und schloss mit Bestnoten ab.
Wand: Akazienholz & Einhornhaar & 12 Zoll
Career: Als Sohn eines angesehenen Anwalts und generell gut situierten Reinbluts, kam für Aldric wohl kaum eine andere Karriere als die eines Ministeriumsmitarbeiters in Frage. Er selbst sieht sich zwar nicht als Mann der Bürokratie und des Papierkrams, aber er weiß ob des leichten Weges die Karriereleiter aufzusteigen, dank guter Verbindungen. So absolvierte er seine Ausbildung mit Leichtigkeit und arbeitete erst im französischen Zaubereiministerium in der Abteilung für magische Unfälle und Katastrophen, eher vor 3 Jahren nach England zog und dort eine Position in selbiger Abteilung einnahm. Dank guter Arbeit (und wohl potenziell auch dank der Beziehungen seines Vaters, die auch Aldric zu nutzen weiß) hat er es mittlerweile zur Assistenz der Leitung geschafft und unterstützt sie seit ein paar Monaten so gut er kann.
Family: Seine Familie ist nicht gerade unbekannt, lebt sein Vater Timothy Duvall auf großem Fuß. Der gewiefte Anwalt und Immobilienmakler machte sich in den letzten Jahrzehnten dank harter Arbeit einen Namen als Mann, den man auf seiner Seite wissen wollte. Durchaus skrupellos und auf sein eigenes Wohl fixiert geht er durchs Leben, hat sich inzwischen mehr oder weniger als Anwalt zurückgezogen und mit seinen mittlerweile 56 Jahren einen Platz im Zaubergamot inne, der seinen Stand in der Zauberergemeinschaft wohl zu fixieren scheint. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist ein durchaus positives, erfüllt Aldric bisher (fast) alle seine Aufgaben und mimt in vielerlei Hinsicht den perfekten Sohn.
Seine Mutter Heather Duvall kam ihrerseits zunächst aus besserem Hause, war als geboren Rookwood einen gewissen Standard gewöhnt, den Timothy ihr nicht von Anfang an bieten konnte. Doch die Reinblütigkeit und das Potenzial des Älteren reichten für die Eltern aus, um der Vermählung zuzustimmen und so wurde aus der Rookwood eben eine Duvall. Die 54-Jährige pflegt ein Leben als Hausfrau, so wie es wohl ihres Standes gemäß ist, kümmerte sich um die Kinder und den Haushalt. Aldric pflegt ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter, auch wenn er nicht nachvollziehen kann, wie sie ein solch (für ihn) eintöniges Leben erfüllen kann.
Der erstgeborene Sohn, Henry ahmte in seiner Berufswahl den Vater nach, eifert ihm generell etwas mehr nach, als Aldric selbst es tut. Das mag wohl einerseits daran liegen, dass es von ihm als Stammeshalter erwartet wird, andererseits aber wohl auch daran, dass ihm eben diese Position von Aldric streitig gemacht wird. Der 32-Jährige ist kleiner als der jüngere Bruder, weniger charmant, weniger talentiert. Obwohl er der Favorit sein sollte, ist er eben genau das nicht und bekommt es durchaus zu spüren. Sehr zum Leidwesen der Beziehung unter den beiden Brüdern, die sich leider nicht ganz so gut ausstehen können, wie man eigentlich erwarten sollte. Konkurrenzdenken und Neid scheinen den Älteren anzutreiben, was Aldric jedoch herzlich wenig stört.
Das Küken der Familie, die gerade mal 24 Jahre junge Florine Helois, macht ihrer Familie wohl am meisten Sorgen. Ihre Intelligenz kam schon in jungen Jahren zum Vorschein, genauso wie die Tatsache, dass es ihr sonst an so ziemlich allen menschlichen Gefühlen fehlt. Empathie ist ihr ein Fremdwort, Verständnis für soziale Umgangsformen nicht vorhanden. Dass sie nicht wie andere Menschen war, fiel auch Aldric schnell auf, der zwar eine Zeitlang versuchte, eine Bindung zu dem Mädchen aufzubauen, es irgendwann jedoch aufgab. Folglich pflegen die Geschwister heutzutage eigentlich gar keine Beziehung zueinander, sehen sich nur auf Familienevents und dergleichen. Dass auch sie mittlerweile, ebenso wie der Vater und der älteste Bruder ein Todesser geworden ist, weiß Aldric bisher noch nicht, kann es sich aufgrund ihrer Art und Weise jedoch denken.
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Character:
Wenn man eines definitiv über den Reinblüter sagen kann, dann dass er den Charme quasi mit der Muttermilch aufgesaugt hat. Alles, was seinem Bruder fehlt, hat Aldric dafür umso mehr. Es fällt ihm leicht, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, Konversationen über Gott und die Welt zu führen, ohne dabei in die Sinnlosigkeit abzurutschen. Er muss sich kaum anstrengen, um etwas über sein Gegenüber zu erfahren, was potenziell hilfreich sein könnte. Das liegt vor allem daran, dass er sich als guter Zuhörer gibt und seinem Gesprächspartner stets das Gefühl vermittelt, die interessanteste Person im Raum zu sein – was nur sehr selten der Fall ist.
So charmant wie er ist, so eingebildet kann er auch sein. Er musste sich im Leben nie groß reinhängen, um Erfolge zu erzielen und ist folglich der Überzeugung, dass er einfach gesegnet sein muss. Er ist intelligent und mit einem scharfen Verstand ausgestattet, der es ihm erlaubt, komplexe Sachverhalte in kürzester Zeit zu verstehen. Da er sich weder in schulischen noch privaten Dingen jemals wirklich reinhängen musste, hat er folglich auch keinen herausstechenden Ehrgeiz entwickelt, schafft er es ja dennoch meistens auch ohne große Anstrengungen an sein Ziel zu kommen. Aldric setzt sich durchaus ambitionierte Ziele, will es auf der Karriereleiter nach oben schaffen, aber er kämpft nicht mit jeder Faser seines Körpers dafür. Wenn etwas für ihn bestimmt ist, wird es ihm schon entgegenkommen, ist sein Lebensmotto. Dabei erledigt er seine Aufgaben aber dennoch geflissentlich, will sich nicht nachsagen lassen, ein Faulpelz zu sein. Dafür hat sich sein Vater einen zu guten Namen verdient.
Geht es einmal nicht nach seinem Willen oder wird die Erwartung nicht erfüllt, dass er etwas bekommt, was ihm zusteht, hat er dafür wenig Verständnis und sucht die Fehler bei anderen. Er hat schließlich früh gelernt, dass er kaum Fehler machen kann, wie sollte er diese dann auch einsehen? Ohnehin wurde ihm schon in jungen Jahren eingebläut, dass die meisten Menschen nicht auf seinem Level sind, weniger intelligent und privilegiert sind, was nur dazu führen konnte, dass er sich keiner Mängel in seinem eigenen Charakter oder Verhalten bewusst ist.
Aldric ist ein Lebemann, der gerne alles mitnimmt, was ihm Spaß macht, ist dabei jedoch darauf bedacht, den guten Ruf und den Namen der Familie nicht zu beschmutzen. Auch wenn innerhalb der Familie nicht alles rosig ist, so weiß er um den Wert dieser und des Ansehens, welches damit einhergeht.
Generell hält der Duvall sich aus den Angelegenheiten anderer raus, interessiert sich herzlich wenig für den neuesten Klatsch und Tratsch. Nur wenn es um ihn selbst geht, horcht er auf und entscheidet, ob er etwas gegen etwaige Gerüchte unternehmen muss oder diese von allein aussterben. Da er jedoch trotz allem ein recht diskretes Leben zu führen versucht, kommt es nur selten vor, dass ihm etwas nachgesagt wird, was seinem Ruf schaden könnte. Er hat wenig Interesse daran, selbst Gerüchte in die Welt zu setzen, hat es schon zu Schulzeiten nicht nachvollziehen können. Wie langweilig muss das eigene Leben sein, um sich über das Leben anderer aufzuregen und gar Lügen zu erfinden? Es ist ihm ein Rätsel, wie man sich nicht einfach nur mit den eigenen Affären beschäftigen kann. Er jedenfalls hat besseres zu tun als sich mit Gerüchten zu befassen.
Der gebürtige Franzose kann ein sehr loyaler Mensch sein, wenn er denn will. Das kommt tatsächlich öfter vor als man vielleicht denken mag, gemessen an dem Maß an List und Skrupellosigkeit, die er von seinem Vater gelehrt bekommen hat. Zwar kann er die Erwartungen seines Vaters in dieser Hinsicht durchaus erfüllen, hält jedoch nicht viel davon, anderen in den Rücken zu fallen. Zumindest wenn es Freunde oder für ihn anderweitig wichtige Personen sind. Da er sich für das Schicksal von Fremden kaum interessiert, stört es ihn da auch nicht, seine angelernte Gefühllosigkeit zum Vorschein zu bringen. Doch ganz so eiskalt wie sein Vater es ist, kann Aldric selbst nicht sein. Gefühlsduselei mag nicht zu seinen Stärken zählen, aber er ist durchaus in der Lage dazu seine Emotionen einzuordnen und ihnen auch Ausdruck zu verleihen. Große Freude sieht man ihm genauso leicht an, wie tiefe Trauer oder lodernde Wut. An seinem Pokerface muss er noch arbeiten.
Mit offener Gewalt kann Aldric nichts anfangen, so faszinierend er auch einige schwarzmagische Zaubersprüche findet. Selbst anwenden würde er beispielsweise die Unverzeihlichen Flüche nie, kann er keinem einzigen davon etwas abgewinnen. Auch die sonstige Brutalität der Todesser ist ihm zuwider, so wie jede andere Form von Gewaltanwendung. Er hat sich noch nie auf einen Faustkampf eingelassen, ist lediglich zu einem magischen Duell bereit. Ein solches beherrscht er auch sehr gut, kämpft hier jedoch nicht immer mit ganz fairen Mitteln. Er bevorzugt jedoch Gespräche, um Konflikte zu lösen oder geht einem solchen einfach komplett aus dem Weg.
Zusammengefasst kann man wohl sagen, ist Aldric ein Produkt seiner Herkunft, die ihm gelehrt hat über vielem anderen zu stehen. Dennoch versucht er sich auch ein wenig von seinem Vater und dessen Lehren zu distanzieren, einfach um ein eigenständiger Mensch zu sein und in der Hoffnung, die Aufgaben des Stammeshalters nicht übernehmen zu müssen.
Likes: Frankreich // Rotwein // Partys // gute Kleidung // Kaminfeuer // Zigarren // Quidditch // Reisen // Unabhängigkeit // das Meer
Dislikes: Dreck // Unpünktlichkeit // schlechte Manieren // Respektlosigkeit // Gewalt // Rosenkohl // Romane // übertriebene Anhänglichkeit // sinnlosen Small Talk // Gossip
Dementor: Obwohl er ein bisher durchaus entspanntes Leben führte und keine großen Dramen erleben musste, würde ein Dementor auch in ihm eine schlimme Erinnerung hervorrufen. Tatsächlich ist es noch gar nicht so lang her, dass er sein erstes wirklich traumatisches Erlebnis durchmachen musste, nämlich den Angriff auf Greenwich. Er war mit einer Bekannten im Zirkus, als der Angriff begann und konnte sich und seine Begleitung gerade so aus dem Feuer befreien. Er kam mit einigen Wunden und Verbrennungen ins St. Mungo, wurde schnell geheilt, doch die Schreie hallen ihm noch immer in den Ohren wider.
Boggart: Für Aldric selbst ist nicht ganz klar, was wohl seine größte Angst wäre, die ein Irrwicht widerspiegeln könnte. Eventuell wären es seine toten Eltern, denn auch wenn keine großen Sentimentalitäten innerhalb der Familie ausgetauscht werden, sind sie eben dennoch seine Familie. Vielleicht wäre er es aber auch selbst, seines Charmes und guten Aussehens beraubt, am Boden der sozialen Rangordnung angekommen.
Patronus: Nur sehr selten hat er bisher einen Patronus herauf beschwört, meist eher aus Langeweile als tatsächlich aus der Not heraus. Er nimmt die Form eines Hirsches an. Als positive Erinnerung bzw. Emotion zieht er hierfür den Einzug in seine erste eigene Wohnung heran, hat er sich in seinem Leben noch nie so frei gefühlt wie in dem Moment, als die Tür ins Schloss fiel und niemand sonst da war.
Mirror of Erised: Eigentlich ist Aldric ganz zufrieden mit sich und seinem Leben, hat keinen wirklich tiefgreifenden Herzenswunsch. Er möchte lediglich seinen aktuellen Lebensstil fortführen können ohne den Platz als Stammhalter einnehmen zu müssen, was vermutlich darin resultieren würde, dass er sich einfach genauso sehen würde, wie er aktuell eben ist.
Amortentia: Rotwein & Meeresluft & brennendes Holz && Azurblau
timeline
Geburt 11.04.1967
Geburt Florine 17.01.1973
Einschulung Henry 1976
Einschulung Aldric 1978
Einschulung Florine 1984
Aldric wurde als zweiter Sohn der Familie Duvall mit offenen Armen empfangen, konnte sich schon von Klein auf etwas mehr erlauben als sein älterer Bruder. Zwar wurden auch an ihn von Anfang an hohe Erwartungen gestellt, doch hatte er als Zweitgeborener ein paar mehr Freiheiten, die er auch gern ausnutzte. So wurde er beispielsweise auch nicht dafür bestraft, als er mit etwa vier Jahren den Spiegel zersplittern ließ, als er diesen nicht erreichen konnte und mit aller – magischer – Macht auf seine Höhe bringen wollte. Abgesehen von diesem kleinen Zwischenfall konnte Aldric jedoch ohnehin nicht viel falsch machen, schien er schneller zu begreifen und zu lernen als sein älterer Bruder und hatte diesen bereits im Kindesalter auch größentechnisch eingeholt. Viel Missmut gab es in diesen jungen Jahren zwischen den Brüdern aber wohl noch nicht, zumindest kann Aldric sich nicht daran erinnern. Erst als sie später beide zur Schule gingen und separate Freundeskreise aufbauten, trennten sich ihre Wege scheinbar gänzlich.
Aldric hatte keine Probleme, direkt von Anfang an Freunde in Beauxbatons zu finden. Charmant und freundlich zu sein fiel ihm leicht, seine Lehrer mochten ihn und seine Klassenkameraden zog er mit seinem magischen Lächeln an. Oder so ähnlich. Der damals 11-Jährige baute sich auf jeden Fall schnell einen engen Kreis auf, der zwar nicht nur aus Reinblütern bestand, dafür aber aus ebenso intelligenten wie talentierten Kindern aus gutem Hause. Er entdeckte schnell, dass sein Nachname ihm gewisse Türen öffneten und sein – vom Vater vererbtes – Manipulationstalent diese Türen auch offenhielten. Doch es dauerte auch nicht lang eher feststellte, dass er auch auf eigenen Füßen stehen und durch seine eigene Überzeugungskunst vorankommen konnte, ohne sich auf den bekannten Vater berufen zu müssen. Seine eigene Intelligenz kam immer mehr zum Vorschein, seine Wissbegierde hob ihn zusätzlich von anderen Schülern ab. Er verglich sich jedoch nur sehr selten mit anderen, entwickelte nicht die Art von Ehrgeiz die ihn dazu drängen würde, immer besser als andere sein zu müssen. Es fiel ihm leicht, von Natur aus besser zu sein als viele andere. Und der Hausunterricht, den er als Kind im Hause der Familie genossen hatte, tat vermutlich auch sein Übriges.
Dass Aldric zwei Geschwister hatte, konnte man kaum wissen, wenn man die Familie nicht kannte. Die Rivalität zwischen den beiden Brüdern war in vollem Gange, was dazu führte, dass Aldric seinem älteren Bruder vermehrt aus dem Weg ging. Von Florine sprach der Duvall nur selten, hatte er nach anfänglichen Versuchen längst aufgegeben, eine Beziehung zu seiner Schwester aufzubauen. Sie hatte schon lange gezeigt, dass sie keinen Beschützer brauchen würde und Aldric hatte nicht vor, sich als dieser aufzudrängen. So nahm man ihn wohl eher als Einzelkind war, anstatt als mittleres Geschwisterkind. Auch zu Hause verhielten die Kinder sich nicht so, wie man es von Geschwistern erwarten würde, gingen sie alle ihre getrennten Wege, pflegten andere soziale Kreise (oder gar keine, wie in Florines Fall) und hegten andere Interessen. Aldric blieb von seinen Eltern wohl am meisten verschont, gab es einerseits keinen Grund, genauer hinzusehen und musst er auch nicht die gleichen Erwartungen erfüllen, wie ein erstgeborener Sohn einer so angesehenen Familie. Dieser Umstand verbesserte die Beziehung zu Henry nicht gerade, eher im Gegenteil.
Den Fall des dunklen Lords 1981 bekamen natürlich auch die Franzosen mit, hier und da wurde gefeiert. Doch Aldric selbst hatte keine Berührungspunkte mit dem Regime Voldemorts und der Todesser, weshalb es ihn wohl nicht sonderlich tangierte. Die Signifikanz des Falls war ihm durchaus bewusst, doch sein eigenes Leben blieb davon nun mal unberührt.
Henrys Abschluss 1983 wurde von ihm selbst mehr oder weniger begrüßt, kehrte so auf jeden Fall etwas mehr Ruhe in seine letzten zwei Schuljahre ein. Fast war er selbst ein wenig überrascht, als Florine 1984 eingeschult wurde, hatte er fest damit gerechnet, dass seine Mutter das Mädchen für immer zu Hause behalten wollte. Er hatte anfangs ein Auge auf seine Schwester, wurde jedoch auch sehr schnell von seinen eigenen Angelegenheiten eingeholt. Es galt schließlich, den perfekten Abschluss hinzulegen und die Karriere nach der Schulzeit in Gang zu bringen.
Abschluss 1985
Beginn der Ausbildung September 1985
Aufenthalt in Amerika 1988 – 1991
1985 gelang ihm schließlich genau das. Er schloss seine schulische Laufbahn mit Bestnoten ab und hatte keine Probleme, direkt eine Ausbildung im Ministerium zu beginnen. Zwar hatte er zunächst eine Zeitlang mit dem Gedanken gespielt, Quidditch-Profi zu werden (er war schließlich zu Schulzeiten ein durchaus angesehener Jäger gewesen), diese Idee jedoch bald an den Nagel gehängt. Er wusste einerseits, dass es in seiner Familie nicht gut angekommen wäre und war sich andererseits der sehr eingeschränkten Möglichkeiten bewusst. Man blieb schließlich nicht für immer Profi, irgendwann war die Karriere vorbei. Die einzig andere, naheliegende Option war also das Ministerium. So begann er eine Ausbildung als Vergiss-mich im französischen Ministerium, schnupperte auch in andere Büros und Aufgabenfelder rein. Nach zwei Jahren schloss er auch diese Ausbildung erfolgreich ab und arbeitete fortan als vollwertiges Mitglied des Ministeriums.
1988 eröffnete sich ihm die Möglichkeit, über ein Austauschprogramm nach Amerika zu gehen und dort im Ministerium mitzuarbeiten, andere Kulturen und Herangehensweisen kennenzulernen. Da er langsam begonnen hatte, sich zu langweilen, fackelte er nicht lang und nahm das Angebot an. Seine Mutter war von der Aussicht, ihn nicht mehr im selben Land zu wissen, zunächst nicht sonderlich begeistert, sah aber ein, dass eine solche Möglichkeit für die Entwicklung seiner Persönlichkeit und für seine Karriere nur von Vorteil sein konnte. So packte er seine Taschen und zog von dannen.
Das Leben in den USA war ganz anders als das, war er bis dahin gewohnt war. Alles war größer, lauter, hektischer. Die Manieren, die man ihm als Franzosen eingebläut hatte, schienen in New York keinen sonderlich großen Stellenwert einzunehmen und wenn er ehrlich war, störte es ihn nicht sonderlich. Man kannte ihn hier nicht, kannte seine Familie nicht und stellte somit keine Erwartungen an ihn. Er war ein freier Mann, der tun und lassen konnte was wollte, solange nichts von seinen Eskapaden in Frankreich ankam. Und wie sollte es das tun, wenn ihm niemand über die Schultern schaute? Tagsüber gab er selbstverständlich den ordentlichen Mitarbeiter, erledigte seine Aufgaben und konnte tatsächlich noch einiges von seinen Kollegen lernen. Doch der Feierabend brachte einen anderen Aldric zum Vorschein, ließ den Lebemann erkennen lassen, der er noch immer ist. Er ließ sich keine Gelegenheit entgehen, die Bars und Clubs der Stadt kennenzulernen, ganz gleich ob magisch oder nicht. Es war ein ihm bis dahin unbekanntes Gefühl, sich so frei bewegen zu können, war so ungewohnt, dass er trotz allem nicht gänzlich von seinen Manieren Abstand nehmen konnte. So sehr er die Zeit genoss und mitnahm, worauf er Lust hatte, eine gewisse Diskretion bewahrte er sich dennoch. Er hatte sich einen kleinen, neuen Freundeskreis aufgebaut, der außerhalb des Ministeriums existierte, traf sich mit Kollegen lediglich auf Arbeit oder auf ein gesittetes Glas Wein nach der Arbeit. Auch wenn er in nicht-magischen Clubs unterwegs war, nahm er nie eine nicht-magische Frau mit nach Hause (oder besser gesagt, ging nie mit ihr mit, denn zu sich in sein Appartement lud er ohnehin nie eine Frau ein) und vergewisserte sich vor jedem Techtelmechtel, dass sein Gegenüber wusste, worauf sie sich einließ. Er machte keine falschen Versprechungen, legte offen dar, worauf er es abgesehen hatte – ohne dabei uncharmant und gar unverschämt zu werden. Er genoss die Zeit, in der er völlig losgelöst von elterlichen Erwartungen einfach sein Leben genießen konnte.
Die drei Jahre gingen für seinen Geschmack jedoch viel zu schnell vorbei, er war noch lange nicht bereit nach Frankreich zurückzukehren. Er hatte jedoch keine große Wahl, musste seine Sachen erneut packen und nach Hause gehen. Für einen kurzen Zeitraum kam er im elterlichen Anwesen unter, fand jedoch schnell seine eigene Wohnung in Paris. Zurück im Heimatland musste er seine vorherige Lebensweise ein wenig überdenken, die Eskapaden zurückschrauben – oder zumindest noch mehr Diskretion üben, als er es ohnehin schon tat. Mit seinen 24 Jahren fühlte er sich noch viel zu jung, um ein Leben in Askese und Zurückgezogenheit zu führen. So verbrachte er auch schon mal das eine oder andere Wochenende in anderen europäischen Großstädten, weit weg von den Argusaugen der Eltern.
Rückkehr nach Frankreich 1991
Umzug nach England 1994
Mehrere Angriffe und Unruhen 1995-1996
Ernennung zur Assistenz der Leitung der Abteilung magischer Unfälle und Katastrophen April 1997
Dass der junge Potter, der einst für den Fall Voldemorts verantwortlich gewesen war, mittlerweile nach Hogwarts ging und dort für einiges an Aufsehen sorgte, bekam er so gut wie gar nicht mit, hatte er nicht viele Kontakte in England, die darüber berichten würden. Und es interessierte ihn schlichtweg auch einfach nicht. Erst als er 1994 von der Rückkehr des dunklen Lords sprach, wurde auch Aldric ein wenig aufmerksamer. Er sollte auch schon bald die Möglichkeit haben, mitten im Geschehen zu stehen, denn er wurde (nach einer weiteren Bewerbung um einen Posten im Ausland) prompt an das englische Ministerium übergeben.
Zwar hätte Aldric sich ein besseres Land vorstellen können, aber immerhin stand er nun wieder nicht mehr ganz so sehr unter der Beobachtung der Eltern. Er übernahm einen Posten in der Vergiss-Mich-Zentrale, das Ministerium schien hart daran zu arbeiten die Rückkehr des dunklen Lords zu vertuschen. Oder besser gesagt, das Ministerium selbst schien nicht glauben zu wollen, dass Voldemort zurückgekehrt war. Trotz des Ausbruchs einiger Todesser aus Askaban blieb der Minister standhaft bei seiner Meinung, dass sowohl Harry Potter als auch Dumbledore Lügner waren. Aldric selbst war sich da nicht so sicher.
Die Vermutung wurde mit jedem neuen Angriff, jedem neuen Verschwinden immer mehr bestätigt, bis schließlich Halloween 1995 ein großer Anschlag auf Hogsmeade keine Zweifel mehr daran ließ, in welche Richtung der Wind sich gedreht hatte. Aldric hielt sich bedeckt mit seiner Meinung, äußerte sich in keine Richtung. Er war sich um das Privileg seiner Abstammung bewusst und war sich schon jetzt sicher, dass ihn sein Reinblutstatus schützen würde, wenn die Todesser tatsächlich wieder an die Macht kämen. Er wäre blöd gewesen, sich gegen die Todesser auszusprechen. Doch genauso konnte es ihm das Genick brechen, wenn er sich auf deren Seite schlug, weshalb er zu dem Thema einfach generell schwieg. Das schien sich bezahlt zu machen, wurde er im gleichen Jahr zur Assistenz der Leitung der Vergiss-Mich-Zentrale ernannt. Ob es nun an seiner neutralen Haltung, seinen Beziehungen oder seiner Arbeit lag konnte zwar nicht genau gesagt werden, aber dass er sich wie jeder gute Politiker aus brenzligen Situationen heraushielt, war sicherlich ein Pluspunkt.
Alle weiteren Angriffe, wie etwa den auf den Minister Fudge, auf den Hogwartsexpress oder das Krankenhaus, beobachtet Aldric aus der Ferne, kann nicht ganz sagen, ob er sich damit wohlfühlt. Einerseits will er sich nicht einmischen, fühlt sich auf der anderen Seite ein wenig nutzlos. Er koordiniert gemeinsam mit seinem Vorgesetzten die Einsätze der Vergiss-Michs, die in diesen Monaten immens steigen, doch er tut sonst nicht viel für das Wohlergehen der Gesellschaft. Er sieht es auch nicht unbedingt als seine Aufgabe an, dies zu tun, sieht aber dennoch um sich herum, wie sehr andere Zauberer und Hexen sich bemühen und fragt sich daher, ob er sich auch einbringen sollte. Eine Entscheidung dazu kann er jedoch nicht treffen.
Erst als er selbst mitten in einem solchen Angriff steckt, nämlich im März 1997 als die Todesser einen Zirkus angreifen und den gesamten Londoner Stadtteil Greenwich auslöschen, wird ihm die Gefahr wirklich bewusst. Doch zu einem Eingreifen kann es ihn noch immer nicht bewegen, will er seine Privilegien nicht verlieren. Lediglich seine Haltung zu den Todessern ändert sich im privaten ein Stück weit, steht er ihnen nicht mehr ganz so neutral gegenüber, wie das zuvor noch der Fall gewesen war. Doch er hält sich weiterhin bedeckt, weiß ob der Einstellungen seines Vaters und Bruders und will sich nicht als verstoßenes, schwarzes Schaf wiederfinden.
Dank einiger Empfehlungen, guter Leistung und ein paar Beziehungen, darf er im April 1997 die Assistenz der Leitung seiner gesamten Abteilung übernehmen. Auf diese Position ist er durchaus Stolz, geht seinen Aufgaben gewissenhaft nach. Leider ändert der Karriereaufstieg nichts daran, dass seine Eltern so langsam ungeduldig ob seines Beziehungsstatus werden. Da Henry es noch nicht geschafft hat, eine geeignete Frau an Land zu ziehen und die Familie Duvall fortzusetzen, werden eben diese Erwartungen nun an Aldric gestellt, der so gar keine Lust auf Frau und Kinder verspürt. Die plötzliche Ankunft seines Bruders und seiner Schwester in England beobachtet er mit ein wenig Argwohn, fühlt sich plötzlich nicht mehr ganz so frei, wie das bisher noch der Fall gewesen war. Auch wenn die Geschwister keinerlei Interesse aneinander haben, die Anwesenheit der eigenen Familie schränkt Aldric ziemlich ein. Und bei dem zunehmenden Druck, der nun auf ihn ausgeübt wird, eine heiratswillige und standesgemäße Frau zu finden, ist es wohl kein Wunder, dass er seine Wochenenden wieder vermehrt in anderen Länden verbringt.
Die Änderungen im Ministerium gehen nicht unbemerkt an ihm vorbei, dank seiner neuen Position hat er nun natürlich auch viel mehr Kontakt nach oben. Seine Neutralität ist ihm dabei durchaus dienlich, wird jedoch immer weiter auf die Probe gestellt. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, eher sich in die eine oder andere Richtung bekennen muss – mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.
for the team
Face: Jonathan Bailey
Source: Harry Potter Wiki, Steckbriefe von Florine Duvall & Timothy Duvall
Passing on? Ja, ohne Steckbrief
Other Faces: Asriel Mulciber, Ruby Gardener, Vivien Luvain, Genevieve Beaumon
Another: Ärgere niemals eine hungrige Steffy!