Bishop Dippet
Chris Evans Played by Lisa
personal information
Full Name: Cole Scott Bishop Dippet ist den meisten ein bisschen zu viel und ihm selbst ehrlicherweise auch. Deshalb kennen die wenigsten seinen vollen Namen, ist auch in Ordnung so.
Nickname: Er hat sich früher eigentlich immer als Scott vorgestellt, das war damals wohl sein Spitzname. Mittlerweile stellt er sich nur noch als Bishop vor, spitzer wird’s nicht.
Birthday & Age: 12.05.1959 // 38
Domicile: Offiziell ist er auf der Suche nach einer Bleibe, inoffiziell hat er sich zunächst bei seiner Mutter in Ballycastle eingenistet.
personal details
Attitude: Er steht ganz klar gegen Todesser und alles, was sie wollen. Er kämpfte schon immer gegen ihren Aufstieg und gegen ihr Gedankengut. Aufgrund seiner Vergangenheit ist er allerdings dem Ministerium auch nicht sonderlich positiv zugetan. Dennoch ist er wohl sehr deutlich der guten Seite zuzuordnen.
Blood Type: Scheinreinblut
Former School: In Hogwarts ging er nach Gryffindor, fand er selbst ein bisschen langweilig. Zwischen 1970 und 1977 machte er das Schloss unsicher.
Wand: 12 Zoll & Drachenherzfaser & Zedernholz
Career: Er wurde zum Hitwizard ausgebildet und übte diesen Beruf bis zu seiner Inhaftierung auch aus. Nachdem er England hinter sich gelassen hatte, schlug er sich mit Gelegenheitsjobs und Aufträgen der anderen Art durch. Hitwizard, indeed. Nach seiner Rückkehr kann er sich noch auf sein dadurch aufgebautes Polster verlassen, will eigentlich nicht wieder im Ministerium anfangen und doch will er eigentlich seinen alten Job wieder ausüben. Bis er sich dazu durchringen kann macht er einfach nichts.
Family: Annabelle Flint und Scott Dippet waren ein absolutes Match made in Heaven. Nicht nur, weil sie beide aus guten Häusern stammten, sondern auch weil sie sich bestens ergänzten. Sowohl im positiven als auch im negativen. Ihren Kindern gegenüber waren sie stets fair, aber streng. Sie wollten sie zur Bestform erziehen, ihren Abstammungen entsprechend. Hier und da kam auch die Erziehung von Annabelle durch, deren Familie zu den unantastbaren 28 gehört. Folglich gibt es dort sehr viele Verfechter der Reinblutideologie, eine Tatsache die auch an ihr nicht spurlos vorbeigegangen ist. Ob die Familie Dippet tatsächlich durchgängig reinblütig ist, das kann man nicht wirklich beweisen. Das Gegenteil allerdings auch nicht und so stand der Ehe der beiden seinerzeit nichts im Wege. Scott verstarb vor drei Jahren ohne seinen ältesten Sohn noch ein einziges Mal gesehen zu haben. Zu seiner Mutter pflegte Bishop auch in seiner Abwesenheit Kontakt, so regelmäßig sein Lebensstil es eben zuließ. Deshalb kam er jetzt auch wieder bei ihr unter.
Seine beiden Geschwister Christina und Alan haben mehr von der Eleganz ihrer Eltern abbekommen als Bishop. Die jüngste im Bunde ist mit 28 Jahren noch immer das Küken, obgleich sie längst Flügge geworden ist und sogar bereits verheiratet mit zwei Kindern. Sie lebt den Traum einer jeden reinblütigen Frau oder zumindest verkauft sie es gern so. Sie arbeitet nicht, kümmert sich nur um die Kinder. Alan steht mit 33 Jahren ebenso fest im Leben, musste die Bürde des Stammhalters tragen nachdem Bishop in Askaban landete und in der Konsequenz das Land verließ. Er arbeitet im Ministerium, ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Er arbeitet im Büro des Ministers, was genau er da macht weiß Bishop nicht. Hat ihn nie sonderlich interessiert, der ganze Bürokram. Die Geschwister pflegen ein einigermaßen ziviles Verhältnis zueinander, besonders nah stehen sie sich jedoch nicht.
Ander sieht es da mit seinem Cousin Waldo Dippet aus. Der ältere Ire war ihm meist mehr ein Bruder als Alan es je sein konnte oder wollte. Obgleich auch Waldo noch immer im Ministerium arbeitet und Bishop durchaus zweifeln könnte, wie sehr er dem Älteren vertrauen soll, verbindet die beiden dennoch eine gute Beziehung. Waldo war es schließlich auch, der am Ende dafür sorgte, dass Bishop Askaban verlassen konnte. Mit einer mehr oder weniger sauberen Weste. Die beiden pflegten Briefkontakt, ebenso begrenzt in seiner Regelmäßigkeit wie der zu seiner Mutter. Dennoch erfuhr er so was im Land passierte und auch, dass sein Vater verstorben war. Jetzt, da der Briefkontakt zu Waldo eingebrochen ist, keimt Sorge in Bishop auf – ein Grund, aus dem er zurück nach England kehrt.
Anne und Dorian Flint sind ihm ebenso lieber als seine eigenen Geschwister. Die beiden sind zwar um einiges Jünger als Bishop und waren noch nicht einmal wirklich erwachsen als er nach Askaban kam, dennoch verbindet er mit seinen Cousins mütterlicherseits nur positives. Die beiden gehen kaum in der Reinblutideologie auf, halten sich davon, soweit er es mitbekommt, sogar so fern sie nur können. Damit passen sie nicht besonders gut in das Bild der Familie Flint, was sie in Bishops Augen jedoch nur noch sympathischer macht. Er hofft darauf, dass sie sich diese Distanz bewahren.
Gewiss gibt es noch ganz andere familiäre Verflechtungen, wie das in den englischen und irischen Zaubererhäusern eben so der Fall ist. Davon will Bishop aber herzlich wenig wissen. Der Rest dieser Familie hat sich schließlich einen scheiß darum gekümmert, als er unschuldig in Askaban saß, weshalb sollte er sich dann jetzt um sie kümmern? Verschwendete Lebenszeit, das.
magical details
Character: Wenn man eines mit absoluter Sicherheit über Bishop sagen kann, dann, dass er eigentlich ein ziemliches Arschloch sein kann. Ob das nun in gewisser Hinsicht ein Schutzmechanismus ist, der ihn selbst davor bewahren soll zu nah an Menschen heranzukommen oder nicht, darüber denkt er nicht nach. (Ist es.) Er hat einfach eine ziemlich große Klappe und, leider, oft auch einiges dahinter. Er ist schließlich nicht dumm, allerdings auch kein Gelehrter. Das schlägt sich in seiner Sprache nieder, seine Ausdrucksart ist alles andere als kultiviert und deutet sehr wohl daraufhin, wie er die letzten Jahre seines Lebens verbracht hat. Das war nicht immer so, er stammt schließlich aus einer durchaus edlen und kultivierten Familie und kann sich grundsätzlich in dieser Welt auch bewegen und benehmen. Will er aber nicht.
Emotionen sind für Bishop kein Fremdwort, dennoch versucht er sie so gut es geht zu unterdrücken. Bringt einem ja doch nichts, ob man nun glücklich oder traurig oder irgendwas dazwischen ist. Gleichgültigkeit ist die Zukunft, oder so. Auch das ist, natürlich, ein Schutzmechanismus. Er hat zu viel verloren, zu viel gesehen und erlebt und hat einfach keine Lust davon regiert zu werden. Also redet er sich täglich ein, dass ihm alles egal ist und lässt maximal noch Wut nach außen hin zu. Die gibt ihm schließlich Energie um durch den Tag zu kommen und seine Aufgaben zu erledigen. Folglich ist er im Umgang mit anderen Menschen auch etwas abgestumpft, obgleich ihm auch sehr bewusst ist, dass er seine Mitmenschen durch seine Art verletzt. Mit Absicht, teilweise, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommen Teil seines Lebens werden zu wollen. Das wäre zu gefährlich. Für sein Herz.
Bishop ist ein Mensch, der gern mit seinen Händen arbeitet. Er ist in gleichen Maßen ein talentierter Handwerker wie auch ein talentierter Nasenbrecher. In seiner Zeit außerhalb Englands hat er gelernt, wie er Wunden ohne viel Magie versorgen kann, hat auch stablose Magie gelernt. Dabei beschränkt sich dieses Talent auf einfachere Sprüche, für komplexe Magie benötigt er weiterhin seinen Zauberstab. Unterwegs kam ihm das bereits mehr als gelegen. Seine Talente vielseitig einzusetzen stört ihn nicht im geringsten, Berührungsängste oder ähnliches sind ihm fremd. Dabei nimmt er aber dennoch Rücksicht auf andere Menschen, insbesondere Frauen denen er sich nicht nähert, wenn sie es ihm nicht deutlich erlaubt haben. Als Gentleman würde er sich deshalb nicht bezeichnen, er empfindet es einfach als gesunden Menschenverstand.
Er ist nicht besonders reizbar oder lässt es sich zumindest nicht anmerken. Pokerface nennen das die coolen Kids und er hat es perfektioniert. Ob man bei ihm zu weit gegangen ist merkt man entweder an der Faust im Gesicht oder dem Messer im Bein, kommt ganz drauf an in welcher Stimmung er gerade ist. Aber auch dann wirkt er ganz so, als könnte ihn nichts aus der Ruhe bringen. Jahrelange Übung, es war einfach notwendig.
Ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit treibt ihn an, obgleich man ihm genau diesen gern absprechen würde. Auge um Auge, Zahn um Zahn, das ist sein Motto. Wenn ihn jemand angreift, dann wird gleiches mit gleichem vergolten und wenn jemand unschuldige oder wehrlose Menschen angreift, dann schlägt er gleich doppelt so hart zurück. Man möchte sagen, wenn man einen Mörder tötet, dann ändert das an der Bilanz nichts. Wenn er aber viele Mörder und Verbrecher tötet, dann schon. Und das hat er sich schließlich in den letzten Jahren zum Ziel gesetzt. Durchaus erfolgreich, möchte man meinen.
Likes: Zigaretten / Whiskey / Wälder / unter freiem Himmel schlafen / Regen / seine Freiheit
Dislikes: enge Räume / sternenlose Nächte / Ungerechtigkeit / Hilflosigkeit /absolute Stille / Dementoren
Dementor: Ein Dementor hätte bei Bishop eine sehr große Auswahl an Erinnerungen, die er hervorrufen könnte. Zum einen sind da die Nächte in Askaban, durchdrungen von Schreien (ob seine eigenen oder die anderer Insassen, wer weiß das schon), zum anderen natürlich die Erinnerung an eben jenen Tag, der sein Leben völlig aus den Fugen geraten ließ. Auch seine Zeit im Ausland hat Spuren hinterlassen, aber vermutlich ist die wirklich schlimmste Erinnerung die, an den so tödlichen Auftrag vor 12 Jahren.
Boggart: Früher hat er damit geprahlt vor nichts und niemandem Angst zu haben, heute würde er das nicht mehr tun. Oder zumindest nicht mehr so laut, denn Askaban bzw. die Dementoren haben ihm in jedem Fall das Fürchten gelehrt.
Patronus: Sein Patronus nimmt die Gestalt eines Nashorns an und wird befeuert durch den äußerst intensiven Wunsch Dementoren so weit wie nur möglich auf Abstand zu halten.
Mirror of Erised: Eventuell würde er sich sehen, in einem anderen Zeitstrahl seines Lebens. Ohne das Trauma, ohne den Verlust. Ein heiler Mann, der nicht durch Schicksalsschläge gezeichnet ist. Vielleicht zwei Kinder an seiner Seite. Vielleicht.
Amortentia: Zigarettenrauch & Whiskey & Holz
timeline
Geboren in Zeiten des Friedens wächst Bishop sorglos und wohlbehütet am Rande der Ortschaft Ballycastle auf. Hier hat die Familie ein kleines, aber dennoch beachtliches Anwesen, geschützt durch Magie, versteht sich. Man findet Muggel nicht grundsätzlich schlecht, grenzt sich aber dennoch gern von ihnen ab. Folglich hat Bishop als Kind auch nicht besonders viel Kontakt zur nicht-magischen Welt. Sein Freundeskreis beschränkt sich auf die Familie, die ist ja auch groß genug. Heute würde er die Namen der meisten davon nicht mehr zusammenbekommen. Als er 5 ist kommt sein Bruder auf die Welt, noch mal 5 Jahre später die Schwester. Alan und Bishop kommen als Kinder gut miteinander aus, doch der Altersunterschied macht sich in den jungen Jahren durchaus bemerkbar. Christina gegenüber gibt er sich als großer Bruder, der das Mädchen beschützen möchte, aber eine wirklich enge Bindung können sie nicht aufbauen. Mit 11 geht Bishop schließlich nach Hogwarts, da ist Christina gerade mal ein Jahr alt und bekommt ohnehin kaum etwas mit. Ohne zu zögern steckt der Sprechende Hut ihn nach Gryffindor, womit keiner so wirklich gerechnet hatte. In seiner Familie waren schließlich alle entweder in Ravenclaw oder Slytherin gelandet. Naja. Immerhin nicht Hufflepuff, sagt man sich. Wird schon in Ordnung sein.
Seine Schulzeit ist geprägt vom aufflammenden Krieg außerhalb der Schule. Obgleich man die Kinder einigermaßen davor schützt bleibt ihnen natürlich nichts gänzlich verborgen. Regelmäßig verschwinden Familienmitglieder seiner Mitschüler oder werden getötet, kaum jemand scheint sicher zu sein. Seine eigene Familie lehnt sich nicht gegen die Todesser auf, versucht sich anzupassen und nicht aufzufallen. Gelingt ihnen wohl auch sehr gut, Angriffe auf sie bleiben aus. Was genau sein Vater so treibt, das weiß Bishop nicht. Scott ist kein aktiver Todesser, aber hier und da fließen durchaus Geldbeträge und Informationen aus dem Ministerium in die Hände der Todesser. Damit kauft er sich und seiner Familie ein gewisses Maß an Sicherheit, davon weiß aber nur er selbst. Abgesehen davon verläuft Bishops Schulzeit ruhig. Er ist ein guter Schüler, gewiss aber nicht der beste in der Klasse. Diese Ambition hegt er gar nicht, er weiß schließlich schon sehr genau was er machen will, wenn er fertig ist. Gegen Todesser und andere Bösewichte kämpfen, nämlich. Dass er damit aus dem Rahmen fallen wird, das ahnt er selbstverständlich nicht. Er macht einen guten Abschluss, mit einem O in Verteidigung gegen die dunklen Künste, der Rest wird mit A’s und E’s abgeschlossen. Immerhin fällt er in keinem einzigen Fach durch.
Direkt nach dem Schulabschluss bewirbt er sich als Hitwizard im Ministerium, wird angenommen und beginnt seine Ausbildung. Warum nicht Auror? Zu viel Papierkram. Abgesehen davon will er sich nicht nur auf Todesser fokussieren müssen, es gibt schließlich genug andere Zauberer, denen ebenso das Handwerk gelegt gehört. Seine Ausbildung macht er aus Überzeugung, bekommt auch hier gute Noten. Dass er sich damit immer weiter auch von seiner Familie entfernt, die sich mit den Todessern arrangiert hat – das tangiert ihn mehr am Rande. Nach zwei Jahren hat er den Abschluss in der Tasche und darf frei Schnauze die bösen Buben jagen. Als 1981 Schluss ist mit den Todessern, feixt er noch gegenüber den Auroren, die sich jetzt neu orientieren müssen. Schwarzmagier verschwinden beinahe über Nacht, andere Kleinkriminelle schießen an deren Stelle empor. Für ihn läuft alles super.
1983 lernt er eine Frau kennen, die ihm sofort den Kopf verdreht. Die Spanierin kam nach Ende des Krieges nach England, spricht ihr perfektes Englisch mit einem spanischen Akzent. Sie ziehen zusammen, wollen sich ein gemeinsames Leben aufbauen. Anfang 1985 wird sie schwanger, ungeplant. Die beiden freuen sich dennoch, obgleich sie noch lange nicht wirklich fest im Leben stehen. Bishop ist 26, immer noch auf der Suche nach dem nächsten Adrenalinkick. Dennoch, die Vorstellung Vater zu werden gefällt ihm. Und dann kommt alles ganz, ganz anders.
Seine Einheit wird im Sommer 1985 zu einer brutalen Auseinandersetzung gerufen. Niemand weiß so wirklich, was passiert ist oder was sie erwartet. Sie finden eine blutige Szene vor mit unzähligen Opfern, so viel schlimmer als vieles, was sie während des Krieges erlebt haben. Es herrscht Chaos, Unsicherheit, das eingespielte Team weiß nicht wohin mit sich. Sie sehen den Angriff nicht kommen, können sich nur schwer zur Wehr setzen. Es geht alles so schnell und gleichzeitig scheint es eine Ewigkeit zu dauern. Brutal werden sie niedergemetzelt, einer nach dem anderen. Bishop bleibt auf dem Schlachtfeld zurück, schwer verwundet – als einziger Überlebender. Es dauert einige Stunden ehe eine weitere Einheit eintrifft, das Blutbad vorfindet und Bishop ins Krankenhaus bringt. Dort hängt sein Leben einige Tage lang am seidenen Faden, dann schaffen die Heiler es ihn zu stabilisieren. Er muss ein paar Wochen im Krankenhaus bleiben, seine schwangere Freundin darf nicht zu ihm. Sie wissen beide nicht, wieso. Erst als er schließlich entlassen und direkt von seinen eigenen Leuten in Empfang genommen wird, finden sie es raus. Man hält ihn für schuldig.
Ohne es an die große Glocke zu hängen wird er nach Askaban gebracht, eine faire Verhandlung wird ihm noch versprochen. Die kommt allerdings nie, denn es fehlen die Beweise, das Motiv, alles. Würde man Zeugen befragen und den Fall wirklich aufrollen, seine Schuld wäre sofort vom Tisch und das Ministerium stünde wieder am Anfang. Das will sich niemand geben, diese Blöße. Also lässt man ihn in Askaban sitzen, für schuldig erklärt ohne jemals schuldig gesprochen worden zu sein. Seine Familie? Setzt sich nicht für ihn ein, sie halten ihn ebenso für schuldig. Vier Jahre lang dauert es, ehe sich endlich jemand hinsetzt und dafür sorgt, dass er entlassen wird. Waldos Rückkehr aus Indien bringt die Kehrtwende für Bishop, scheint ihm der Fall nicht ordentlich abgehandelt – gar nicht, eigentlich. Und dieses Mal muss das Ministerium kleinbeigeben, muss eingstehen, dass sie nicht wissen, ob Bishop schuldig ist. Aus Mangel an Beweisen wird er 1989 freigelassen. Und erfährt im gleichen Zuge, dass seine Freundin und die kleine Tochter zwei Jahre zuvor brutal ermordet wurden. Von wem? Das weiß niemand.
Bishop packt zusammen was ihm von seinem Leben noch geblieben ist und verschwindet zunächst nach Spanien. Hier bleibt er jedoch nicht lang, fühlt er sich zu sehr an seinen Verlust erinnert. Er geht weiter in Richtung Osten, macht in Georgien Halt. Hier will er zunächst bleiben, verlässt das Land aber aufgrund der politischen Unruhen 1991 wieder. Da in der gesamten östlichen Region kaum Sicherheit zu finden ist, zieht es ihn auf einen anderen Kontinent und er schlägt 1992 in Südamerika auf. Sein Weg dorthin ist blutig, von Aufträgen durchzogen. Dabei ist er vorsichtig in allem was er tut, in allem was er annimmt. Einfache Fehden oder große Organisationen schlägt er aus, umgeht er mit größter Vorsicht. Darin will er sich nicht verwickeln lassen. Mörder, brutale Schläger, das sind seine Ziele. Und davon gibt es auf der ganzen Welt genug. Sowohl magisch als auch nicht-magisch. Sein Weg beginnt zunächst in Chile, geht weiter nach Bolivien und Paraguay, immer vor seinen Verfolgern weg. Er wird sowohl von magischen als auch nicht-magischen Polizisten gesucht, doch es gibt kaum handfeste Beschreibungen und Beweise. Zudem hält er sich selten wirklich lang an einem Ort auf, campt in Wäldern und im Dschungel. Hier und arbeitet er mal an der Bar, verändert magisch immer wieder sein Aussehen, so dass man ihn nicht greifen kann. Mit seinen Aufträgen verdient er Geld, kommt gut über die Runden. Er braucht ja ohnehin nicht viel, so abgeschieden und einfach wie er lebt. Dennoch wird es ihm im in Südamerika irgendwann zu heiß (im übertragenen Sinne), weshalb er sich zunächst in die USA absetzt. Und dort wird sein Leben wieder spannend.
Über sporadische Briefe aus der Heimat und der einen oder anderen geklauten Zeitung ist er auf dem laufenden geblieben was in England vor sich geht. Dabei war er auf einen Artikel gestoßen, der ihn hatte hellhörig werden lassen. Ein Angriff, ein blutiges Gemetzel, welches ihn sehr stark an seine Vergangenheit erinnerte. Das Ohr immer am Untergrund und über verschiedene Informanten drangen gewisse Informationen zu ihm durch, die er jedoch kaum in Einklang miteinander bringen konnte. Nichtsdestotrotz führte ihn sein Weg irgendwann nach Chicago, wo er sich an die Fersen von Fox Mortcombe heftete. Er kannte den Namen Mortcombe bereits aus seiner Heimat, hatte lange nicht darüber nachgedacht. Besonders positive Dinge hatte er über die Familie nicht in Erinnerung, weshalb er sich selbst spontan dazu entschied nachzusehen, was Fox so vor hatte und ihn eventuell eigenmächtig auf seine eigene Liste zu setzen. Er folgte ihm und zwei weiteren Menschen, die sich irgendwann als MACUSA Agenten herausstellten, nach New York. Nun hätte man meinen können, wenn dieser Mortcombe mit der Regierung arbeitete, dann hatte er wohl kaum Dreck am Stecken. Nicht jedoch in Bishops Welt, in Bishops Welt war die Regierung der größte Dreck. Und so wie er die letzten Jahre die Einwohner in den verschiedensten Ländern kennengelernt hatte, stand er mit dieser Meinung nicht allein da.
Was genau sich im Apartment in New York abspielte, das konnte Bishop von außen nicht sehen. Wäre er näher rangegangen, man hätte ihn entdeckt. Das war ein großer Fehler, denn kurz darauf verlor sich die Spur des Mortcombe. Bishop stand ohne einen neuen Ansatz da. Er verschwand im Untergrund, versuchte hier und da ausfindig zu machen, was dort geschehen war, wer die beiden MACUSA Mitarbeiter gewesen waren, irgendwas. Worauf er stieß, das war der Nundu. Und diese Geschichte beschäftigte ihn so sehr, dass er sich in der Recherche nach diesem brutalen Mythos beinahe verlor. Nebenbei erledigte er noch immer Aufträge, er konnte es sich schließlich nicht leisten mittellos dazustehen. Was er sich auch nicht leisten konnte, war durch die amerikanische Regierung gefangen genommen zu werden, weshalb er seinen Wohnort ein weiteres mal verlegte, dieses Mal nach Australien. Das Land war groß genug, es gab nicht viele Menschen und dennoch genug die es zu erledigen galt. Im Outback verschwand er eine ganze Weile von der Bildfläche, hinterließ kaum Spuren. Wer im Outback verschwand, blieb verschwunden. Als er sich später einmal wieder in Sydney blicken ließ, war die magische Gesellschaft in Aufruhr. Vom Nundu wurde gesprochen, man vermutete ihn in Japan, vielleicht auch Neuseeland. Letzteres wurde zu einem konkreteren Indiz, weshalb Bishop sich ein weiteres Mal in die Spur machte und nach Auckland reiste.
Dort traf er zufälligerweise Fox wieder. Nun, wiedertreffen hätte wohl indiziert, dass sie einander bekannt waren. Waren sie glücklicherweise nicht und Fox konnte kaum ahnen, dass Bishop ihn im Visier hatte. Bis es zu einer Auseinandersetzung in der Bar The Black Sheep kam. Obgleich Bishop nicht alles mitbekam, in etwa genauso verwirrt aussah wie die meisten anderen Gäste, so schien ihm doch eines am Ende klar zu sein: Fox war nicht der Feind, ganz im Gegenteil. Er war auf der gleichen Fährte wie er selbst. Unsicher darüber, wohin der Mortcombe und der Nundu verschwunden waren, reiste Bishop nach Japan, kam aber ganz offensichtlich zu spät an. Der Nundu war tot, das wusste man inzwischen. Dennoch war Bishop noch immer an Fox interessiert, nahm die Fährte nach ihm wieder auf. Doch der Mortcombe hätte kaum so lang überlebt, wenn er nicht selbst gewisse Instinkte entwickelt hätte. Sie waren einander auf der Spur, das bekam Bishop erst durch Rokuko mit. Die konfrontierte ihn an einem lauen Sommerabend in einer Bar, hatte ihn zuvor noch freundlich angelächelt nur um ihn dann im Schatten der Toilette mit dem Zauberstab in seiner Seite zu bedrohen. Sie musste sich nicht sonderlich anstrengen um Bishop davon zu überzeugen, dass Fox gefährlich war, ihm gefährlich werden konnte. Der Dippet hatte seine Hausaufgaben schließlich auch gemacht, wusste um dessen Produktivität. Er hatte nicht vor ihm in die Quere zu kommen, hatte eigentlich nur mit ihm über den Nundu reden wollen. Nichts anderes gab er auch Rokuko zu verstehen, ob diese ihm jedoch glaubte? Wusste er nicht. Er verließ noch in der gleichen Nacht die Insel.
Sein Weg führte ihn zunächst zurück nach Neuseeland. Unter anderen Umständen, da hätte er sich hier niederlassen können. Es schien friedlich zu sein hier, das Meer war nie weit weg und obgleich es gewiss auch hier Unruhen gab, insbesondere zwischen den Maori und den weißen Einwohnern, es schien ihm dennoch ein Ort an dem man zur Ruhe kommen konnte. Er blieb einige Monate, ohne Aufträge. Hielt sich im Hintergrund, arbeitete in Bars und verbrachte jeden Abend am Strand. Als er eine Frau kennenlernte, die das Zeug dazu hatte durch seine Mauern zu brechen, verschwand er. Das konnte er sich nicht leisten. Sein Weg führte zurück nach Chile zu alten Bekannten, die ihn direkt wieder vernetzten. Back to the roots, sozusagen. Hier blieb er noch ein paar Monate, während in England bereits die Fetzen flogen. Über Briefe von seiner Mutter und von Waldo hatte er schon von der Rückkehr des dunklen Lords gehört, sich damit aber nicht beschäftigt. Es war so weit weg, so ungreifbar. Doch die Angriffe wurden lauter, schwappten auch ohne einheimische Informanten über den Teich. Selbst in seinem kleinen Dorf in Chile machte man sich langsam Sorgen. Und dann brachen irgendwann die Briefe von Waldo ein, selbst die von seiner Mutter wurden weniger. Das wiederum bereitete ihm Sorgen. Was tun? Versteckt bleiben, dabei zusehen wie seine Heimat in einem erneuten Krieg unterging? Oder dem Land helfen, welches ihn einst hatte fallen lassen wie eine heiße Kartoffel? Die Entscheidung fällte ein anderer für ihn. Eine Familie hatte ihn besonders ins Herz geschlossen nachdem er dafür gesorgt hatte, dass die männlichen Oberhäupter ihre gewalttätigen Ausuferungen in die Hölle mitgenommen hatten. Aus dieser Familie war der Jüngste nach England gereist, auf der Suche nach neuem Glück. Und nun, ja, da meldete auch dieser junge Mann sich nicht mehr. Bishop ließ sich nicht zweimal bitten, packte seine zwei Hemden ein und taucht nun im Oktober 1997 wieder unangekündigt bei seiner Mutter auf. Was auch immer ihn dort erwarten würde.
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Face: Chris Evans
Source: Harry Potter Wiki, Steckis Waldo Dippet, Anne Flint, Dorian Flint & Fox Mortcombe (also my 1 braincell)
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Other Faces: Ruby Gardner und Co. Kg.