DER GESUCHTE Neben dem Begriff
Opportunist könnte in einem Wörterbuch auch der Name
Nero Algernon Rookwood stehen. Der
58-jährige Besitzer des Ladens
TerrorTours in der Winkelgasse steht sich selbst am nächsten. Was bei der Familie, aus der er stammt, wohl eine natürliche Entwicklung ist. Nero erinnert sich noch weniger als Augustus an eine einigermaßen intakte Familie, starb die Mutter doch früh und vermochte der Vater keine positiven Erinnerungen zu kreieren. Auch Nero wurde weitgehend von den Großeltern aufgezogen, konnte sich den Einflüssen des Großvaters jedoch besser entziehen. Anders als Augustus strebte Nero auch nie eine Karriere im Zaubereiministerium an, sondern entschied sich – zum Missfallen der Familie – für eine Weltreise nach dem Abschluss in Hogwarts. Nero war jahrelang von der Bildfläche verschwunden, weshalb sich die Brüder auch weitgehend voneinander entfernt hatten. Anfang der 1970-er Jahre kehrte Nero erst zurück nach Großbritannien und gründete in der Winkelgasse TerrorTours, auch aufgrund seiner Erfahrungen auf der Weltreise. Bis heute ist Nero der
Geschäftsführer des ungewöhnlichen Reisebüros. An seiner
politischen Einstellung wird deutlich, wie sehr Nero sich vor allem um sich selbst kümmert. Keiner weiß um seine wahre Einstellung, selbst Augustus ist sich bei seinem Bruder nicht sicher. Todesser ist Nero zumindest nicht, aber auch für die Gegenseite scheint er nicht zu arbeiten. Zumindest nicht aktiv. Er nutzt das aus, was ihm selbst am meisten bringt. Einen Nutzen in einer Ehe sah Nero scheinbar nie genauso wie in der Gründung einer eigenen Familie. Am Ende müsste man das verdiente Geld noch teilen.