P E R S Ö N L I C H E S
Name: » Alice Ambrosia Rookwood aka Billie Rookwood
Der erste Vorname als Hommage an ihre Urgroßmutter, der zweite in Anlehnung an Ambrose Rookwood, einem Mitglied des gescheiterten Gunpowder Plots im 17. Jahrhundert. Obgleich Billie den Namen Alice durchaus mag ist eben jener doch der Frau vorbehalten, die ihren Vater großgezogen hat und die allen so positiv in Erinnerung geblieben ist.
Ambrosia hingegen ist nicht unbedingt der Name mit dem man durch Hogwarts Hallen spazieren möchte, davon mal ganz abgesehen war die Aussprache für die junge Billie nicht ganz so einfach. Ein informelles
Billie klingt zwar nicht so schicklich wie man sich das für eine junge Dame aus ihren Kreisen unbedingt wünscht aber niemand kann behaupten, dass es einen anderen Namen geben würde, der besser passte. Billie wird selten anders genannt und vergisst teilweise selbst, dass ihr Name so auf keinem offiziellen Dokument existieren darf.
Geburtstag » 27. Juli 1968 in Welshpool * 29 Jahre
Wie alle Rookwoods wurde auch Billie im walisischen Herrenhaus ihrer Familie geboren, zwei Wochen zu früh am Geburtstag ihres Vaters.
Wohnort » Cottage Life in Mawgan Porth, Cornwall
Was passt auch ansonsten besser zu einer jungen Frau, die noch nicht einmal die 30 Jahre geknackt hat, als das Leben in einem Cottage an der Küste, das kein besseres Abbild von Einsamkeit darstellen könnte? Die zwei Schaukelstühle auf der kleinen Veranda vor dem Cottage sind bezeichnend genug, Billie kommt meist an den Wochenenden mit ihrer Freundin Sasha her. Das Leben hier ist ruhig und ein Kontrast zu ihrem chaotischen Alltag. Das Klischee wird vollstes erfüllt, hier im Cottage leben die beiden jungen Frauen ihre inneren alten Ladys aus, backen Apple Pie und trinken abends vor dem Kaminfeuer ihren Kakao, stricken Socken oder lesen in aller Seelenruhe.
Schule » 1979 bis 1986 * Slytherin, Hogwarts
Die gängigen Merkmale, die man mit dem Haus der Schlange verbindet, wird man bei Billie nicht zwangsläufig finden. Sie ist klug, wenn auch nicht übermäßig intelligent; nur insofern gewieft wie es ihr und ihren Liebsten einen Vorteil verschafft und aus eigenem Trieb nie auf Kosten anderer; nicht sehr ehrgeizig und zu oft auch nicht entschlossen. Obgleich es durchaus möglich ist, dass all diese Züge in ihr schlummern, durch die Erfahrungen in der Vergangenheit aber nur sehr untergeordnet eine Rolle spielen. Womöglich hat der Sprechende Hut in Billie vor allem den Selbsterhaltungstrieb gesehen, der ihr Leben immer wieder in andere Richtungen gelenkt hat um nicht auf der Strecke zu bleiben.
Ihre UTZ legte Billie mit folgenden Noten ab:
Wahrsagen - Ohnegleichen
VgdDK - Erwartungen übertroffen
Zaubertränke - Annehmbar
Verwandlung - Erwartungen übertroffen
Zauberkunst - Erwartungen übertroffen
Arbeit » AUROR Inhaberin & Fahrerin vom Bücherbus
Nach ihrer Schulzeit absolvierte Billie eine Ausbildung zur Aurorin im Ministerium. Wie viele Sprösslinge verurteilter Todesser schien auch sie durch ihre Arbeit etwas wieder gut machen zu wollen, ganz so einfach war es für die junge Rookwood aber nicht. Das Misstrauen das ihr entgegen gebracht wurde, dämpfte ihren Elan schon früh, kein Wunder also, dass die Loyalität zu ihrem Vater nach seinem Ausbruch aus Askaban genügte, damit sie in ihrer Integrität kippte. Grobes Fehlverhalten führte schließlich zu ihrem Ausschluss aus dem Ministerium.
Schon während ihrer Arbeit dort setzten Billie und ihre Freundin Sasha einen anderen Plan in die Tat um. Gemeinsam kupferten sie die Idee des Fahrenden Ritters ab und schafften einen Bücherbus, der die Lücke einer magischen Bibliothek ein wenig schließen sollte. Bücher sind noch lange nicht alles was man in dem Bus kriegen kann, doch der Schein ist für solche gewahrt, die vor allem einfach ein neues Werk von Gilderoy Lockhart lesen wollen. Spaß, so einen Schund würden Billie und Sasha, zwei literarisch sehr gebildete Personen, in ihrem Bücherbus nie führen. Ihre Moral mag schwanken, der Grad ihrer Literarizität aber niemals.
Blutstatus » Reinblut
Einstellung » gute Frage
Ihrem Vater zu Liebe schloss sich Billie zuletzt der dunklen Seite an, aber Augustus Rookwood scheint zu sehen, dass seine Tochter nicht mit ganzem Herzen für Lord Voldemort brennt. Zu ihrem Selbstschutz trägt Billie demnach noch nicht das Dunkle Mal, auch wenn sie durchaus für die Todesser agiert; oft - leider - aus falschen Absichten. Glücklich ist sie damit sehr offensichtlich nicht. Aber wie könnte sie sich auch so vehement gegen einen Teil ihrer Gesellschaft stellen, die sie doch eigentlich respektiert? Die sie mag und für ihre Kreativität und Literatur schätzt? Vermutlich würde Augustus lieber wieder in seiner Zelle in Askaban sitzen als in der privaten Bibliothek seiner Tochter, die vor Büchern von Muggelautoren nur so strotzt.
Special Ability » WAHRSAGEN?
Eine feste Bestätigung, dass ihr diese seltene Eigenschaft wirklich obliegt hat Billie bis heute nicht; offenbar fehlt ihr einfach das nötige Selbstbewusstsein um anerkennen zu können, dass etwas derart Besonderes ausgerechnet ihr zuteilwurde. Sehr geschult ist Billie darin noch nicht, es erklärt aber durchaus ihre hervorragenden Leistungen zur Schulzeit im Fach Wahrsagen. Billie fürchtet sich gar ein bisschen davor ihre Fähigkeit wirklich kontrollieren zu können, ahnt sie doch, dass man dies durchaus ausnutzen kann. Und was dann? Vor allem - was wenn sie es dann falsch macht und für ihre Fehler zur Rechenschaft gezogen wird?
A L L G E M E I N E S
Zauberstab » Silberlinde # Phönixfeder # 9 Zoll
Patronus » Billie ist nicht in der Lage einen Patronus zu beschwören und hat bislang auch noch keine Unternehmungen angestellt daran etwas zu ändern, sie sieht keinerlei Notwendigkeit dafür. Dabei wäre sie schon neugierig zu wissen, welche Form ihr Patronus annehmen würde. Ihre Vermutung wäre ein Waschbär. Ein Tier, das so niedlich und flauschig aussieht und am Ende doch nur eine kriminelle Katze mit Maske und scharfen Krallen ist.
Dementor » Die Verhaftung ihres Vaters ist vermutlich die schmerzhafteste Erinnerung in Billies Leben, ebenso das Verhalten ihrer Mutter im Nachgang. Die Art und Weise wie Irene über ihren Ehemann und Billies Vater sprach, war für Billie ebenso grausam wie die Tatsache ihren Vater für immer - zumindest ging sie damals davon aus - verloren zu haben.
Spiegel Nerhegeb » Die Vermutung liegt nahe: ein intaktes Familienbild ist am Ende doch das, was sich Kinder einer zerrütteten Herkunft immer am ehesten wünschen. Billie bildet da keine Ausnahme. Vermutlich wäre ihr Spiegelbild zurück datiert, zeigte die Familie Rookwood vor der Inhaftierung ihres Vaters.
Irrwicht » Die einzige Konstante in ihrem Leben zu verlieren ist wahrscheinlich Billies größte Sorge; ein Irrwicht würde für Billie also irgendeine Form annehmen die Sasha sterbend oder gleich ganz tot zeigt.
Amortentia » Der Trank würde für Billie eine hellgrüne, glänzende Farbe annehmen und nach alten Büchern, frischer Seeluft und Apfelkuchen riechen.
Haustier »Katzen mit 1001 Namen
Einen festen Namen hat Billies Katze nicht, was einzig und allein daran liegt, dass Sasha und ihr ständig neue Namen einfallen die doch wieder besser passen könnten. Die Katze ist ohnehin zu stolz um sich bei einem Namen rufen zu lassen, von Pombär zu Edgar Allen Paw sind alle Namen dann und wann einmal vertreten.
F A M I L I E
Augustus Rookwood » 62 Jahre # pureblood
Vater » Leiter der Abteilung für magische Strafverfolgung
Anders als es in vielen Reinblutfamilien wohl leider ebenso zur Tradition gehört, hat Augustus seiner Tochter nicht einmal das Gefühl vermittelt in irgendeiner Form weniger wert zu sein, nur weil sie eben kein männlicher Stammhalter ist. Dem grimmigen Gesichtsausdruck Billies, der damals wie heute fast schon ein wenig ihr Markenzeichen geworden ist, konnte allein Augustus ein herzliches Lachen entlocken. Seine Verhaftung 1982 brach Billie entzwei, der Rückhalt von zu Hause fehlte um zu kitten, was in Scherben vor ihr lag. Es ergab für sie nie Sinn, dass ihrem Vater all diese Dinge zur Last gelegt wurden, noch weniger, dass er zu jeder einzelnen Anschuldigung stand ohne sich zu entschuldigen. So richtig verziehen hat Billie ihm wohl nie, dass er sie allein gelassen und seine Ansichten über die Beziehung zu seiner Tochter gestellt hat. Seine Begnadigung war für Billie nur eine Formalität, ob er nun die Leitung in der Strafverfolgung inne hat oder in der Zelle in Askaban sitzt bestimmt nicht die Beziehung, die sie erneut zu ihm aufgebaut hat. Die Loyalität ihm gegenüber steht ihr in jede Faser ihres Körpers geschrieben, jedes mögliche, bessere Wissen bekommt keinerlei Chance zu wachsen und wird im Keim erstickt. Die Diskrepanz die Billie darüber fühlt, ob sie ihrem Vater nun kommentarlos folgen soll oder ob sie ihm Ballast ist… Denn ihn zu enttäuschen und darüber hinaus zu blamieren wäre das Schlimmste, das sich Billie derzeit vorstellen könnte.
Irene Rookwood» 59 Jahre # pureblood
Mutter » Heilerin
Irene Rookwood musste sich früh der Tatsache beugen, dass es sich bei Billie eindeutig um ein Vaterkind handelt. Dies schürte weder Eifersucht, noch war es die Grundlage dafür, dass sich Irene und Billie anderweitig nicht gut verstanden. Zumindest die ersten 20 Jahre Billies Lebens nicht. Die gute, gar innige Beziehung zwischen Irene und Billie begann erst zu leiden nach Augustus Verhaftung. Vermutlich um den eigenen moralischen Kompass wieder in Richtung guten Gewissens auszurichten distanzierte sich Irene emotional so sehr von ihrem Mann, dass sie, so vermutete Billie, gar nicht mehr wirklich mitbekam wie sehr sie seine gesamte Person im Nachhinein diskreditierte. Glückliche Kindheitserinnerungen wurden zerstört und Billie oft genug von ihr in die Mangel genommen, weil sie ihrem Vater in so vieler Hinsicht glich. Aus Selbstschutzgründen ließ Billie den Kontakt abebben, sieht ihre Mutter dann und wann noch und würde das Verhältnis nicht pauschal als schlecht bezeichnen, aber dann wiederum gibt es derzeit wenig, was sich Mutter und Tochter zu sagen haben ohne in Diskussionen auszuarten.
Alice Rookwood » verstorben # pureblood
Urgroßmutter » Wahrsagerin?
Ihre Urgroßmutter verstarb als Billie gerade zwei Jahre alt war. Sie war die Frau die Augustus maßgeblich großzog, das Sentiment ging an dieser Stelle offenbar also mit Billies Vater durch und er benannte seine einzige Tochter nach seiner Großmutter. Der Vorname ist jedoch nicht alles was Billie von ihr geerbt hat, sie ist nicht nur das optische Abbild der ersten Alice, sondern erbte von ihr auch die Fähigkeit der Weissagung. Leider behielt Alice Rookwood dieses Wissen ihr Erwachsenenleben lang für sich, sodass bis heute nur gemunkelt und vermutet wird, von wem Billie diese Fähigkeit geerbt hat und ob sie sie überhaupt
wirklich besitzt.
Sasha Fletcher » 27 Jahre # halfblood
psychic soulmate » Mitinhaberin vom Bücherbus
Ihre Familie ist wohl wenig begeistert davon, dass Billie ausgerechnet in einer Fletcher ihre Schwester im Geiste gefunden hat, ein
kindred spirit. Die beiden Hexen freundeten sich schon in Hogwarts an und haben seit beide ihren Abschluss gemacht haben kaum einen Tag ohneeinander verbracht. Es passiert selten genug, dass man Menschen findet denen man nicht nur alles anvertraut, sondern deren Gesellschaft man auch niemals überdrüssig wird. Sasha und Billie sind diese Menschen füreinander, mit dem Bücherbus haben sie sich einen gemeinsamen Traum erfüllt. Die Loyalität in Billie wird dieser Tage wohl durchaus auf die Probe gestellt, denn Sasha und ihr Vater vertreten nicht immer eine Meinung und noch kann Billie oft keine rationalen Entscheidungen darüber treffen, auf wessen Seite sie sich nun eher sieht. Ob Blut wirklich dicker ist als Wasser?
C H A R A C T E R
Billie Rookwood, das könnte auch der Name eines Rockstars sein. Kein Lebensstil würde der Hexe aber weniger liegen als ein solch spektakuläres im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Ihr geringes Selbstbewusstsein sorgt seit jeher dafür, dass sie sich am liebsten im Hintergrund aufhält und hinter Büchern versteckt, nur in einer Gesellschaft in der sie sich durch und durch ist die Angst anzuecken kein Dauerzustand. Einen festen Grund für ihre generelle Unsicherheit kann Billie selbst nicht ausmachen, die Fehleinschätzung ihres Vaters (war es eine?) hat aber sicher dazu beigetragen, dass das Vertrauen in sie selbst nachhaltig erschüttert ist.
Billies Kernkompetenzen sind sicher ihre Kreativität, ihr ausgeprägtes Verständnis für Literatur und der damit verbundene Wortwitz, sowie ihre Loyalität. Beides kommt sich zuletzt immer wieder in die Quere; einerseits möchte Billie den Leuten in ihrem Leben alles recht machen um nicht negativ aufzufallen - in diesem Fall ihr Vater mit sehr radikalen Ansichten - und andererseits liest sie zu gern Literatur der Muggel, eine Fatalität, die niemals jemand wissen sollte, der sie damit an ihren Vater verraten könnte.
Dass sie sich der dunklen Seite nicht verschreiben kann, liegt sicher auch daran, dass Billie durch Grausamkeiten eher verstört ist und sich davor fürchtet im Traum von jenen heimgesucht zu werden. Insgesamt hat sie einen schlechten Schlaf, ihrer Sensibilität folgend bringen sie auch kleine Dinge schnell aus der Balance, sodass die Hexe nachts stundenlang wach liegt und sich den Kopf über Dinge zerbricht, an denen sie eh nichts ändern kann. Es fällt so manch einer Person vielleicht schwer zu glauben, dass Billie wirklich die Tochter ihres Vaters sein soll, der mit seiner natürlichen Autorität jeden Raum durch einen Augenaufschlag lenken kann. Billie hingegen möchte es tunlichst meiden in den Fokus zu geraten, schon allein das hat sie niemals zu einer wirklich guten Aurorin gemacht, obgleich sie durch ihre Intelligenz durchaus ein beachtliches Kombinationsgeschick hat.
Billie sucht Ruhe und Abgeschiedenheit so gut sie in ihrer Freizeit kann, nicht zuletzt hat sie sich deswegen dazu entschieden ihre Heimat in der rauen Natur zu suchen. Die Sehnsucht nach einem harmonischen Alltag begleitet sie mit jedem Herzschlag, dass die Zeiten dafür nicht die richtigen sind, ist ihr leider dennoch klar. Sie verschließt die Augen nicht vor der Realität, kehrt ihr aber gerne den Rücken zu. Konfrontationen umgeht sie so gut es geht, ebenfalls noch ein Grund weshalb es für sie sicher fatal wäre sich der dunklen Seite komplett zu verschreiben, sie würde damit nicht nur ihr eigenes Schicksal negativ besiegeln sondern auch den Ruf ihres Vaters ruinieren, da ist sie sich sicher.
Ihre Gabe der Hellseherei hat Billie lange nicht gekannt, sodass es ihr noch heute schwer fällt diese zu kontrollieren und gezielt einzusetzen. Sie ist durchaus besser geworden, scheut sich aber noch immer oft davor ihre Fähigkeit zu vermarkten aus Sorge, dass sie den Leuten nicht die Wahrheit sagt. Im Gegensatz zu ihrer besseren Hälfte Sasha kann Billie nur schwer damit leben die Leute über den Tisch zu ziehen, zu groß ist die Sorge über negativen Backlash oder die Vermutung, dass sich jemand wegen ihr schlecht fühlt. Es stört sie hingegen leider eher wenig, wenn jemand etwas tut an dem sie zu knacken hat. Immerzu fühlt sie sich als wäre es nur rechtens, dass sie eine Schelle vom Leben bekommt, nur selten steht sie wirklich für sich ein und verteidigt ihren Standpunkt. Dass sie es geschafft hat sich von ihrer Mutter loszueisen, die lange genug wenig Gutes über Billie zu sagen hatte obwohl ihre Tochter doch niemals etwas verbrochen hatte, ist wohl eher Sasha zu verdanken. Billie ist allein wohl als hilflos zu bezeichnen, sie braucht ihre beste Freundin um im Alltag entsprechend zu funktionieren und nicht das schwächste Glied in der Kette darzustellen.
Dabei ist es ihr gar nicht unmöglich durchaus charmant zu sein und den Leuten in ihrem Umfeld ein Lachen aufs Gesicht zu zaubern, ihr Humor ist zwar oft dunkel und makaber, aber angemessen für die Gesellschaft in der sie sich befindet. Denn fühlt sie sich unter anderen Anwesenden wohl, findet man in Billie eine sehr eloquente Gesprächspartnerin, noch dazu eine hervorragende Gastgeberin. Man traut es ihr vermutlich nicht zu, aber sie ist eine hervorragende Köchin und Bäckerin. Noch dazu ist ihr Ideenreichtum massiv, Sasha und sie erweitern den Bücherbus immerzu um neue Optionen und Ideen, nur in dieser Hinsicht fehlt Billie die Sorge zu versagen, so wie überall anders im Leben.
LIKES
Bücher # Sasha # ihre neue Arbeit # das Cottage Leben # Kochen # Lebensmittel einkaufen # Handarbeiten # Apfelkuchen # ihre Familie # nicht zu Themen befragt werden
DISLIKES
Feuer # das Ministerium # Verantwortung tragen zu müssen # Großstadttrubel # Tee # Rhabarber # Gespräche mit Fremden # fliegen # Apparieren # Konfrontationen
L E B E N S L A U F
27. Juli 1968 bis September 1979 # Kindheit
Billie wird zwei Wochen zu früh, ausgerechnet am Geburtstag ihres Vaters in eben jenem Haus in Welshpool geboren, in dem sie auch ihre gesamte Kindheit verbringt. Ihr Geburtsname Alice wird nur die ersten Jahre genutzt, alsbald sie das Sprechen erlernt und ihr Namenspatron, ihre Urgroßmutter Alice Rookwood, verstirbt, versucht man ihren zweiten Vornamen zu etablieren. Am Ende bleibt es aufgrund der eingeschränkten Sprachfähigkeiten bei Billie und was soll man sagen, der Name passt.
Ihre Kindheit verläuft sehr behütet, dass die Welt außerhalb des Anwesens nicht rosarot erscheint weiß Billie nicht. Sie lebt wohl behütet, sieht in Augustus Rookwood niemals jemand anderes als den besten Vater, den sich eine Tochter nur wünschen kann. Sie wird zu Hause allein unterrichtet und stört sich wenig daran, dass sie eher wenig Kontakt zu Gleichaltrigen pflegt. Tatsächlich ist zu viel Geschehen um sie herum eher kontraproduktiv, schüchtert Billie ein und überfordert sie.
Alice Rookwood die Erste hat nie jemandem erzählt, dass sie selbst mit der besonderen Fähigkeit der Weissagung gesegnet war. Die Gründe sind unbekannt, da es aber keine bekannte Rookwood mit eben dieser Fähigkeit gab, spekulieren ihre Eltern nur hinter heimischen Mauern darüber, ob die einzige Tochter damit ausgestattet sei. Bilder, scheinbare Kritzeleien eines Kindes, zeigen oft Motive von Dingen, die im Folgenden geschehen. Es wird als Zufall abgetan, doch die Vermutung bleibt, wird manchmal hartnäckiger. Oft zeichnet sich monatelang nichts Dergleichen ab, es vergehen zig kindliche Gemälde ohne, dass sich darin eine Vorhersage finden lässt. Billie selbst weiß zu diesem Zeitpunkt rein gar nichts von den Vermutungen ihrer Eltern.
Das erste richtige magische Ereignis verzeichnet Billie erst recht spät im Alter von neun Jahren. Es gab selten Streit, Diskussionen oder Wutausbrüche zwischen Billie und ihren Eltern und wenn, dann umso heftiger. Eine dieser Auseinandersetzungen kostete dem Ehepaar Rookwood kurzzeitig das Geschirr, das sie zur Hochzeit bekommen hatten. Ein wutentbrannter Schrei des gemeinsamen Kindes ließ das kostbare Porzellan in tausend Teile zerspringen. Zumindest so lang bis es durch Magie wieder zusammen gebaut werden konnte.
September 1979 bis Juli 1986 # Schulzeit
Der Sprechende Hut schickte Billie nach Slytherin, leider - Billie hatte sich heimlich die Ravenclaw Zugehörigkeit gewünscht, irgendein naiver kindlicher Gedanke hatte sie glauben lassen, dass im Haus der Adler ihr Hang zur Literatur besser hätte gefördert werden können. Obwohl sie generell Anschluss fand war ihr Alltag dennoch von Einsamkeit geprägt, ein selbst gewähltes Schicksal. In Hogwarts lernte Billie zum ersten Mal sehr deutlich, dass ihre Welt nicht so gut, gerecht und gütig war wie sie bislang geglaubt hatte. Ungerechtigkeiten, Grausamkeiten, all das bekam sie hier hautnah mit. Kinder die Familienmitglieder verloren, Mitschüler die andere niederträchtig behandelten weil sie kein reines Blut hatten… Zu diesem Zeitpunkt denkt Billie noch, dass diese Bösartigkeit fernab von ihrem Leben stattfindet.
Als ihr Vater zu Beginn des Jahres 1982 verhaftet wird und seine Gräueltaten nicht nur gesteht sondern nicht einmal Reue zeigt begibt sich Billie in einen freien Fall. Es gibt jene in Hogwarts die sie ab da meiden, auch Lehrer, die es zwar heimlich tun aber die kleine Rookwood mit Blicken bedenken, die sie vermutlich eher ihrem Vater vergönnt hätten. Dann gibt es aber auch solche die sie in ihre Mitte aufnehmen wollen, Kinder von jenen, die Augustus Rookwood Gleichgesinnte waren. Billie wählt wieder einmal die Einsamkeit, zumindest bis sie Sasha trifft. Zwei Jahre jünger als Billie und doch ist es, als hätte ihre Seele auf den ersten Blick ihr Gegenstück in der Schülerin gefunden, die ebenfalls ins Hause Slytherin zieht. Sasha kann verstehen wie es ist keine Schuld für seine Herkunft zu tragen, dabei ist Billie bis dato noch immer schwer verstört darüber, dass ihr Vater nicht der Mann sein soll für den er gehalten wurde. Aber was bedeutet das für sie, was soll sie als Tochter daraus machen? Sie zweifelt nicht an der Beziehung, die sie zu ihrem Vater gepflegt hat, doch was bringt das wenn er sein Leben ab da an in Askaban fristen muss?
Die Ferien daheim sind grausam, ihre Mutter findet nur noch schlechte Worte über ihren Mann, von dem sie sich nun scheiden lassen möchte. Billie verliert nicht nur ihren Vater, auch das Haus in Welshpool wird von Irene Rookwood aufgegeben. Mutter und Tochter geraten regelmäßig in Argumente über Billies Vater, sodass Billie nur noch in den Sommerferien zu ihrer Mutter fährt und die übrigen Ferien lieber mit Sasha in Hogwarts bleibt.
Dass sie im Fach
Wahrsagen besonders gut abschneidet wundert sie, nicht aber ihre Mutter. Erst nachdem sie ihre UTZ abgelegt hat erzählt Irene ihrer Tochter von der damaligen Vermutung, dass Billie die Fähigkeit des Wahrsagens besitzen könnte. Was Irene Rookwood lachend in ihren Wein prustet - sie hält es offenbar nicht mehr für realistisch - eröffnet Billie neue Perspektiven. Und erklärt so manche Träume, die sich irgendwann bewahrheiteten.
Herbst 1986 bis 1995 # Ausbildung und Arbeit im Ministerium sowie Ausbruch aus Askaban
Da nur noch Irene als Familie übrig bleibt und Sasha noch zwei Jahre in Hogwarts vor sich hat, versucht Billie den Zwist mit ihrer Mutter weitestgehend zu begraben. Irenes Frust über Schicksal und Wahrheit ihres ehemaligen Mannes überträgt sie weiterhin oft auf Billie, wirft ihr vor ihrem Vater zu ähnlich zu sein und jemanden in Schutz zu nehmen, der es nicht verdiene. Obgleich diese Worte Billie jedes Mal aufs Neue hart treffen, beschließt sie ein Zeichen zu setzen und bewirbt sich um eine Ausbildung im Ministerium zur Aurorin. Scheinbar versuchen einige Sprösslinge aus Familien mit verurteilten Verbrechern diesen Weg einzuschlagen um die Ehre wiederherzustellen, sodass sich Billie nicht allein mit dem Schicksal dort herumschlagen muss.
Dennoch wird ihr oft und viel mit Misstrauen begegnet, vor allem, weil sie sich nicht vehement und mit ganzem Herzen von ihrem Vater lossagen möchte.
Dennoch schafft sie nicht nur die Ausbildung mit sehr vorzeigbaren Ergebnissen, alsbald Sasha ihren Abschluss macht, ziehen die beiden Freundinnen wieder zusammen. Sasha bei sich zu haben hebt Billies Laune immens, sie schafft es sich weitestgehend von ihrer Mutter loszusagen und eigenständiger zu werden.
Die beiden Freundinnen ziehen immer mal wieder um, bauen sich gemeinsame Luftschlösser für die Zukunft und brauchen wenig im Leben, so lange sie sich haben.
Das erneute Erstarken der dunklen Mächte bringt Billie jedoch in einen Zwiespalt, den sie so nicht vorhergesehen hat. Alles ist händelbar, bis ihr Vater unter jenen Zauberern ist, die aus Askaban fliehen. Beim Angriff aufs Ministerium finden sich Vater und Tochter auf gegenüberliegenden Seiten wieder, ganz offensichtlich sehen sich beide nicht im Stand Gegner ineinander zu sehen.
Vater und Tochter sehen sich später heimlich wieder, Misstrauen und Sehnsucht halten sich in Billie die Waage. Sie sieht sich nicht im Stande ihren Vater zu verhaften, weiß auch, dass er ihr mit seinen magischen Fähigkeiten überlegen ist. Noch dazu ist sie noch immer nicht überzeugt, dass wirklich so viel Böses in ihm stecken soll. Es braucht demnach nicht viel von Augustus, seine Tochter mit ihrem Einverständnis dazu zu bringen, diverse Sachen aus dem Ministerium zu entwenden. Dokumente, die ihm bei einer Begnadigung behilflich sein können. Dass sie letztendlich erwischt wird überrascht wohl niemanden, in ihr schlummert noch lange nicht auch nur ansatzweise derselbe gute Spion wie in ihrem Vater. Sie ist nicht böse darum ihre Taschen packen zu müssen, haben Sasha und sie doch schon lange einen anderen Plan, was sie mit ihrer Zukunft anstellen wollen. Und nichts liegt Billie ferner als sich am Ende doch noch gegen ihren Vater stellen zu müssen.
1996 bis heute # Bücherbus, verschwimmende Grenzen und aktuelle Geschehnisse
Billie zögert hinaus sich für eine Seite entscheiden zu müssen. Sie weiß um Saschas Zugehörigkeit Bescheid, doch die Freundschaft der Beiden übersteigt alle außenstehenden, sozialen Verpflichtungen.
Die Beiden kaufen zum Spottpreis einen Bus, den Sashas Cousin wieder fahrtüchtig macht und mit diversen Besonderheiten ausstattet, während Sashas Cousine ihnen nicht auch nur im Geringsten verdiente Führerscheine anfertigt. Sie funktionieren den Bus zum Bücherbus um und planen Routen quer durchs Land, schauen sich das Prinzip grob vom Fahrenden Ritter ab und füllen damit die Lücke einer magischen Bibliothek, zu der alle Leute Zugang haben. Natürlich bleibt es kein normaler Bücherbus, diverse Zusatzoptionen sind ebenfalls inkludiert. Sasha hilft Billie dabei an der vermuteten Fähigkeit des Wahrsagens zu arbeiten. Klappt es immer? Nein. Oft? Schön wär’s. Aber immer öfter, es scheitert zumeist an Billies Selbstbewusstsein und ihrer Fähigkeit sich nicht beeinflussen zu lassen. Das fällt ihr auch in jeder anderen Hinsicht schwer, denn auch wenn sie eigentlich kein Gegner von Muggeln oder Muggelgeborenen ist - im Gegenteil, sie liebt die Literatur der Muggelwelt - sieht sie sich immer öfter darin bestätigt, dass sie auf der Seite ihres Vaters immerhin Unterstützung erfährt. Leute, die ihr ihre Fähigkeiten nicht aberkennen sondern fördern wollen.
Dennoch sieht Billie mit Schrecken auf die Anschläge, der Angriff auf das Mungos hätte ihrer Mutter beinahe das Leben gekostet. Und egal ob die Beziehung der Beiden auch nur im Ansatz noch zu retten ist, niemals würde sie ihr den Tod gönnen. Oder ihn riskieren. Schlimmer noch, selber dafür verantwortlich sein.
Sashas Zugehörigkeit zu den Todessern bereitet Billie ähnlich viele Sorgen wie die restliche Lage. Die Übernahme Greenwichs scheint irgendwie dafür zu sprechen, dass sich auch Billie weiterhin den Todessern annähert um sich in Sicherheit wägen zu können, doch die Grausamkeiten schrecken sie auch weiterhin zu sehr ab. Dass beim Angriff auf den Zirkus so viele Unschuldige zu Opfern wurden... Billie würde sich lieber die Hand abhacken statt Teil davon zu werden, zumindest ist es das, was sie im Stillen denkt. Würde ihr Vater sie fragen? Die Antwort würde nicht so deutlich ausfallen. Wenn man ihr die Pistole auf die Brust setzte, sie würde sich lieber im Auffangdorf nützlich machen als für die dunkle Seite zu kämpfen. Und doch könnte sie sich öffentlich nicht gegen die stellen, die ihr am Wichtigsten sind. Die Loyalität ihrem Vater gegenüber und die Erleichterung ihn wieder in ihrem Leben zu wissen nagen sehr offensichtlich an ihrer Standhaftigkeit. Nun, da sich die Fronten absolut verhärtet haben zieht sich Billie am liebsten gänzlich aus der Affäre, weiß aber, dass das keine dauerhafte Option ist. Leider. Dass ihr Vater ihr das Angebot erteilt hat sie wieder in die Aurorenabteilung zu holen ist für die Hexe kein Grund zum Feiern, sie arbeitet zu gern mit Sasha im Bücherbus und fährt mit ihr durch das Land, ohne darüber nachdenken zu müssen, welche Falle hinter der nächsten Ecke auf sie lauert und welch große Enttäuschung sie nun wieder darstellen kann.
Quelle für das Template
Helena » 34 Jahre » Drachen > Menschen